Time Capsule

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Die Geschichte des SC-Universums

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Kefka

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Das All wurde langsam zu einem gut besuchten Ort. Schiffe aller Art, ob von der Regierung, von Unternehmen, oder private Schiffe, erkundeten die Randgebiete unseres Sonnensystems.

Im August 2262 machte die Goodman, ein Typ-IV Transportraumer (8 Besatzungsmitglieder), einen Routine-Versorgungsflug zu einer Orbitalplattform am Neptun. Schätzungsweise drei Stunden von den Zielkoordinaten entfernt schlug ein auftreffendes Trümmerstück in den Steuerbordantrieb und brachte das Schiff weit vom Kurs ab.

Die Goodman driftete einige Stunden, bevor das Schiff soweit repariert und in „Schrittgeschwindigkeit“ weitergeflogen werden konnte. Was als nächstes geschah, wurde von den klügsten Köpfen des Planeten untersucht und begutachtet. Dies ist die letzte Übertragung der Goodman, eine Unterhaltung mit einem Operator der nächstgelegenen CommStation.

http://robertsspaceindustries.com/wp-content/uploads/2012/09/time_capsule22626.mp3

Untersuchungen ihrer letzten bekannten Position zu Folge, gab es kein Wrack, nichts. Die Goodman hatte sich einfach in Luft aufgelöst.

Während der nächsten paar Monate verschwanden zwei weitere Schiffe im selben Gebiet unter den gleichen Anzeichen. Weitere Nachforschungen wurden gestartet, konnten aber nicht feststellen, was dort geschehen ist.

Letztendlich wurde das Gebiet zur Flugverbotszone erklärt.

Kefka

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Die Artemis war die Manifestation eines Traumes. Als die Ankündigung kam, dass sich ein Schiff in der Konstruktion befände, um zum nächstgelegenen, potentiell bewohnbaren Planeten vorzustoßen, flippte die Öffentlichkeit aus. Alienwelten und Erstkontakt waren nicht mehr länger der Zuständigkeitsbereich der Sci-Fi, sie wurden zur verlockenden Realität.

Das Schiff würde mit Stasis-Couchen (bekannt als „Kapseln“), Ausrüstung und Vorräte für Terraforming und einem KI-Kern für die Steueranlage ausgerüstet werden. Maximale Kapazität: Fünftausend.

Es erfolgte ein Aufruf nach Freiwilligen.

Niemand spielte die Risiken herunter, von denen es jede Menge gab. Bei stetigem Schub mit den modernsten Triebwerken wird die Artemis über zweihundert Jahre benötigen, um ihre Zielkoordinaten zu erreichen. Vieles kann in dieser Zeit passieren. Dessen ungeachtet gab es über eine Million Freiwillige. Komitees brachen die Listen herunter, in dem Versuch, die beste Kombination aus Fertigkeiten, Branchen und Fachgebieten zu finden.

Im Folgenden handelt es sich um Auszüge der Chariot of Stars, dem offiziellen Begleitbeitrag zum Start, basierend auf den zusammengetragenen Fluglogs, persönlichen Tagebüchern und Zeugenaussagen zur Artemis und ihrem Start.

TIME STAMP: Start = -0d4h38m13s

Am Abend des Artemis-starts überprüfte Captain Lisa Danvers die Schaltplatinen unterhalb der Kommunikationsstation auf der Brücke... zum dritten Mal.

Arthur Kenlo, Technik, saß auf der Armlehne des Kapitänsstuhls. Er hat es aufgegeben, herauszufinden, nach was der Captain suchte.

Lisa hatte ein Problem mit großen Schiffen. Sicherlich, sie hatte vorher schon Transporter geflogen, aber das hier war etwas anderes. Hier gab es tausend Dinge die schief gehen konnten, die, im Falle eines Versagens eine ungeheure Vielzahl verschiedener Funktionen beeinträchtigen könnten.

Es trieb einen in den Wahnsinn und wahrscheinlich machte sie sich selbst verrückt eben weil sie jeder Sache so auf den Grund ging.

„Sind Sie sicher, dass ich Ihnen nicht helfen kann, Captain?“ sagte eine körperlose Stimme aus dutzenden, verborgenen Lautsprechern summend, die über die Brücke verteilt waren. Es war die KI, hilfsbereit, wie immer.

