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Garrit Soldner

Pilot
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Garrit Soldner last won the day on September 14 2013

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About Garrit Soldner

  • Rank
    Kosmischer Staub
  • Birthday 11/07/1986

Profile Information

  • Gender
    Male

Star Citizen

  • RSI Handle
    Garrit_Soldner
  • Meine Schiffe
    Constellation Aquila
    M50
    Freelancer MAX
    Gladiator

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  1. PART 8 Erschöpft sank Garrit auf dem Bett nieder und blickte auf seine Hände hinab. Obwohl er sie sich fast wund geschrubbt hatte, fühlte er immer noch das klebrige, warme Blut seiner Kameraden als würde er noch in diesem Moment den Sanitätern dabei helfen sie vom sterben abzuhalten. Der Jumpsuit war irgendwann während der vergangenen Stunden der Hose und dem Unterhemd der schlichten Borduniform gewichen und Angesichts der großen Schweißflecken entlang der Brust, des Bauchs, unter den Achseln und am Rücken war es eine gute Idee gewesen. Kalter Schweiß stand auf seiner Stirn und vereinzelte Tropfen liefen seine Arme und den Nacken hinab. Seine gesamten Unterarme wiesen eine leicht rötliche Verfärbung auf und die UEE-Navy Tätowierung auf seinem rechten Oberarm wurde von einem blutigen Handabdruck überdeckt, der durch die verzweifelte Berührung eines sterbenden Technikers entstanden war. Minuten verstrichen in denen er auf seine Hände starrte und über das Geschehene nachdachte. Als sich die Tür sich mit einem zischen halb öffnete und dann hängen blieb, blickte er auf. Er konnte Kasumi erkennen, die sich durch die Öffnung zwang und eintrat. Auch ihr konnte man die Anstrengungen ansehen – völlig verschwitzt, die Hände und Unterarme wiesen die selbe rötliche Verfärbung auf, auch wenn ihre Tätowierung unbeschmutzt geblieben war. Garrit zwang sich leicht zu lächeln als sie an ihn herantrat und sie erwiderte die Geste, bevor sie sich neben ihm setzte und seine rechte Hand mit ihrer linken ergriff und sich gegen ihn lehnte. So saßen sie im Halbdunkel des Quartiers, das sie heute morgen noch unversehrt verlassen hatten. Nun war ein Stück der Deckenverkleidung herab gefallen, zusammen mit der Beleuchtung, die in ihr steckte. Die persönliche Habe, die nicht im Schrank verstaut war, war ebenso zu Boden gegangen – der digitale Bilderrahmen, ihre eingerahmten Abschlusszertifikate von der Akademie und einiges Anderes hatten dabei Schäden abbekommen. „Ich kann es kaum glauben“ sagte Garrit nachdem er sich durch Kasumis Nähe wieder erstarkt fühlte und sanft drückte ihre Hand. „Ich auch nicht...die Talon ist fort..viele, die wir kannten sind tot oder werden ihr Leben lang von Kybernetik und Medikamenten abhängig sein...“ Garrit nickte, legte seine linke Hand unter ihr Kinn und hob damit ihr Gesicht leicht an, damit er ihr in die Augen sehen konnte. „Wenigstens haben wir noch uns“ sprach er sanft und küsste sie so sanft wie bei ihrem ersten Kuss. Ein Schrei riss Garrit aus dem Schlaf. Er öffnete blinzelnd die Augen und sah...nichts. Es war immer noch dunkel im Quartier. Es dauerte einen Moment ehe sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnten und er erkannte, dass Kasumi mit aufgerissenen Augen neben ihm lag und zitterte. Er brauchte nicht fragen was los war, er wusste es auch so. „Schhhh“ flüsterte er ihr zu, zog sie sanft näher an sich heran und küsste ihre von Schweiß bedeckte Stirn. „Es ist alles gut. Ich bin bei dir.“ Das letzte Mal, dass er sie beruhigen musste lag Jahre zurück...es war sogar während der Ausbildung wenn er sich richtig erinnerte. Eine Hand strich sanft über ihr kurzer Haar, die andere rieb ihr beruhigend über den Rücken, während er sie hielt und ihr Zeit gab sich zu beruhigen. Er bemerkte den Geruch von Schweiß in der Luft, doch daran konnten sie derzeit nichts ändern. Sie hatten einfach nur ihre Stiefel ausgezogen und sich aneinander gekuschelt ins Bett gelegt. Duschen war in dieser Notsituation rationiert worden und sie dürften erst irgendwann gegen Mittag duschen dürfen. „Garrit...ich...danke für alles“ hörte er ganz dicht an sich und spürte wie sich ihre Arme um seinen Nacken schlangen und sie sich an ihm hochzog um ihn direkt anzuschauen. Selbst im Dunkel sah er ihre schönen Augen und lächelte sie an. „Das ist doch selbstverständlich.“ Die nächsten Stunden vergingen in einem gefühlten Wimpernschlag und schließlich war es Zeit für den Dienst an der Menschheit. Müde und kaum erholt stiegen die beiden in ihre Stiefel und machten sich auf zum Besprechungsraum, wohin am vergangenen Tag alle verfügbaren Piloten für Heute berufen worden waren. Die Korridore der Pride waren beinahe ausgestorben. Die einzigen denen Garrit und Kasumi begegneten waren die Reparaturcrews, die damit beschäftigt waren die wichtigsten Systeme wieder zum Laufen zu bringen. Der Besprechungsraum hingegen war vollgestopft mit mehr Piloten als auf der Pride überhaupt dienen konnten. Und allen sah man die Anstrengungen an – blutunterlaufene Augen, Tränensäcke die sich gegen blasse Haut abzeichneten, dreckige Kleidung. Da alle Sitzplätze bereits belegt waren, mussten sie sich damit begnügen an einer Wand gelehnt zu warten und die Dinge abzuwarten, die kommen würden. Als der CAG eintrat strafften sich alle Piloten und richteten ihre volle Aufmerksamkeit auf den Mann, der in der vergangenen Nacht äußerlich 20 Jahre gealtert war. „Morgen. Fangen wir an, solange uns der Projektor noch nicht den Dienst versagt hat. Der Angriff gestern war verheerend und einen weiteren Angriff werden wir nicht überstehen. Normalerweise würden wir den Rückzug antreten und Verstärkung anfordern, doch die Vanduul haben uns diese Option genommen – die Triebwerke der Pride sind schwer beschädigt, eine sichere Reise durch den Jump Point ist damit nicht möglich. Es wird sicher noch Tage dauern bis das Oberkommando irgendwoher Verstärkung organisiert und auf den Weg gebracht hat, daher sind wir gezwungen herauszufinden wo die Vanduul herkamen und in die Gegenoffensive zu gehen.“ Der Projektor erwachte flackernd zum Leben und zeigte die aktuelle Lage der Flotte an. Das Bild war erschreckend – so viel vernichtete Schiffe...Hunderte Leben waren in Flammen, Explosionen und in der Leere des Weltalls vergangen. Garrit schluckte leicht, so wie es auch einige andere Piloten taten, dann fuhr Dobovitch bereits fort. „Die meisten von Ihnen werden einen engen Kreis um die Flotte ziehen, die rund um die Uhr patrouilliert wird, während wir mehrere Flügel zum Kundschaften entsenden. Wir konnten die ungefähre Richtung aufzeichnen aus der die Vanduul kamen und in die sie verschwanden. Ich möchte Sie jedoch nicht belügen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Vanduul versuchen werden Sie in Hinterhalte zu locken. Seien Sie sich dessen bewusst und gehen Sie vorsichtig vor. Kontaktieren Sie die Pride sobald Sie etwas verdächtiges bemerken. Greifen Sie nicht eigenmächtig an. Wir haben gestern bereits genug Leute verloren, ich will nicht noch jemanden wegen einer Heldennummer verlieren. Verstanden?!