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Digioso

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Everything posted by Digioso

  1. Also ich kann Blitze aus meinem Allerwertesten verschießen. Und liebliche Gerüche.
  2. "Dreißig tausend... Credits...", murmelte Sarah vor sich hin, als Roche gegangen war. "In der Woche..." Die Freelancerin machte einige Eingaben auf ihrem eigenen Mobiglass. Ihr stockte fast der Atem, als sie die Summe auf ihrem Konto sah. Roche hatte Wort gehalten und ohne mit der Wimper zu zucken ein Vermögen überwiesen. Eigentlich konnte sie sich mit dem Geld fast schon zur Ruhe setzen... Beinahe hätte sie vor Freude laut gelacht. Sie konnte es aber gerade noch unterdrücken, so dass es sich mehr nach einem leisen Glucksen anhörte. Sie aß und trank noch weiter, bis sie sich gesättigt fühlte. Sarah ließ sich Zeit. Sie hatte schließlich Zeit. Das nannte man also Luxus... Echter Wein, der, dem Etikett nach zu urteilen wahrscheinlich fast so viel wie ein kleines Raumschiff kostete. Herrlich leckeres Essen. Sarah stellte sich vor, von jetzt an jeden Tag so zu verbringen. Sich zur Ruhe zu setzen... Sich zur Ruhe zu setzen? Sie hätte fast über sich selber gelacht. Einen Monat, vielleicht auch zwei. Länger würde sie das garantiert nicht aushalten. Sie brauchte die Action, das Adrenalin. Sie war gut und hatte sich einen angesehen Ruf erarbeitet. Natürlich durfte sie niemals offen darüber sprechen, wer ihre Klienten waren, aber man konnte Andeutungen machen... Und es sprach sich herum, wenn man seinen Job gut machte. Sie nahm noch etwas von dem Nachtisch - Mousse au Chocolat mit verfluchter echter Schokolade... Dazu Tiramisu, Vanille- und Schokoladensoßen. Frisches Obst. Fuck! Sie hätte den ganzen verdammten Tag hier sitzen und das Zeug in sich stopfen können. Und wenn sie Roches Angebot annahm würde sie das vielleicht sogar tun können. Tagsüber ein wenig Action und dann abends frische Nachspeisen mit Sahnehäubchen. Das einzige was sie dafür tun musste, was 'Ja!' zu sagen und... Sarah hätte sich beinahe verschluckt und spülte den Bissen mit Wasser aus irgendeiner irdischen frischen Wasserquelle herunter... Und... sie musste nur ihre Seele verkaufen. Skrupellos sein. Hartnäckig, Effizient. Völlig Skrupellos. Das waren seine Worte gewesen. Die ersten beiden waren Komplimente, die sie sich gerne gefallen ließ. Völlig skrupellos... Sarah dachte an Lucia. "Ihr `übscher Arsch ge´ört mir. Sie wird das niemals durchhalten", waren seine Worte gewesen. Mit seinem betont französischen Akzent. Sarah schluckte erneut und dachte an ihre eigene Vergangenheit. Sie war von zu Hause geflogen, wollte runter von dem scheiß Planeten namens Reisse und weg von ihren bekifften Eltern, Abenteuer erleben, das große Geld machen. Man hatte sie natürlich prompt erwischt und sie durfte einige Nächte in einer Zelle verbringen. Man war nicht gerade freundlich zu ihr gewesen, aber... das, was Roche mit Lucia vorhatte war wohl noch etwas weniger freundlich als "nicht gerade freundlich". Sie hatte es einige Male mit Sklavenhändlern zu tun gehabt und konnte sich gut und gerne vorstellen, dass Lucia gerade noch als Lustobjekt für irgendwelche fetten Schnösel dienen konnte - wenn sie Glück hatte. Das leckere Essen sah plötzlich gar nicht mehr zum Anbeißen aus. Am Anfang klang die Mission danach, die entlaufene Tochter zurück in die heimischen Gefilde zu bringen. Sarah war nicht das einzige Mädchen, das von zu Hause geflohen war und Abenteuer erleben wollte. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass Sarah ein Kind zu seinen Eltern zurückgebracht hatte. Danach hatte es sich angehört. Lucia zurück nach Hause bringen. Aber jetzt...? Wenn das hier Lucias zu Hause war... Roches Worte kamen ihr erneut in den Sinn. "Ihr `übscher Arsch ge´ört mir. Sie wird das niemals durchhalten" ~Fuck! Du solltest nicht an Lucia denken, Mädchen! Du hast jetzt genug Geld. Wenn du keinen Bock mehr auf Roche hast, sag 'Nein!' und verpiss dich! Du wirst weder ihn noch Lucia jemals wiedersehen.~ Ja... ab in die Hornet und weg. Das sollte sie tun. Weg von Roche, weg von Lucia. Das war die richtige Entscheidung. Sarah stand auf und ging in ihre Kabine zurück. Sie war auf einem Raumschiff und die scheiß Kabine war größer als die Wohnung ihrer Eltern auf Reisse... Die junge Frau sah zu ihrem Raumanzug. Selbst dieser roch nicht mehr nach der tagelangen Benutzung. Wie auch immer sie den sauber bekommen hatten - wow. Sarah zog sich um und schlüpfte in den Raumanzug. Die Pistole lag vertraut im Holster an ihrem Gürtel. Sie verließ die Kabine und machte sich auf den Weg. ~Ehm, Sarah...~, meldete sich ihr Unterbewusstsein. ~Zum Hangar geht es dort...~ "Ja, weiß ich", sagte sie zu sich selbst. Sarah wusste genug über diese Klasse von Schiffen, um zu wissen, so sich die Brigg befand. ~Du solltest das nicht...~, versuchte es ihr Unterbewusstsein erneut. "Ja, weiß ich."
  3. Sarah schätzte ihre Chancen ein. Die Demonstration mit der Zerstörung des anderen Schiffs saß ihr schwer im Nacken. Vor ihrem geistigen Auge spielten sich mehrere mögliche Szenarien ab. Die meisten davon endeten mit einer zerstörten Hornet Ghost oder mit ihr selbst als Spielzeug in irgendeiner dreckigen Spelunke. Lucia überlebte die meisten davon… Was wohl daran lag, dass der nette Monsieur Roche eher an der Unversehrtheit von Mademoiselle Monrowe als an der von Madame Johnson interessiert war. Der nette Monsieur lud sie dann auch freundlich und höflich, aber sehr bestimmt, zum Essen ein. Das Angebot war so verlockend, dass es Sarah kaum in den Sinn kam, es abzulehnen. Zum Teil natürlich, weil IHRE verdammten Credits auf dem Schiff waren und zum anderen, weil es Sarah nicht entgangen war, dass die Möwe ihre Waffensysteme nach der Zerstörung des anderen Schiffs NICHT deaktiviert hatte. „Eine Dusche mit echtem Wasser?“, hakte Sarah kurz nach und setzte ihr bestes, gekünsteltes Lächeln auf. „Solch eine Einladung kann ich unmöglich ausschlagen und es wäre mir eine große Ehre, mit Ihnen heute Abend zu speisen, Monsieur.“ Sarah drehe sich halb der Magen um bei dem Gedanken daran. „Die Dusche würde ich allerdings vorher aufsuchen wollen. In meinem aktuellen Zustand wollen Sie mich nicht sehen, das versichere ich Ihnen.“ Seine letzten Worte ließen bei ihr sämtliche Alarmglocken schlagen. Ein Angebot? „Natürlich höre ich mir gerne Ihr Angebot an.“ Sarah konnte Roche nicht wirklich einschätzen. Er war skrupellos und ein Widerling, der sich hinter einem gekünstelten Akzent versteckte und einen auf Gentleman machte. Sarah hoffte, dass sein Angebot nichts damit zu tun hatte, dass sie die Möwe durch die Luftschleuse verließ – ohne Raumanzug selbstverständlich. Sarah tippte einige Befehle in die Konsole, woraufhin sich die Aurora in Bewegung setze. „Ich habe den Landecomputer von Mademoiselle Monrowes Schiff auf Landebucht drei programmiert.“ Sarah sah auf den Monitor und in das Gesicht von Roche. „Bis nachher“, fügte sie hinzu und brach die Verbindung zur Möwe ab. Kurz öffnete sie einen Kanal zur Aurora. "Die Aurora landet in Bucht drei.“ Lucias „Danke“ versetzte ihr einen Hieb. „Wofür?“, hakte Sarah vorsichtig nach. Die Antwort von Lucia ließ ihr den Magen verkrampfen. Sie sah kurz weg. „Tut mir Leid. Im Moment kann ich nichts mehr für Sie tun… Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit…". Sarah brach ab und beendete die Verbindung. Kurz darauf steuerte sie auch schon ihre Hornet Ghost in Richtung von Landebucht fünf. Was sie dort wohl erwartete?