„Nein, es geht mir gut.“ antwortete sie, Kenlo staunte über diese Worte, die ganz klar einen vertrauten Umgang ausdrückten. Lisa konnte nichts Ungewöhnliches entdecken, nichts Fehlendes oder Verdächtiges in den Myriaden der Schaltkreise. Sie hasste diese Prä-Flugangst. Egal, was sie auch machte, es erwischte sie immer schwer. Also traf sie eine endgültige Entscheidung, sich nicht weiter damit zu beschäftigen und einfach das komplette Panel zu wechseln. Kenlo wurde munter.

„Alles klar mit Ihnen?“

„Ja, ich denk schon. Hey Janus?“

„Ja Captain?“ antwortete die körperlose Stimme.

„Erstelle eine neue Reihe von Eventualitätsmaßnahmen für die Stasis-Kapseln.“

„Haben sie irgendwelche spezifischen Parameter?“

„Nein, nutze einfach dein Vorstellungsvermögen.“

„Das ist ein Konzept, für das ich nur ein begrenztes Verständnis habe.“

„Schau über den Tellerrand. Denk an etwas, an das wir noch nicht gedacht haben.“

„Ich werde es versuchen, Captain.“

In dieser Nacht versuchte Janus, der KI-Kern, sich etwas vorzustellen.

TIME STAMP: Start= -0d0h4m21s

Der nächste Morgen, die Welt wartete. Die freiwillige Schiffsbevölkerung befand sich bereits auf einer orbitalen Plattform. Die Ingenieure meinten, auf diese Weise wäre einfacher, da sie sich den Ärger ersparten, fünftausend Startsitze zu entwerfen, wenn sie es nicht unbedingt müssten. So sind sie während der letzten paar Wochen grüppchenweise nach oben übergesetzt worden.

Heute stand der Start der Artemis bevor. Danvers und ihre Kernmannschaft würden sie hochbringen, dann an die Plattform andocken, um die Zivilisten und einige Last-Minute-Vorräte an Bord zu nehmen. Nachrichtenagenturen aus der ganzen Welt haben sich versammelt, bereit diesen Moment in jedem erdenklichen Format einzufangen und ihn auf alles zu schmeißen, was einen Bildschirm hatte.

Lisa war bereits angeschnallt, die Nervosität und der Bammel der vergangenen paar Tage schmolz mit jeder weiteren Sekunde dahin. Sie starrte auf den Hauptbildschirm, auf welchem die Frontansicht des Schiffs dargestellt wurde. Jetzt im Moment war es lediglich eine versiegelte Start-Röhre. Sie sinnierte über das, was dahinter liegt, den Himmel. Den Himmel, den sie liebte. Er wartete auf ihre Rückkehr.

Danvers überflog ihre Prä-Flight-Checks. Sie war gründlich und professionell, konnte sie aber nicht schnell genug hinter sich bringen. Mannschaftsabteilungen meldeten ihr „Ok“, grünes Licht auf dem gesamten Panel. Ein letzter Check-In mit der Flugkontrolle. Sie waren soweit.

Es war Zeit.

Sirenen außerhalb des Schiffs begannen zu heulen. Die massiven Metalltore der Flugröhre wurden mit schweren, dumpfen Schlägen entriegelt.

„Captain Danvers, soll ich die Flugkontrolle übernehmen?“ sagte Janus.

„Nein, das mache ich.“

„Sind Sie sicher, Captain?“

„Ich bin sicher.“

„Aber Captain, es gibt einen Fehlerquotienten von 0,002, dass...“

„Zeig mir einfach den Himmel. Ich bring uns da hoch.“

TIME STAMP: Start: +9d5h12m57s

Janus übernahm die Kontrolle und umkreiste die Erde für eine Woche, als die Mannschaft und die Zivilisten erst einmal in Stasis waren, um nach irgendwelchen Störungen oder Anomalien zu suchen.

Sozusagen als Trockenübung, wie das Schiff sich verhält, wenn es erst mal seinen Vorstoß begann. Würden irgendwelche Probleme auftreten, könnte die Flugkontrolle noch alles abbrechen und die Artemis sogar ferngesteuert wieder zurückbringen, wenn nötig.