“ „Sir, ja, Sir!“ kam es wie aus einem Mund. Dobovitch nickte und teilte dann die Wings zu. „...Wong, Soldner – Sie fliegen als Flügel Theta auf Kurs Theta.“ Garrit nickte Kasumi zu und sie warteten das Ende der Besprechung ab, ehe sie sich nach dem Salut wie der restliche Trott an Piloten zur Umkleide begaben, um sich die Jumpsuits über zu ziehen. „Garrit, Kasumi.“ Die Stimme war ihm vertraut, doch irgendwie auch fremd. Als sie sich umdrehten stand Nightingale vor ihnen. Die Pilotin hatte es, wie den Rest der Falcons, schwer erwischt. Ihr halber Kopf war bandagiert, ebenso wie ihr rechter Arm ab dem Ellenbogen und wer wusste wie viel noch unter ihrer Uniform eingewickelt worden war. Es war ungewohnt die strenge Frau in einem so persönlichen Ton sprechen zu hören. „Passen Sie dort draußen auf sich auf. Sie sind die einzigen dienstfähigen Falcons. Ich lasse nicht zu, dass auch nur noch einer meiner Piloten zu schaden kommt. Haben wir uns verstanden?“ „Ma'am, ja, Ma'am“ antworten die beiden im Einklang und salutierten knapp. Nightingale nickte ihnen zu und ging dann auf eine Krücke gestützt zurück zum temporären Krankenlager. Die wahre Überraschung kam jedoch als sie zu den ihnen zugewiesenen Maschinen gingen. „Zwei Gladius?“ entfuhr es Kasumi, die die schmalen Augenbrauen nach oben zog und ihre Hand nach dem leichten Jäger ausstreckte, als würde sie an ihrer Wahrnehmung zweifeln. „Etwas anderes kann vermutlich nicht entbehrt werden. Man braucht die Hornets zur Verteidigung der Flotte.“ Garrit hatte sich schon etwas derartiges gedacht. Angesichts des Zustands der Flotte brauchte man die höchste Feuerkraft für die Verteidigung. Dennoch wusste er was ihr durch den Kopf ging: Die Gladius an Bord der Pride waren alt. Natürlich war dieses Design erprobt und immer wieder auf einen neuen technischen Stand gebracht worden...aber wie es nun mal mit dem Dienst am Rande der UEE war – man bekam nicht immer die neuste Technik hinterher geworfen und vermutlich wusste selbst die technische Crew nichtmals wie alt die verschiedenen Komponenten in den Jägern waren. „Immerhin sind sie schnell...“ murmelte er aufmunternd und ließ dann die Leiter zum Cockpit ausfahren. Den Blick, den Kasumi ihm zuwarf musste er nicht zu sehen – er wusste bereits, dass sie ihre Zweifel hatte. Er hatte sie selbst, doch es gab keinen Platz für Zweifel und Zögern sobald sie in ihre Cockpits stiegen. Es durfte nur den Glauben an die Sache und die Mission geben. Die erste Stunde ihrer Erkundung war ruhig verlaufen. Nichts als die Leere des Weltalls und einige Felsbrocken. Sie waren bereits durch mehr als die Hälfte ihres Kurses als Kasumi ihn auf ein schwaches Signal am Rande des Scannerbereichs hinwies. Er hatte es als Störung durch einen der metallischen Asteroiden abgetan, doch nachdem er das Signal etwas genauer betrachtete, bemerkte er auch, dass es dafür zu regelmäßig war. „Okay..melde der Pride, dass wir eventuell etwas haben. Wir gehen vorsichtig näher heran. Einmal Schub geben, dann schalten wir die Systeme runter und dann lassen wir uns in die Richtung gleiten. Versuch die Manövrierdüsen sparsam zu verwenden, ich will nicht in eine mögliche Falle tappen weil wir unsere Präsenz bekannt gemacht haben.“ „Roger. Gebe unsere Position an die Pride durch.“ Er wartete ein paar Augenblicke, dann gab er Schub als er Kasumi neben sich beschleunigen sah und schaltete dann alle Energie runter außer dem bisschen was für die Lebenserhaltung und das schnelle hochfahren der Systeme nötig war. Zusammen glitten die Gladius still durch die Leere zwischen sich und dem Signal, was auch immer es war. Sie mussten zwar hin und wieder mit leichten Ausstößen der Manövriertriebwerken Asteroiden ausweichen oder den Kurs wieder zurück korrigieren, kamen dem Ursprung des Signals immer näher. Verwirrt betrachtete Garrit was er vor sich sah – es war ein Haufen Asteroiden verschiedenster Größe, manche klein genug dass eine Geschützsalve sie pulverisieren würde, andere so groß dass selbst eine Rakete nicht mehr als kleines Stückchen herausbrechen würde, wenn überhaupt. Erst als sie noch näher kamen, erkannte er, dass der größte Asteroid unauffällig bearbeitet worden war. Was sie dort sahen war eine geheime Asteroidenbasis, die der Navy absolut nicht bekannt war. Wie lange sie wohl schon da war? Es war unwahrscheinlich, dass die Basis errichtet wurde, während eine kleine Flotte der Navy im System war und mehrere Geschwader patrouillierten, um Sklavenhändler ausfindig zu machen. Er zeichnete alles was er sah auf. Von den dezenten Einbuchtungen her gab es ein gutes halbes Dutzend Hangartore durch die größere Frachter wie eine Constellation Taurus passen würden. Es gab keine sichtbaren Verteidigungen oder Anlagen auf der Außenseite des Asteroiden, doch wer mochte schon sagen ob diese nicht nur gut versteckt bzw. auf der gegenüberliegenden Seite angebracht waren. Ansonsten war der Asteroid unscheinbar. Das Signal kam vermutlich nicht von ihm selbst sondern von einem Schiff oder Gerät an Bord, da man anscheinend großen Aufwand betrieben hatte, um ihn vor den Augen und Sensoren der Navy und Advocacy versteckt zu halten. „Wir ziehen uns zurück und kontaktieren die Pride wenn es sicher ist. Ich weiß nicht was wir hier genau gefunden haben, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es wichtig ist.“ „Verstanden.“ Die beiden machten kehrt und beschleunigten mit kurzen, kontrollierten Stößen, bis sie die Station weit hinter sich gelassen hatten. „Patrouille Theta an Pride. Wir haben eine getarnte Asteroidenbasis gefunden. Erbitten weitere Befehle.“ Auf der anderen Seite des Funks herrschte Stille. Wäre Garrit irgendwo anders, als im Cockpit gewesen, wäre nun Panik in ihm aufgekommen. Die Möglichkeit, dass sie hier gestrandet waren, ihre Flotte vernichtet und die beiden in den Kurzstreckenjägern dazu verdammt waren, nach Hilfe zu suchen und vermutlich vorher zu ersticken. „Patrouille Theta, hier Pride. Haben Sie verstanden. Kehren Sie für eine Besprechung zurück, der CAG will Sie dabei haben.“ „Verstanden Pride, sind auf dem Weg.“ TO BE CONTINUED
  2. Okay ich bin wirklich erschreckt wie lange ich hier nichts mehr gepostet habe. Ich schreibe zwar gerade am nächsten Teil, aber nachdem ich feststellen musste, dass mir nicht nur die Textdatei sondern auch noch meine ganzen Notizen abhanden gekommen sind, kann es allerdings etwas dauern. Ich hoffe aber dass ich künftig häufiger und regelmäßiger neuen Lesestoff liefern kann. Wenn alles nach Plan geht kommen noch mindestens 3 Teile, ehe diese Kurzgeschichte abgeschlossen ist, dann folgen Korrekturen und eine Übersetzung ins Englische, da ich diesbezüglich bereits anfragen aus dem RSI-Forum bekommen habe.