  4. Sarah seufzte, als Lucia sich weigerte, in die Schlafkoje zu gehen. Allerdings schienen ihre Befürchtungen unbegründet, denn Lucia versuchte nicht sofort, das Schiff zu hacken und die Kontrolle darüber zu übernehmen. Stattdessen zündete sie sich eine Zigarette an und qualmte die Aurora voll. Sie sande eine Nachricht an ihren Auftraggeber mit dem Inhalt, dass sie die Zielperson unbeschadet in Gewahrsam genommen hatte. "Sie wissen, dass das schlechte für die Gesundheit ist?", kam Sarahs Stimme anschließend aus den Lautsprechern der Aurora, ließ Lucia aber keine Zeit zur Antwort. "Sie mögen mir vielleicht nicht glauben, aber ich hätte es für uns beide als deutlich angenehmer empfunden, wenn Sie auf Cathcart einfach mitgekommen wären. Ich weiß nicht genau, weshalb mein Auftraggeber eine solch exorbitant hohe Summe für Sie zahlt, aber... sie ist verdammt hoch. Zu hoch als das ich diesen Job einfach so sausen lassen könnte. Ich habe keine Ahnung, was er mit Ihnen genau vorhat. Meinen Recherchen nach dürfte der sprichwörtliche 'Vogel im goldenen Käfig' wohl hinkommen." Sarah sah auf die Uhr. Roche würde wohl in knapp einer halben Stunde hier sein. Sie sprach wieder in ihr Com-Gerät. "Ich kann mir schlimmeres vorstellen. Eine Gefangene zu sein ist trotzdem scheiße." Die Pilotin lehnte sich im Sitz zurück und bereute jetzt schon die Worte, die sie gleich sagen würde. "Ich werde versuchen, dass Roche mich sofort bei der Übergabe bezahlt. Sobald ich aus der Schusslinie bin, könnten Sie sich Zugang zu den Schiffssystemen der Aurora verschaffen und sich ebenfalls aus dem Staub machen." Die meisten Systeme der Aurora waren deaktiviert, inklusive Schilde und Waffen. Hin- und wieder zischten die Manövrierdüsen um das Schiff auf Position zu halten, aber das war es auch schon. Ungefähr dreißig Minuten später... Sarah hatte die Aurora mit Lucia ins Visier genommen und die Zielerfassung der Raketen aufgeschaltet. Wenn es hart auf hart kam, würde sie damit drohten, Lucia umzubringen. Ihr Com-Gerät sprang an und zeigte Roches selbstgefälliges Grinsen. Wenige Augenblick starteten einige Raketen von seinem Schiff und zerstörte die Constallation. "Wieso...?", murmelte sie vor sich hin, hielt aber inne, da das Com-Gerät noch intakt war. Sie hatte Roche als ziemlichen Arsch eingeschätzt und war sich sicher gewesen, dass er verdammt skrupellos war. Das ganze Ausmaß wurde ihr allerdings jetzt erst bewusst. Sarah betätigte ihre Steuerdüsen und brachte die Hornet in eine etwas andere Position aus der sie besser würde ausweichen können. Sarahs Plan, Lucia nach Erhalt des Geldes entkommen zu lassen, kam gerade ziemlich ins Stocken. Sie würde sich wahrscheinlich glücklich schätzen können, überhaupt bezahlt zu werden. "Mrs. Monrowe befindet sich in der Aurora", erklärte sie. "Ich hoffe, dass unsere Abmachung noch besteht?"