Die Flugkontrolle beendete die abschließende Einschätzung der Überprüfungen. Alles sah gut aus. Justin Cobb, der Missionsleiter schaute in die Reihen der Techniker, Wissenschaftler und Analysten.

„Alle bereit?“

Alle nickten.

„Das ist unsere letzte Chance. Wenn einer auch nur die geringste Bedenken oder Zweifel hat, egal wie es sich anhören mag, oder wie sehr die Leute in den oberen Etagen ausflippen würden, dann sagen Sie es besser jetzt.“

Schweigen. Cobb ließ einige Momente verstreichen und nickte, um Kontakt mit der Artemis herzustellen.

„Guten Abend.“

„Wie geht es dir Janus?“

„Ich habe einige Simulationen durchlaufen lassen. Zufalls-Szenarien. Beispielsweise; zufällige Energiefluktuationen, Einschläge von Fremdkörpern, Zusammentreffen mit unbekannten Gasen oder Elementen, Kontakt mit feindlichen Organismen, etc.“

„Irgendwelche Schlussfolgerungen?“

„Ich denke, wir werden Sie zufriedenstellen.“

Cobb blickte zum nächsten Techniker, etwas verwirrt über die Ausdrucksweise der KI. „Du denkst?“

„Ich stelle mir vor, dass mit uns alles hinhaut, Mr. Cobb.“

Zweiundzwanzig Minuten später zündete die Artemis ihre Triebwerke bei maximalem Schub für geplante siebzehn Minuten. Sie passierte den Rand unseres Sonnensystems und flog in das große Meer des Weltraums, in die stille Schwärze, die uns umgibt.

Und so warten wir, von den Dingen träumend, die sie finden werden, hoffend, dass wir eines Tages von den tapferen Männern und Frauen hören werden, die an Bord der Artemis gingen, im Triumphwagen zu den Sternen und als die ersten Botschafter dieser vereinigten Erde ins All hinauszogen.

Kefka

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Als RSI die nächste Generation der Fusionsantriebe ankündigte, eröffneten sich neue und aufregende Aussichten für das Reisen im All, doch nicht jeder war so begeistert:

Bailey konnte es nicht glauben. Bereits zwanzig Minuten im Physikunterricht und sein Blatt bekam gerade jetzt einen neuen Download. Eine neue Triebwerkstechnologie oder so etwas kam heute raus. Er hatte es heute Morgen nur flüchtig mitbekommen, als er sich gerade aufmachte, das Haus zu verlassen, aber diese verlotterten Arbeitsblätter der öffentlichen Schulen bekamen das Lehrbuch-Update erst jetzt.

Mister Caro hat bereits angekündigt, dass wir darüber abgefragt werden und das beschissene Blatt zieht sich erst jetzt das neue Update? Es ist unmöglich. Einfach unmöglich. Das ist so bescheuert. Wie zum Teufel soll ich das jetzt noch lernen?

Drauf geschissen. Ich werde durchfallen. Scheiss auf diese Klasse. Scheiss auf die Bürgerschaft. Scheiss auf dieses ganze System. Ich brauch das nicht...

Mister Caro sagte, der Test würde in zehn Minuten beginnen. Bailey sank in seinen Stuhl und fing an zu lernen.

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Kefka

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Nach fast vierzig Jahren von Versuch und Tragödie, ist der Mars nun offiziell als dauerhaft sauerstoffhaltige Umwelt eingestuft worden. Eine Gedenkstätte die an jene erinnert, die in der großen Tragödie von ´25 ihre Leben gaben, wird direkt nach der offiziellen Erklärung enthüllt, die von Senator Stephen Nguyen als Sprecher gegeben wird.