  3. Ich entschuldige mich dafür, dass hier nichts mehr dazu kam. Ich habe es zuerst schlichtweg vergessen, da wir den Gewinner im RSI-Forum angekündigt hatten.
  4. Bezieht sich das mehr auf die Inhaltliche Seite (zu allgemein?) oder wird dir beim Mouseover nichts angezeigt?
  5. Ohne Flyer hat man nicht den Code, der die Gewinnchance verdoppelt, das ist richtig. Auf der anderen Seite ist Zufall an sich unberechenbar und kann ein anderes Ergebnis herbeiführen, als es die Wahrscheinlichkeiten vorraussagen.
  6. Die Fenris Corporation freut sich ankündigen zu können, dass ihr ab heute bis zum 29sten August ein Origin Jumpworks GmbH 325a Raumschiff gewinnen könnt. Alles was ihr hierfür machen müsst, ist das Formular auf unserer Spectrum Network Seite auszufüllen. Falls ihr auf der GamesCom seid oder beim Star Citizen Event am Freitag und jemanden in einem Shirt mit unserem Logo seht, fragt ihn oder sie nach einem Flyer um eure Gewinnchance zu verdoppeln. Und vergesst nicht eure Smartphones mitzunehmen...ähh ich meine eure MobiGlass. Gewinnspiel Anmeldeformular Spectrum Network Präsenz RSI Organisation Register Präsenz Für weitere Fragen klickt hier (Bitte beachtet, dass es aufgrund des GamesCom Events bis Samstag oder Sonntag dauern kann, bis ihr eine Antwort bekommt) Die Fenris Corporation wünscht allen Teilnehmern viel Glück. Der Gewinner wird am 31sten August angekündigt. Bitte beachtet die Gewinnspielbedingungen auf der Gewinnspiel Anmeldeformular-Seite. Beachtet darüber hinaus, dass ihr mit einer Registrierung für das Gewinnspiel bis nach dem Event warten solltet, wenn ihr Freitag beim SC-Event seid. Wir erlauben nur eine Teilnahme pro Person!
  7. Stimmt, beim zweiten und dritten Lesen fallen Rechtschreibfehler auf, aber meist nehm ich das im Schreibfluss garnicht wahr.
  8. (Danke für das Feedback. Ich freu mich über jedes Lob und jede konstruktive Kritik) PART 7 Sie waren nun bereits seit mehreren Stunden draußen. Sie hatten sich im Schatten eines stabilen, großen Asteroiden auf die Lauer gelegt und fast alle Systeme herunter gefahren, um die Energiesignatur ihrer Hornets zu verringern. An den Rändern des Glases der Kanzel bildete sich Eis, während die Maschine immer weiter abkühlte. Ihre Lauer-Taktik schloss ein, dass sie Funkstille wahrten, worüber sich Garrit sogar ein wenig freute, denn er wollte im Moment nicht mit Kasumi reden. Dennoch begang das Warten und die Kälte ihn zu zermürben und er war wirklich versucht ein Gespräch zu suchen. Zumindest bis ein schwaches Flimmern auf dem Radar seine Aufmerksamkeit erweckte. Kurz darauf erschien das Flimmern erneut und er war sich sicher – sie hatten einen Kontakt. Langsam rutschte er zurück in eine gerade Position und schaute sich im Asteroidenfeld um. Tatsächlich konnte er ein schwaches Glitzern erkennen – doch noch war das kein Beweis, schließlich enthielten nicht wenige Asteroiden Erze oder Eis, die bei richtiger Beschaffenheit Licht reflektierten und die Sensoren stören konnten wie blankes Metall. Scheinbar endlose Sekunden verstrichen, während er das Glitzern beobachtete, dann wurde jedoch klar, dass es kein Falschkontakt war – es bewegte sich viel zu geradlinig dafür und wich Hindernissen aus... Kasumi schien es noch nicht bemerkt zu haben, also griff er in den Fußbereich und holte eine Taschenlampe aus dem Überlebenskit hervor und gab ihr Lichtzeichen, während er mit der freien Hand verhinderte, dass das Licht in eine andere Richtung als in das benachbarte Cockpit strahlte. Es dauerte etwas ehe Kasumi das Licht bemerkte, dann nickte sie und zeigte ihm den aufgerichteten Daumen. Alles war okay...sie würden noch warten bis der Kontakt näher war...dann war es Zeit los zu schlagen. Das Glitzern sollte sich als der linke Antriebsstrahl einer schwarz bemalten, unregistrierten Cutlass entpuppen, die ohne Lichter und mit extrem kleiner Energiesignatur durch den Asteroidengürtel flog. So unauffällig wie es sich bewegte war klar, dass es hier um dubiose Geschäfte ging...als er nah genug schien gab Garrit ein wenig Energie auf die Triebwerke und löste sich im Schneckentempo vom Asteroiden, um mit Minimalschub auf Abfangkurs zu gehen. Er versuchte so wenig wie möglich zu steuern, um weder verräterische Energiespitzen noch Lichter zu erzeugen. Er beobachtete aus seinem dunklen Cockpit heraus, wie der Abstand zur Cutlass immer mehr abnahm, während kleinere Steinchen und grober Staub an die Hülle der Hornet prasselten. Sein Herzschlag raste und er merkte das seine Sinne sich schärften, während sein Körper von Adrenalin erfüllt wurde. Es war eine aufregende, angespannte Situation und Körper und Geist waren sich einig, dass es gefährlich war. Was auch immer sie verriet, die Cutlass steuerte plötzlich in eine andere Richtung und ging auf vollen Schub. Es dauerte keinen Augenblick, als Garrit reagierte, volle Energie auf Antriebe, Waffen und Schilde gab und den Schubregler bis zum Anschlag nach vorne drückte. Die Cutlass hatte in dieser Umgebung den Vorteil der Wendigkeit und Geschwindigkeit, daher galt es das Ziel schnell Kampf- und Fluchtunfähig zu machen. Dennoch gab es die Regeln und Statuten der Navy, denen sie folgen mussten, wenn sie nicht irgendwann von den bürokratischen Mühlen der UEE zerquetscht werden wollten. „Hier spricht UEES λ-359. Sie werden aufgefordert sich zu ergeben. Zuwiderhandeln wird als Fluchtversuch gewertet und das Feuer eröffnet...ich wiederhole...“ Die einzige Antwort, die er erhielt, war dass die Cutlass ihre Nachbrenner zündete, also tat er es ihm gleich. „Kat, versuch ihm den Weg abzuschneiden, ich bleib an seinem Heck“ „Bestätige“ und schon sah er, wie sich auf dem Radar das Symbol von Kasumis Hornet entfernte, während sie das Asteroidenfeld umflog um den Weg ab zu schneiden. Lange Zeit dies zu beobachten hatte Garrit jedoch nicht, da die Cutlass ihn geradewegs in einen dichteren Teil des Asteroidenfeldes führte, so dass seine fast ungeteilte Aufmerksamkeit den Felsbrocken galt, die seine Maschine bei einer Kollision vermutlich zerquetschen oder zumindest schwer beschädigen würden. Mit seiner Hornet war definitiv im Nachteil und musste mehrmals Hindernisse umfliegen, denen die Cutlass mühelos ausweichen konnte. Um nicht zu sehr zurück zu fallen und sein Ziel noch möglicherweise zu verlieren, feuerte er mehrmals auf kleinere Brocken um sie aus dem Weg zu schaffen. Dennoch streiften ihn mehr als einmal Fragmente oder kleinere Brocken, die seine Schilde aufleuchten ließen. Einmal übersah er sogar einen größeren Brocken, der funkensprühend über den linken Flügel strich, eine tiefe