Dies ist eine Abschrift seiner Rede:

Mein Bruder Sean liebte es zu erschaffen. Als wir Kinder waren war ich der Sportler, der, der die Studenten-Kongresse besucht hat, er hat immer irgendwelche Dinge gebastelt. In unserem Haus war es keineswegs außergewöhnlich, wenn man plötzlich nach Hause kam und die DistroBox auseinandergenommen und auf dem Wohnzimmerboden verteilt vorfand oder Sean wieder in den Lüftungsschächten herumkrabbelte, nur weil er dort etwas klicken gehört hat. Und einmal, ich könnte es schwören, da hat er sogar unseren Hund auseinandergenommen. Er war Zehn, stellen Sie sich das vor, zehn Jahre alt und schon so talentiert. Vielleicht ist talentiert nicht das richtige Wort, weil es nicht nur einfach sein Talent war, es war seine Wissbegierde und die absolute Freude, die es ihm bereitete, wenn er etwas auseinandernahm um zu sehen, was all die einzelnen Teile bedeuteten.

Als die Jahre vergingen, lebten wir uns auseinander. Er war einfach mein verrückter, streberhafter kleiner Bruder der meine Sachen auseinandernahm. Wir sind auf der jeweils entgegengesetzten Seite der Erde zur Schule gegangen. Er hat Maschinenbau und Physik studiert, was niemanden überraschte. Ich zog mein Ding durch.

Als Erwachsene haben wir uns von Zeit zu Zeit besucht, aber ich würde nicht behaupten, dass wir uns auch nur teilweise nahe standen. Eher wie Bekannte, denn wie Brüder. Wir waren einfach zu verschieden. Ich war Fan der Phoenix Five, er dachte, dass es sich um irgendwelche mathematischen Ableitungen handelte. Ich dachte das neue Bürgerschafts-Programm wäre richtungsweisend, um die Menschen zu belohnen, die sich aktiv am Aufbau einer starken Nation beteiligten. Er dachte es wäre elitär. Und so ging es weiter.

Viele Jahre später, als ich meinen ersten Sitz im Bezirk gewonnen hatte, zeigte sich Sean auf meiner Siegesfeier. Ich schätze ein Wahlhelfer musste ihn eingeladen haben. Um ehrlich zu sein, mir kam es nicht mal in den Sinn, das überhaupt zu versuchen. Einige meiner Mitarbeiter machten mich darauf aufmerksam, dass sie ihn in einer Ecke gesehen hätten, offensichtlich bereitete ihm die Menschenmenge Unbehagen. Er ist nicht einmal zu mir gekommen, um mit mir zu reden, er schrieb einfach eine Notiz und bat jemanden, sie mir zu geben. Hört was er schrieb:

„Hey Stephen, es sah so aus, als wärst du in eine Menge wichtiger Gespräche verwickelt, also wollte ich Dich nicht unterbrechen. Aber ich wollte Dir einfach sagen, du bist echt großartig, Mann. Ich weiß wir hatten unsere kleinen und großen Kämpfe aber es macht mir Hoffnung zu sehen, dass jemand in die Regierung geht, der wirklich an ihre Überzeugungen glaubt. Es ist wirklich aufregend und ich freue mich sehr für Dich. Vergiss niemals, egal von welcher Dunkelheit du auch Umgeben sein wirst, sei tapfer, sei Du selbst und alles wird gut werden.“

Mein Bruder Sean. Sean der Zerstörer. Sean der Wieder-Erschaffer. Sean war einer der vielen Verluste in der Tragödie von 2125. Seitdem konnte ich mir nie wieder eine seiner lästigen Monologe über Politik, sein hirnrissiges, dumpfes Geschwafel über Legierungen und Belastungspunkte anhören. Es ist ein Trost, dass das Projekt, welches das Leben meines Bruders gefordert hat nun vollendet ist. Dieses Monument, eine Kleinigkeit, verglichen mit dem Verlust dieser Menschen, wird letztendlich ihre Namen dem Rest der Menschheit für alle Zeiten in lebendiger Erinnerung halten.

Wissen Sie was? Vergeben Sie mir meine Stumpfheit, aber scheiß drauf. Ich möchte nicht, dass Leute auf diese Gedenkstätte schauen und ruhig und in sich gekehrt sind. Ich möchte, dass die in diesen Fels gehauenen Namen Funken schlagen und ein Feuer in ihnen entfachen, ein Feuer sich selbst herauszufordern, die Menschheit herauszufordern. Ich will, dass diese Namen auf diesem Fels zu einem Schlachten-ruf für uns alle werden uns zu übertreffen, aus uns hervorzubrechen ins Universum und unsere Bestimmung zu finden.

Um die Worte meines beknackten Bruders zu nutzen, seid alle tapfer. Seid alle ihr-selbst. Und alles wird gut werden.

Kefka

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Quelle: Sentinel NewsOrg

Hochgeladen: Mid-Atlantic Servers @ 7:53EST

Verfasser: Kelsey Forset

STARTE DATEI...

Heute ist ein schwarzer Tag. Im Streben nach menschlichem Fortschritt neigen die Geschichtsbücher dazu, die tapferen Männer und Frauen zu rühmen, die erfolgreich waren. Die Gebrüder Wright, die John Glenns, die Edwin Pierces definierten sich selbst, weil sie diejenigen gewesen sind, die es geschafft haben, die es durchgestanden haben. Aber um den Monolith jeder Errungenschaft liegen die Körper derjenigen, die es versuchten und gescheitert sind. Heute ist ein schwarzer Tag und heute werden wir die tapferen Männer und Frauen feiern, die ihr Leben gaben in der Tragödie, die sich heute Morgen um 04:38 EST auf dem Mars abspielte.

Während die Öffentlichkeit auf eine offizielle Stellungsnahme bezüglich der Vorfälle wartet, haben unsere Quellen angedeutet, dass eine chemische Fehlkalkulation im planetaren Atmosphärenumwandler die neue Atmosphäre instabil hat werden lassen. „Die Atmosphäre verflog“, teilte ein Regierungsbeauftragter, der darum bat, nicht namentlich genannt zu werden. Der Planet befand sich im Endstadium des Terraformingprozesses. Eine sauerstoffhaltige Umgebung war für die vergangenen zwei Wochen etabliert. Die wissenschaftliche Gemeinschaft auf dem Planeten machte noch Sicherheitsüberprüfungen am System, war jedoch nur noch zwei Tage davon entfernt, den Planeten offiziell als sicher einzustufen.

Dieses Vertrauen in die Atmosphäre führte dazu, dass niemand aus den Mannschaften die entsprechenden Atmungsgeräte getragen hat. Solange es sich technisch nur um eine Verletzung des Bedienprotokolls handelte, so wurde uns mitgeteilt, bestand für die Bodencrews kein Grund zur Annahme, dass die Atmosphäre auch nur in irgendeiner Art und Weise instabil sein könnte.

Was auch immer letzten Endes dafür verantwortlich war, es geschah so schnell, dass niemand in der Lage gewesen ist, einen Alarm auszulösen oder die Belüftungsanlagen der verschiedenen Einrichtungen überall auf dem Planeten zu versiegeln.

Die Tragödie wird zweifelsohne die Diskussion über das Terraforming neu entfachen. In einer Stellungnahme im Blog des Präsidenten heute morgen, erwog sie die Möglichkeit eines internationales Komitees, um festzustellen, wie es von nun an weitergehen soll. „Da ich verstehe, dass die Idee des Terraforming für beiderlei Emotionen – dafür und dagegen – sorgt, 4876 Seelen starben um die Menschheit voranzubringen, müssen wir sicherstellen, dass, zu welcher Entscheidung wir auch immer kommen mögen, wir voranschreiten und das Opfer in Ehren halten, welches die Helden des Mars gebracht haben.“

...BEENDE DATEI

Kefka

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Nach jahrelangen Simulationen und Tests bündeln die Regierungen der Welt ihr Wissen und ihre Ressourcen um die erste planetare Umwandlung in Angriff zu nehmen.

Das Testsubjekt: Mars.

Ein Überwachungsteam wurde zur Erstellung topografischer Karten auf die Planetenoberfläche entsandt, um über den Standort des Atmosphärenumwandlers zu entscheiden und um Bodenproben hinsichtlich der möglichen Verunreinigungen der neuen Sauerstoffumgebung zu testen.

Es war unsere erste grundlegende Erkundung unseren Nachbarplaneten und die Regierungen der Welt wollten nichts dem Zufall überlassen...

Kefka

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Editorial aus dem United Times Archiv

Herausgegeben am 21 August 2113

STARTE DATEI...