Furche im Lack hinterließ und dann aus seiner Sicht entschwand, als er den Jäger wieder unter Kontrolle brachte. Über kurz oder lang würde er die Cutlass verlieren und er war zu Weit entfernt, um reele Chancen auf einen Treffer mit den Geschützen zu haben, die Raketen konnten das Ziel nichtmals erfassen. Er hoffte nur, dass Kasumi schnell genug war, um die Cutlass in Empfang zu nehmen. Das Ende des Asteroidenfelds kam bereits in Sicht, da sich die Felsen lichteten und der offene Raum immer präsenter wurde, doch von Kasumi fehlte jede Spur. Er wollte fluchen und das Feuer auf die verdammte Cutlass eröffnen, als sie einen großen Asteroiden passierte und wie aus dem Nichts von der Seite von blauen Lasern und unzähligen Kugeln getroffen wurde. Die Schilde brachen schnell ein und die gelblich glühenden Kugeln durchsiebten den rechten Antrieb kurzerhand so dermaßen, dass er sich in einer Explosion verabschiedete und als Trümmerstücke in mehrere Richtungen davon rasten. Als Folge des unerwarteten Verlustes des rechten Triebwerks wirbelte die Cutlass mehrmals um die eigene Achse und kam schließlich zum stehen. „Cutlass, ergeben Sie sich. Sie haben keine Chance uns zu entkommen“ meldete sich Kasumi per Funk, als sie sich aus dem Radarschatten des Asteroiden löste. Man konnte ihrer Stimme ohne weiteres die Genugtuung über den Erfolg ihres Überraschungsangriffes anhören. Das war die Kat die er kannte und liebte... Aus Seiten der Cutlass geschah vorerst nichts, dann wurden Schilde und Waffen herunter gefahren und eine junge Stimme meldete sich zögerlich über den Funk. „Ich ergebe mich. Ich ergebe mich. Bitte nicht schießen.“ Obwohl sie zu weit voneinander weg waren um sich sehen zu können, war sich Garrit sicher, dass sich sein Blick mit dem von Kasumi traf, als er verblüfft zur Seite schaute, als wollte er ihre Meinung wissen. „Folgen Sie uns und weichen Sie nicht vom Kurs ab. Wir sind autorisiert jeden Fluchtversuch mit Gewalt zu unterbinden.“ Langsam schwenkte er mit seiner Hornet um die Cutlass herum, dann öffnete er einen Kanal zu Kasumi. „Kat, sei so lieb und kontaktiere die Pride, dass wir mit einem Gefangenen zurückkehren. Du fliegst vor, ich halte unseren jungen Freund im Auge. Verstärke bitte deine Heck-Schilde. Wir wollen ja nicht, dass dir etwas passiert.“ Und das meinte er auch nicht. So sehr er ihr das was sie getan hatte und das was sie nicht tat vorwarf, liebte er sie immer noch und wollte nur das Beste für sie. So sehr es auch schmerzte. Still glitten sie durchs Weltall in Richtung Heimat, die Cutlass gefangen zwischen den Militärjäger. Als sie schließlich in Funkreichweite kamen, schien die Mission ein voller Erfolg – es war unwahrscheinlich dass so nah an der Heimatbasis noch etwas schief laufen würde. „Fenris, da stimmt etwas nichts...“ überraschte ihn Kasumi. „Die Pride antwortet nicht. Außerdem hätten wir schon längst an einer Patrouille vorbeikommen müssen.“ Da hatte sie recht – es war ihm bisher nur nicht aufgefallen, weil seine Gedanken weiterhin um seine persönlichen Probleme kreisten. „Hier spricht UEES λ-359. Pride...Talon, bitte melden.“ Nichts, nur Stille im Funk. „Wir fliegen weiter und schauen was los ist...uns bleibt einfach nichts Anderes übrig.“ Ihm steckte ein fester Kloß im Hals, während sie weiter flogen. Die Entwicklungen der letzten Zeit waren nicht einfach schlecht...sie waren äußerst besorgniserregend. Als sie die letzte Position der Taskforce erreichten stockte Garrit der Atem. Hier musste eine Schlacht getobt haben – er konnte mit bloßem Auge dutzende von Wracks erkennen – Vanduul Scythes, Hornet, Gladiators...eine entzweigebrochene Idris – es war die Talon. Mehrere SAR-Schiffe flogen zwischen den Wracks umher und suchten wohl nach Überlebenden. Beschädigte Jäger flogen am Perimeter entlang, um Ausschau nach weiteren Angreifern zu halten. Der Funk erwachte merkwürdig verzerrt zum Leben. „Hi- krrrr -cht die Pride. Sie haben Landeerlaubnis.“ „Verstanden, gehen zum Landeanflug über. Wir brauchen Soldaten, die unseren Gefangenen in Empfang nehmen.“ „Krrrrr -ffen Sie auf dem Flugdeck.“ Die Vanduul mussten die Taskforce völlig überrascht haben...das Ausmaß der Zerstörung war zu groß für einen kleineren testenden Angriff und zu gering für einen großen Angriff Vernichtungsschlag...Die Hülle der Pride klaffte an mehreren Stellen offen, wo Explosionen die Panzerung zerfetzt hatten. Das Flugdeck war übersät von zerstörten oder schwer beschädigten Maschinen. Teile des Flugdecks waren gar zu einer provisorischen Notstation umfunktioniert worden, da dort mehrere Liegen mit Verletzten oder Toten standen. Sie landeten mit ihren Maschinen und kletterten gerade ihre Leitern hinab, als zwei voll gerüstete und bewaffnete Soldaten bereits die Cutlass in Empfang nahmen. Und der Eindruck hatte nicht getäuscht – ein Junge von vielleicht 14, mit Wohlwollen 15 Jahren stieg aus der Cutlass aus, die schmächtigen Hände von sich gestreckt um die Kapitulation zu zeigen. Er war dreckig, mit ungepflegtem, kurzem braunem Haar und mehr Sommersprossen als Haaren im Gesicht. Die Soldaten zuckten nicht mit der Wimper, als sie ihm mit routinierten Handgriffen Handschellen anlegten und abführten. Zwei weitere Soldaten betraten den Frachtraum der Cutlass – normalerweise um das Schiff nach Gefahrenquellen zu durchsuchen, kehrten aber kurze Zeit zurück und kehrten mit mehreren Sanitätern mit Tragen zurück. Als sie das Schiff verließen wurde klar dass es nicht einfach nur ein Kundschafter oder Kurier gewesen war – abgemagerte Gestalten, in Lumpen gehüllt, Halsbänder und zusammengekettete Hände...das waren Sklaven. Wie war der Junge nur in so eine Situation geraten? „Soldner, Wong...ich bin froh Sie wohlauf zu sehen.“ Er hatte beinahe mit Seamus oder einem Kameraden gerehcnet, doch es war ihr strenger CAG der dort stand, die Arme bis zu den Ellbogen mit Blut besudelt, ebenso wie der Bauch und die Brust. Gleichzeit war sein Gesicht mit feinem Ruß bedeckt. „Sir was ist passiert?“ fragte Garrit seinen Vorgesetzten nur mit dem Mindestmaß an Protokoll. „Die verdammten Vanduul, das ist passiert. Wir verloren den Kontakt zu allen Patrouillen und dann schlugen sie bereits wie aus dem Nichts zu. Sie überwältigten die äußere Verteidigung und hatten die Schilde der Talon bereits runter geschossen bevor diese wenden konnte. Es war ein Massaker, und wir konnten sie nur eben so zurück schlagen...sie wussten wo wir waren und wann wir am empfindlichsten waren...sie haben uns von unseren eigenen Jägern abgeschnitten, indem sie den Funk störten...Bastarde!“ Er kannte seinen CAG lange genug, um zu wissen dass er nicht einfach nur Frust abließ..er war in Rage und schien entschlossen jeden Vanduul für das Geschehene büßen zu lassen. „Wie ich sehe war die Mission zumindest nicht erfolglos...wir haben aber keine Zeit für das Debriefing. Helfen Sie wo Sie können...wir werden Niemanden dem Sensenmann kampflos überlassen.“ „Aye Sir“ kam es gleichzeitig aus ihren Mündern, als Kasumi und Garrit zu den Sanitätern eilten um zu helfen wo sie nur konnten. TO BE CONTINUED