„Wann gehen wir zu weit?“

von Hannigan Terrell

Selbst wenn Sie sich in der letzten Woche unter einem Felsen versteckt haben, haben Sie ohne Zweifel von RSIs letzter „Errungenschaft“ gehört. Lassen Sie es mich trotzdem noch einmal für all die Felsbewohner rekapitulieren, die behaupten eine Maschine entworfen zu haben, die „die Atmosphäre eines Planeten verarbeiten kann, um sie in eine andauernde sauerstoffhaltige und für Menschen bewohnbare Umgebung umzuwandeln.“ Kurz gesagt, reden die über Terraforming. Ja, ganz richtig, dieser Science-Fiction-Kram. Mir ist klar, dass jeder von den sich bietenden Möglichkeiten regelrecht hingerissen ist, aber scheinbar hält niemand auch nur einen Moment inne, um darüber nachzudenken, was das tatsächlich bedeutet.

So ist es wieder einmal an mir, die Stimme der Vernunft inmitten dieser Technik-Hysterie zu sein. So ist es, liebe Leser, ich werde nun die Frage stellen, die sonst niemand stellt. Sind Sie bereit?

Wenn wir einen Planeten terraformen können, warum sollten wir?

Ich gebe Ihnen eine Sekunde. Denken Sie darüber nach. Ich sage es nochmal, nur weil wir etwas tun können, müssen wir es tun? Mir ist bewusst, dass die Experten von SSNtv gern ihre Späße über mich machen, mich als einen technophoben hinzustellen, aber ich sag Euch eins, ich hatte kein Problem mit den Cloning-Initiativen. Ich habe nicht einmal ein Problem mit Genkodierung, um vererbte Missbildungen und Krankheiten zu minimieren. Diese Dinge waren Errungenschaften, die halfen ein besseres Leben zu schaffen. Doch wofür ist dies nun? Wem hilft es? An welchem Punkt gehen wir zu weit? Ernsthaft, wir reden davon, die Atmosphäre eines Planeten komplett umzuwandeln. Die Planeten von denen hier die Rede ist, wurden aus einem Grund so geformt, wie sie sind. Wer sind wir, anzunehmen, das Universum würde wollen, dass wir Planeten zu unserem Vorteil modellieren? Wir sind keine Götter und mit den grundlegenden Bausubstanzen eines Planeten herumzuspielen ist arrogant und gefährlich.

Ich weiß dies wird wahrscheinlich auf taube Ohren stoßen. Die Welt ist zu weit emporgestiegen, sich in ihrer eigenen Pracht aalend, aber eins verspreche ich Euch: Nichts Gutes wird hieraus entstehen.

...BEENDE DATEI

Kefka

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Der Morgen des 03.Mai 2075 begann wie kein anderer. Rebecca Childress saß gerade malend am Esstisch, während ihre Mutter die Morgennachrichten sah. Es waren diese Momente, erzählte Rebecca viele Jahre später, die sie am meisten geliebt hat. Wie auch immer, dieser Tag würde ihr im Gedächtnis bleiben, genauso wie jedem anderen Menschen auf dem Planeten.

Auszug aus Rebecca Childress´ Tagebuch:

„Mammi machte heute schon wieder Omelett (ohne Mist!). Ich habe gemalt als ich Papi im Holo sah. Ich schrie nach Mutti. Danny begann zu schreien und rannte um den Tisch. Wie ätzend. Dort stand er, direkt neben dem Präsidenten! Sie redeten über den Weltraum und Kram, der cool war, doch er sah so bedeutend aus, wie er da stand. Wir hatten ihn schon so lange nicht mehr gesehen. Er hatte nun einen Bart. Mammi mochte es nicht, aber finde es lustig.

Immer wenn Papi dabei war, abzureisen, fragte ich ihn, warum er immerzu arbeiten müsse und jedes mal antwortete er mir dasselbe:

Er versuchte mir die Sterne zu schenken.“

Dr. Scott Childress und sein Team stellten den ersten autarken quantenbetriebenen Antrieb fertig, der in der Lage war 1/100stel Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Zum ersten Mal konnte die Menschheit das Sonnensystem mit noch nie dagewesener Geschwindigkeit erkunden.