  9. (Hat mal wieder VIEEEL zu lange gedauert, aber hier ist Teil 6, während ich bereits an Teil 7 weiter schreibe. Darüber hinaus habe ich einige Änderungen an den 5 vorherigen Teilen vorgenommen, um auf den aktuellen Informationsstand von SC einzugehen und ein paar Korrekturen vorzunehmen.) PART 6 Zähneknirschend stocherte er in seinem Frühstück herum, während er alleine an einem Tisch in der Kantine saß. Eine weitere Woche während Kat, Nightingale und die Anderen da raus gingen und ihre Leben riskierten während er ein besserer Hausmeister war. Am meisten ärgerte ihn jedoch, dass er tief im Inneren wusste, dass Dobovitch recht hatte – er nützte niemandem wenn er da draußen zusammenbrach. Aber galt das nicht auch für Kat? Sie distanzierte sich immer mehr von ihm und er konnte ihr in den seltenen gemeinsamen Momenten die Angespanntheit ansehen, die sie unter einer aufgesetzten Fröhlichkeit verbarg. Dabei wünschte er sich doch nichts mehr, als ein ehrliches Lächeln auf ihrem hübsch-niedlichen Gesicht zu sehen. Zu sehen wie sich ihre Nase dabei leicht kräuselte und die Lachfalten an den Augenwinkeln entstanden. Missmutig zwang er sich zu essen. Er musste tätig werden, sonst würde ihm noch das Wichtigste in seinem Leben aus den Fingern gleiten. Als er die Kantine nach dem Frühstück verließ und sich auf den Weg zum Flugdeck zu machen, hörte er die vertraute Stimme von Kasumi aus einem Nebengang und schlich an die Ecke. Es war eigentlich nicht seine Art ihr nach zu spionieren, doch er machte sich sorgen. „Nur das eine Mal“ hörte er sie sagen und als er um die Ecke spähte war er geschockt. Kasumi stand im Halbdunkel an die Wand gepresst und küsste einen Fremden...nein keinen Fremden. Den Mann den Sie von der Minenstation gerettet hatten – Ivan Turon. Ivan war, so behauptete er zumindest, ein reisender Händler und hatte Vorräte zur Station gebracht, als die Vanduul angriffen. Die Daten, die Kapitän Bleighton angefordert hatte, bestätigten dass er der Kapitän eines registrierten Freelancers war. Er war durchschnittlich groß und schien recht fit. Er war vermutlich Anfang 40, mit sich langsam silbern färbendem, kurzem braunem Haar und türkisen Augen. Irgendwas stimmte mit dem Mann nicht, das wusste Garrit schon lange. Er wusste nicht, ob es das viel zu charmante Lächeln oder sein überzeugendes Auftreten war, aber er spürte es in seinem Blut. Da steckte mehr hinter als er zugeben wollte. Normalerweise wäre Garrit hingegangen und hätte dem Mistkerl mit Fäusten klar gemacht, dass Kasumi vergeben war...doch er konnte nicht. Ihn störten nicht die möglichen Konsequenzen wenn er als Offizier einen Zivilisten angreifen würde...er war enttäuscht und fühlte sich einfach nur noch schwach. Langsamen Schrittes ging er weiter zum Flugdeck...er hatte etwas zu erledigen. Als Ivan nicht aufhörte, zog Kasumi die Notleine und rammte ihm ihr Knie zwischen die Beine, was die gewünschte Wirkung hatte. Mit einem heiseren Jauchzen ging er zu Boden und rollte sich umher. „Ich schulde dir garnichts mehr Ivan. Du hast mich nicht gerettet, du hast mich als deine Sklavin gefangen genommen und ich musste meine Freiheit mit meinem Körper erkaufen! Du bist ein dreckiges Schwein und wenn du dich mir noch einmal näherst trete ich dir nicht mehr nur hin wo es wehtut sondern reiß sie dir ab, haben wir uns verstanden?! Ich habe hier ein Leben, einen Freund, eine Karriere. Ich bin NICHT dein Besitz.“ Langsam kam Ivan auf seine Beine und das Lächeln, das er ihr schenkte machte sie krank. „Das sagst du, mein Kätzchen, aber du weißt genau so gut wie ich was du bist und dass du mir gehörst. Du sträubst dich im Moment, doch du wirst klein beigeben...“ Als er sich verzogen hatte lehnte sich Kasumi zurück an die Wand und atmete durch. Ihr stand der kalte Schweiß auf der Stirn und ihr Herz raste...wieso nur, musste er es sein? Auf dem Flugdeck angekommen machte sich Garrit an die Arbeit, doch er war nicht wirklich dort. Während er jede Anweisung wie ein Roboter ausführte, kreisten seine Gedanken um das was er gerade gesehen hatte. Er kannte Kasumi seit der Ausbildung...sie war ein paar Monate nach ihm eingetroffen, weshalb er auch im Rang über ihr stand. Sie waren erst nur gute Freunde gewesen, bis sie eines Tages ihre Gefühle für einander entdeckten. Sie hatten Himmel und Hölle bewegt, um auf das selbe Schiff versetzt zu werden. Sie waren glücklich gewesen und keiner hätte jemals den Anderen betrogen. Doch was er gesehen hatte ließ sich nicht abweisen – Ivan und Kasumi hatten sich geküsst. Und nicht einfach nur ein Kuss auf die Lippen...das durfte einfach nicht wahr sein. Als ihm in einem unachtsamen Augenblick das Werkzeug aus den Händen fiel und scheppernd zu Boden ging blickte Seamus ihn an. „Alles in Ordnung Junge?“ Garrit brauchte einen Moment um sich dessen bewusst zu werden und blickte ihn kurz verdutzt an, ehe er sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren konnte. „Ja...alles in...Ordnung...“ sagte er und hob das Werkzeug auf. Seamus blickte ihn lange und fragend an, dann legte er ihm eine Hand auf die Schulter. „Wenn du reden willst, hör ich dir zu. Wenn nicht, ist auch gut, aber mach nichts dummes Garrit. Ich hab mich nicht mit dir und Kasumi hierher versetzen lassen damit sich einer von euch mit einer unbedachten Tat aus dem Diesseits verabschiedet.“ Garrit nickte schwach und ging zurück an die Arbeit. Der restliche Tag verflog einfach, während seine Gedanken weiterhin kreisten und kreisten. Er verzichtete auf das Mittagessen mit Kasumi und arbeitete durch. Erst gegen Abend aß er etwas und nahm anschließend eine Dusche bei der Umkleide, ehe er in sein Quartier zurück kehrte. Kasumi saß auf dem Bett und schien auf ihn gewartet zu haben. Sie saß dort in einem T-Shirt und Shorts und schaute ihn vorwurfsvoll an. „Wir hatten eine Verabredung“ sagte sie und kreuzte dabei die Arme vor der Brust. „Ich...weiß..es tut mir leid. Ich war so in die Arbeit vertieft, dass ich die Zeit vergessen habe.“ Er zwang sich dazu vorerst nichts zu sagen...sie würde sich ihm anvertrauen und dann könnte er ihr verzeihen... Sie blickte ihn noch einen Moment länger an und seufzte dann. „Ich nehme an das heißt dass du noch nicht fliegen darfst?“ Garrit nickte schwach und legte die Uniform ab, um sich ebenfalls auf das Bett zu setzen. „Das tut mir leid“ sie rückte näher, umarmte ihn und hauchte einen Kuss auf seine Wange. Er fühlte einfach nichts. „Verlier nicht den Mut, bald kannst du wieder an meiner Seite dort raus fliegen und wir werden mehr Zeit miteinander haben...und wir gerade dabei sind...was hälst du davon wenn du und ich noch den verbliebenen Tag auskosten...?“ Er blickte sie an und lächelte traurig. „Ich würde wirklich gerne Kasumi, aber ich bin von der Arbeit richtig erschöpft und muss morgen sehr früh raus...“ Obwohl sie ihn mit dem, was sie getan hatte, verletzt hatte, tat es ihm weh ihren enttäuschten und nicht minder verletzten Ausdruck zu sehen. „Ich...verstehe...nun gut, dann lass uns einfach schlafen gehen...gute Nacht“ sagte sie und küsste ihn kurz, ehe sie sich hinlegte und Garrit tat es ihr kurz darauf gleich, doch er kriegte kein Auge zu, während er die Wand anstarrte und immer wieder das selbe Bild vor Augen hatte. Die nächste Woche lief an Garrit vorbei, als wäre er nicht anwesend – er lief vollkommen auf Automatik – aufstehen, waschen, duschen, frühstücken, arbeiten, trainieren, essen, schlafen...immer und immer wieder. Er wich Kasumi aus soweit es ging und tat sein bestes um seine Gefühle vor ihr zu verbergen. Er wollte doch nichts als dass sie ehrlich mit ihm war... Am Ende der Woche stand der Gesundheitscheck bei Doktor Hansen an und er nutzte jede Gelegenheit, um sich darauf vor zu bereiten. Er er sorgte für eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und dass er sich nicht übernahm. Dann war der Tag gekommen und erschien punktgenau zum Termin auf der Krankenstation. Doktor Hansen war sehr gründlich in dem was er tat und jagte ihn durch verschiedene Tests und Untersuchungen, um seinen Gesundheitszustand zu beurteilen. Nach mehreren Stunden schließlich war es vorrüber und Doktor Hansen blickte ihm in die Augen. „Lieutenant Soldner...sie wollen wirklich so früh wie möglich dort raus, oder?“ Garrit dachte einen Moment lang nach. Wollte er das? Nein im Moment wollte er etwas anderes, dennoch nickte er ja. „Ja Doktor. Ich möchte raus zu meinen Kameraden und meine Pflicht erfüllen.“ Hansen betrachtete die vielen Werte und nickte schließlich. „Nun gut Lieutenant. Aber versprechen Sie mir, dass sie es ruhig angehen. Ich will sie nicht demnächst wieder längere Zeit hier auf der Krankenstation aufpäppeln müssen.“ „Versprochen Doktor“ sagte Garrit und verließ die Station mit einem mulmigen Gefühl. Schon am folgenden Tag erhielt er einen neuen Dienstplan, der ihn wieder in den Flugroster aufnahm. Und scheinbar war es gerade rechtzeitig, wie sich bald zeigte. „Alle Falcons in den Besprechungsraum“ kam es durch die Schiffslautsprecher, als er gerade beim Mittagessen war. Er schlang schnell noch ein paar Happen runter und lief im Eilmarsch zum Besprechungsraum. Die meisten anderen waren schon da und hatten Platz genommen. Garrit salutierte beim Eintreten in Richtung Kapitän Bleighton und setzte sich dann neben Kasumi. Nachdem auch der letzte Pilot eingetroffen und Platz genommen hatte, nickte der Kapitän, ein Mann an die 50 mit Glatze und penibel kurzgeschorenem Vollbart und der Raum wurde abgedunkelt, während die Bildschirme zum Leben erwachten. „Guten Tag die Damen und Herren. Unsere Taktikabteilung hat mit den aus den letzten gesammelten Informationen herausgefunden, dass wir einem größeren Menschenhandelsring auf der Spur sind, der am Randgebiet operiert und vermutlich sogar Menschen an die Vanduul als Trophäen und Arbeitssklaven verkaufen. Den letzten Informationen nach, soll in den nächsten Drei Tagen eine größerer Frachterkonvoi eine große Anzahl an Sklaven durch dieses Gebiet bringen und sich mit einer Vanduul-Flotte treffen. Das ist die Gelegenheit für uns, den Ring dingfest zu machen und den Vanduul Schaden zu zu fügen. Uns fehlen jedoch noch kritische Informationen, daher müssen wir ein Mitglied des Rings dingfest machen und verhören. Ein Truppentransporter steht bereit um jedes unschädlich gemachte Schiff zu kapern und zurück zur Pride zu bringen. Die Falcons erhalten den Befehl sich in Flügel aufzuteilen und eine Reihe von Wegpunkten abzusuchen. Wir wissen, dass hier mehrere der Routen des Ringes verlaufen und die Chancen stehen gut, dass wir ein Schiff finden werden. Schalten sie alle Vanduul aus, denen sie begegnen aber lassen sie jeden Sklavenhändler nur kampfunfähig, damit wir an die dringend benötigten Informationen kommen. Miss Beaumont, die Falcons gehören Ihnen.“ Nightingale trat aus dem Schatten des Kapitäns und salutierte ihm, dann wandte sie sich an die Falcons und teilte die Wings ein. „Wong, Sie fliegen mit Soldner und passen auf, dass er es nicht übertreit.“ „Aye Ma'am“ kam es von Kasumi zurück und sie drehte sich zu Garrit um, mit einem ehrlichen Lächeln. Garrit lächelte zurück, doch es war nur eine Maske. Sie hatte ihm immer noch nicht gestanden und das warf ein übles Licht auf ihre Beziehung und auf Kasumi selbst. Eine halbe Stunde später waren alle Maschinen startbereit und Kasumi und Garrit saßen in ihren Hornets und warteten auf ihre Startfreigabe. „Hey Garrit“ funkte ihn Kasumi an. „Ich weiß dass es dir schwer gefallen ist an Bord zu bleiben während ich da raus bin...aber jetzt sind wir wieder Seite an Seite...also ist alles okay, nicht wahr?“ „Ja...alles ist in Ordnung. Wir passen aufeinander auf. So wie immer.“ „Das wollte ich hören.“ Nichts war in Ordnung und er würde sie zur Rede stellen, wenn sie nicht bald selbst mit der Sprache rausrückte. „Flügel γ-3, Sie haben Starterlaubnis. Passen Sie dort draußen auf sich auf.“ „Hier Flügel γ-3, haben verstanden. Bis später.“ TO BE CONTINUED
  10. (Eigentlich wird man an seinem Geburtstag ja beschenkt, aber ich dachte mir dieses Jahr: warum nicht mal Andere beschenken? Also hier der nächste Teil der Geschichte) PART 5 „Überanstrengen Sie sich nicht, Lieutenant“ kam es von der Seite. Garrit drehte den Kopf leicht und sah, dass Cheftechniker Adams ihn musterte. Der Mann mit der Figur eines Fasses hatte lichtes, rotblondes Haar, einen dicken Schnauzer und grüne Augen. In der simplen Sportkleidung der Navy wurde sein Bierbauch noch besonders betont. „Keine Sorge, Sir. Ich verausgabe mich schon nicht so sehr, dass ich nachher nicht helfen könnte.“ Der Techniker grinste nur und ging dann zu einem der Laufbänder, ein Stück zur Rechten von Garrit. Also widmete er sich wieder der Hantel und stemmte weiter. Die Wunden waren in den vergangenen Wochen gut und ohne Narbenbildung verheilt. Nur die Narbe über dem rechten Auge war geblieben. Nicht weil es nicht behandelt hätte werden können, sondern weil er der Meinung war, dass von einem harten Kampf sichtbare Narben zurückbleiben müssen, um einen daran zu erinnern nächstes Mal vorsichtiger zu sein und besser zu kämpfen. Nachdem er seine Trainingseinheit zu Ende gebracht hatte, setzte er sich auf und tupfte sich mit dem Handtuch, das er sich bereit gelegt hatte, Gesicht und Stirn ab und trank danach einen Schluck isotonisches Wasser. Erst als sich sein Puls langsam beruhigt hatte, blickte er sich im Raum um. So ungern er gezwungen war am Boden zu bleiben, war es auch eine positive Erfahrung. Damals, vor einigen Jahren, als er zum Ersten Mal seinen Dienst auf einem Schiff der Navy antrat, hatte er noch alles wahrgenommen. Die unzähligen Crewmitglieder, die tagtäglich hart dafür arbeiteten, um die Kolosse aus Stahl am Laufen zu halten. Die vielen, vielen Techniker, Mechaniker, einfachen Spacemen, Spezialisten und Zivilisten, die sich um alle Belange kümmerten, damit die Piloten fit und ihre Maschinen bereit waren zu starten. Das alles, hatte er seit geraumer Zeit nicht mehr wahrgenommen. Es gab nur noch die Missionen, das Fliegen und seine Wingmen. Er war dabei besonders Techiker Adams und Kasumi dankbar – die beiden hatten umgehend ihre Versetzung von der Talon auf die Pride beangtragt, als sie erfuhren, dass Garrit Wochenlang dort bleiben musste. Doch seitdem, musste er sich auch irgendwie auf dem Schiff nützlich machen, während er auf die Heilung seiner Knochen und die Zustimmung des Doktors wartete. Zuerst hatte man ihn mit Büroarbeit abgespeist um ihn zu schonen. Antragsbearbeitung, Missionsberichte kontrollieren und andere Papierarbeit. Dann folgten leichte körperlichen Arbeiten – vor allem das Flugdeck durfte er mehr als einmal schrubben, dafür hatte Commander Dobovitch gesorgt. Nachdem die Heilung gut zu verlaufen schien, gab man ihm vor einer Woche das Okay sich auch endlich etwas anstregendere Arbeiten zu verrichten, so dass er momentan den Technikern und Mechanikern auf dem Flugdeck unter die Arme griff, um die Maschinen am laufen zu halten. Und das war auch nötig geworden, da die Vanduul nicht die einzigen waren, die in diesem Teil des Weltraums für Probleme sorgten. Piraten, Schmuggler und Sklavenhändler trieben in den Randgebieten ihr Unwesen, um ihren kriminellen Machenschaften abseits des Radars der UEE nachzugehen. Natürlich galt dies nur, wenn nicht gerade ein Träger der Navy dort stationiert war. So gesehen, waren die Begegnungen mit den Verbrechern absehbar gewesen und dass sie in Gewalt endeten ebenso. Auch wenn ihre Schiffe nicht mit der Feuerkraft von Militärjägern mithalten konnten, waren sie zahlreich, kannten das Terrain und kämpften oft mit dreckigen Tricks. Zum Glück waren bisher keine Opfer auf der Seite der Navy zu verzeichnen – nur beschädigte Schiffe und langsam schwindende Vorräte an Raketen und Ersatzteilen. Doch es war ein Grund mehr, warum seine Hilfe auf dem Flugdeck wirklich geschätzt wurde. Nachdem er geduscht und seinen Fliegeranzug angelegt hatte, ging er zum Flugdeck. Er hatte noch eine Stunde bis zum Dienstantritt, aber Kasumi dürfte bald von ihrer Patrouille zurückkehren. In der ersten Woche hatten sie sich noch regelmäßig gesehen, doch die Situation da draußen wurde brenzliger, die Piloten hatten immer dichtere Dienstpläne und die Möglichkeiten die Pläne so zu legen, dass man viel gemeinsame Freizeit hatte, wurden immer weniger. Umso wertvoller wurden diese kurzen Momente, in denen sie sich trafen. Als er auf dem Flugdeck eintraf, sog er den Eindruck in sich auf. Die umtriebigen Techniker und Mechaniker, die Teile austauschten, die Systeme überprüften und neue Raketen an den Halterungen der vielen Hornets, Gladiators und sogar einer kleinen Anzahl Retaliators anbrachten. Die Piloten, die in ihren schweren, militärischen Pilotenkombis zu oder von ihren Maschinen kamen und die Geräusche der Maschinen. Triebwerke die aufheulten oder langsam herunterfuhren, Elektrowerkzeuge, die Dinge an oder abschraubten, Pumpen, die Treibstoff in die Tanks beförderten und das dumpfe Brummen der Schiffsmaschinen, die durch die Lüftungsschächte der Talon hallten. Und dann war da natürlich der Geruch...Öl, Schmiermittel, heißes Metall. Klassischer Werkstattgeruch, der an Zeiten erinnerte, als man nicht schon fast ein Studium abgeschlossen haben musste, um sich an seine Maschine zu wagen. „Hey Lieutenant“ grüßte ihn eine junge Mechanikerin beim Vorbeilaufen, eine Gravplattform mit einigen Panzerplatten vor sich her treibend. „Hi Sandra“ grüßte er die junge Frau mit Ölverschmierten Händen und Gesicht zurück und ging ein paar Schritte zur Seite, wo er Niemandem im Weg stand und beobachtete einfach das Treiben um sich herum. Es war schon erstaunlich, wie schnell und effektiv die Mechaniker hier mit den gewaltigen Kriegsmaschinen umgingen. Geradezu bewundernswert und doch nahm man als Kampfpilot nicht mehr davon wahr, als gerade nötig. Man kannte meistens den Cheftechniker und die Leute, die für die eigene Maschine zuständig waren und den Rest hatte man vielleicht mal gesehen. Aber so war nun mal das Leben. Die Gedanken eines Piloten kreisten eher um Manöver, Waffenkonfigurationen und den Nervenkitzel des Raumkampfs, als um die hart arbeitenden Männer und Frauen, die erst ermöglichten, dass sie da raus konnten, ohne dass ihnen die Maschinen unter dem Hintern in ihre Einzelteile zerfielen. Über all dies dachte er nach, während er sich weiter in Richtung der Maschinen seiner Staffel bewegte und dabei den Kopf hin und her wandern ließ, denn ein Flugdeck war ein gefährlicher Ort, an dem man sich mit Leichtigkeit verletzen konnte, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort stand. Nach etwa zwei Minuten in denen ihm mindestens ein halbes Dutzend Mal jemand beinahe über die Füße gefahren oder ihm in die Hacken getreten war, erreichte er Adams, der selbst in seiner etwas unterdurchschnittlichen Kondition schneller war, als der angeschlagene Pilot. „Ah da sind sie ja Lieutenant. Dann mal frisch ans Werk mein Junge“ grüßte er und kaute dann weiter auf seinem Kautabak herum. „Hornet #1437 hat eine volle Breitseite bekommen. Hat beinahe den linken Flügel abgerissen. Müssen den Flügel wohl abmontieren, retten was zu retten ist und einen Neuen dran schrauben.“ Neugierig betrachtete er den Schaden an der Hornet und musste beim Anblick leicht zusammenzucken. Eine volle Breitseite...mit einer scheinbar großkalibrigen Waffe. Der linke Flügel war von faustdicken Löchern perforiert worden. Dem Dreck um die Löcher herum sah er an, dass mindestens drei Flüssigkeitsleitungen getroffen worden waren und er sah ebenso dass mehrere Kabel lose heraushingen. Ein Wunder, dass der Pilot es zurück geschafft hatte. „Nummer #1437...das ist Nightingale's Maschine. Ist sie wohl auf?“ Adams nickte mit einem breiten Grinsen. „Dieses Weib ist härter als der Stahl aus dem dieses Baby gebaut worden ist. Wenn man sie nicht gerade mit einem Raketenwerfer trifft, wird sie nichts umbringen.“ Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Wie sehr er damit doch recht hatte – sie hatte immerhin eigenhändig einen Vanduul im Nahkampf besiegt. Von Kasumi fehlte jede Spur, scheinbar war sie bereits gelandet und war duschen gegangen, denn ihre Maschine stand in ihrer Box. „Gib mir mal die Kreissäge“ meinte Adams einige Minuten später, als sie die Waffen und Raketen vom Flügel entfernt und das gesamte Konstrukt abgestützt hatten. Garrit wandte sich dem großen, fahrbaren Werkzeugschrank zu und holte die große Säge raus, die laut Adams mit genügend Zeit sich selbst durch das schwerste Schott der Talon sägen konnte. „Schutzbrillen und Ohrschutz drauf, denn gleich fliegen die Funken!“ Der Blick in den Augen des dicklichen Mannes machte Garrit für einen kurzen Moment Angst und er fragte sich was er wohl mit einem Feind machen würde, wenn er ihn in die Finger kriegen würde. Bevor er weiter drüber nachdenken konnte, setzte Adams bereits das Sägeblatt an und Garrit blieb nichts übrig als eilige dem Hinweis nach zu kommen und seine Augen und Ohren zu schützen – und nicht umsonst. Kaum heulte das Gerät los, flogen bereits Funken in alle Richtungen und der Lärm vibrierte in seinem gesamten Körper. Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie ein so vergleichsweise simples Gerät sich durch die fortschrittlichen Legierungen fraß und nach einer guten halben Stunde sich der ruinierte Flügel sich mit einem metallenen Ächzen vom Schiff trennte und nur noch auf den Stützen lastete. „So jetzt vorsichtig die Plattformen drunter, damit wir den Flügel abtransportieren und auseinander nehmen können.“ So verging der gesamte Nachmittag und als Garrit Abends seinen Dienst beendet hatte, war er von Kopf bis Fuß mit Dreck in verschiedensten Farben bedeckt und völlig geschafft. Trotz aller Technik, die man sich zur Nutze machte, war es ein schweißtreibender, anstrengender Job – besonders so weit draußen mit begrenzten Mitteln. Müde und ermattet schlurfte er zurück zu seinem Quartier, zwang sich in die winzige Dusche um den Dreck des Tages abzuwaschen und ließ sich dann einfach ins Bett fallen, um umgehend einzuschlafen. Irgendwann spät in der Nacht ging die Tür auf und Kat kam herein, um auf leisen Zehen zum Bett zu schleichen und sich neben ihn zu legen. Fahrig öffnete Garrit seine Augen, legte seine Arme um seine große Liebe und hauchte ihr einen feuchten Schmatzer auf die Stirn. „Hmmgh hafsch....hrmm...“ murmelte er, nicht wirklich wach genug um einen verständlichen Satz zu äußern, doch Kat lächelte nur, legte ihm den Zeigefinger auf die Lippen, hauchte ein „Schhhh...“ und küsste ihn dann sanft, bevor sie sich an ihn schmiegte und ihm sanft den Rücken streichelte. „Schlaf ruhig weiter...wir können morgen reden.“ Mit dieser Bestärkung brauchte er keine weitere Ermutigung um sofort wieder einzuschlafen. Doch als er Morgens aufwachte und nach Kat fühlte...war sie weg und er lag allein dort, eine Notiz in Kats Handschrift lag auf dem Nachttisch. „Sorry, habe ganz vergessen dass ich einen Termin habe. Mittagessen in der Kantine? xxx Kasumi“. Er schluckte den bitteren Beigeschmack der Enttäuschung herunter, wusste er doch, dass es nur zeitweise so war. Sobald er wieder flugtauglich war, würden sie wieder den selben Dienstplan haben und könnten wieder Zeit miteinander verbringen. Bis dahin musste er sich einfach anstrengen, so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen und die ihm aufgetragenen Arbeiten gewissenhaft zu erfüllen. Und da fiel ihm erst auf, dass er vergessen hatte seinen Wecker zu stellen. Er starrte ungläubig auf die 9 vor der 24 und sprang auf, um sich hastig anzuziehen, das Zähneputzen und das Bart-Trimmen zu überspringen und zum Flugdeck zu hetzen. Er hatte noch nie zuvor verschlafen...Selbst wenn Adams ein kumpelhafter Kamerad war, sah das beim CAG ganz anders aus. „Schön dass Sie es einrichten konnten, Soldner. Jetzt setzen Sie sich, damit wir beginnen können zu entscheiden ob sie wieder fliegen dürfen.“ In dem Besprechungsraum saßen Adams, Dobovitch und Hansen und warteten bereits auf ihn. „Wir haben uns bereits ohne sie unterhalten und Cheftechniker Adams versichert mir, dass sie schon kräftig anpacken können. Doktor Hansen hingegen sagt, dass sie noch mindestens zwei Wochen ruhen sollten. Was sagen Sie, Lieutenant Soldner?“ Mit leichter Schamesröte auf den Wangen setzte sich Garrit und dachte nach. „Sir, ich respektiere die Meinung von Doktor Hansen, doch ich will endlich wieder da raus. Wir brauchen hier draußen jeden Piloten, um der Lage Herr bleiben zu können. Ich will fliegen.“ Adams lächelte leicht, Hansen runzelte die Stirn leicht, doch Dobovitch ließ sich seine Meinung nicht ablesen. Er blickte streng auf einige Berichte und dann Garrit an. „Es geht hier nicht darum was Sie wollen, Lieutenant. Ich schicke keinen Piloten dort raus, der nicht voll diensttauglich ist und damit sein und das Leben seiner Kameraden gefährdet. Sie schonen sich noch eine Woche und dann finden wir uns erneut zusammen. Wegtreten.“ „Sir“ sagte Garrit, schluckte den Kloß in seiner Kehle herunter und salutierte, ehe er den Besprechungsraum verließ. Das war nicht das, was er gehofft hatte zu hören. TO BE CONTINUED
  11. Japp sie ist im Store für satte 180€. Das ist mir ein klein wenig zu viel...
  12. Na dann hoffe ich einfach mal ein Quentchen mehr, dass das jetzt kein bloßer Teaser vom Wingman war, sondern wirklich entsprechende Taten von unseren Helden bei CIG folgen.
  13. Hab mir gerade das Promo Video zum heutigen Wingman's Hangar angeguckt. Besonders interessant für die etwas kaufwilligeren Leute ab 0:11: "Aaand we got a Caterpillar...available again? Says it does so." Ich les daraus: die Caterpillar wird für kurze Zeit wieder verfügbar sein.
  14. Danke. Ich hoffe ich kriege die nächsten Teile etaws regelmäßiger feritg als Teil 4. Mal sehen was ich tun kann und ob die graue Masse zwischen meinen Ohren auch mitspielt
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