  5. Das 'Verhandlungsgespräch' war eigentlich ganz gut gelaufen, fand Sarah. Sie hatte weder Interesse an der Tiara noch an den Rest der Crew und durch Lucias Vorschlag waren beide Dinge aus der Welt. Das einzige Problem war... würde sie Wort halten? Würde sie nicht einfach den Antrieb reparieren, die Waffen und Schilde hochfahren und versuchen wollen, sich ihren Weg rauszuboxen? Verdammt lange fünfzehn Minuten vergingen. Unruhig lag ihr Finger am Abzug der Raketenkontrolle. "Verfluchte Scheiße!", schimpfte Sarah vor sich hin und versuchte sich irgendwie zu beruhigen. "Gaaaaanz ruhig... Das läuft alles gut", sagte sie zu sich selbst. "Wie damals mit der Howard III." Ihre Erinnerungen gingen kurz in die Vergangenheit, als sie sich an das Ereignis erinnerte. Irgendein 'Geheimagent' oder so hatte jemanden gebraucht, der ihn zu der Station brachte, draußen wartete und ihn nach seiner Arbeit wieder mitnahm. Sarah hatte also an der Station angedacht, ihr Paket abgeladen und dann... gewartet. Eine Stunde... Zwei Stunden... Drei... Fünf... Ihr Herz hatte die ganze Zeit wie wild geschlagen und ihren Körper mit Adrenalin vollgepumpt. Jede verdammte Sekunde hätte Station Security auftauchen und sie ins Nirwana pusten können. Mehrfach hatte sie überlegt, einfach den Schwanz einzuziehen und abzuhauen. Was, wenn sie ihn gefasst hatten? Was, wenn sie ihn folterten und er seine Komplizen verriet? Was... wenn überhaupt gar nichts geschah und sie bis ans Ende ihrer Tage auf dieser scheiß Station warten würde, eingeengt in dem Cockpit ihrer Aurora. Nach fünf langen Stunden, die ihr eher wie fünf Tage vorgekommen waren, kam der Typ auch endlich zurück. Im Schlepptau ein halbes Dutzend schwerbewaffneter Männer. Eine ihrer Raketen aus dem mobilen Raketenwerfer verfehlte die Aurora nur knapp. Die nächste traf, allerdings war der Mann dann schon an Bord gewesen und Sarah hatte die Schilde oben. Wenn Sarah eines hasste, dann war es warten. Warten darauf, dass irgendetwas geschah. Oder das nichts geschah. Sieben Minuten waren vergangen - sagte zumindest ihre Uhr. Ihr verkrampfter Zeigefinger am Abzug sagte ihr, dass das nicht sein konnte. Sie löste die Hand kurz von der Kontrolle, schloss für einen Moment die Augen und versuchte sich zu entspannen. Wie machten das diese Yoga-Fuzzys? Tief einatmen und... Sarah hustete. ~Tief einatmen my ass...~ Neun Minuten... Ihr Finger war wieder am Abzug. Dann kam langsam Leben in die Bude. Sarah konnte Lucia an der Schleuse zwischen den beiden Schiffen sehen. Sie ging auf die andere Conny. Und dann... setzte sich die Tiara unendlich langsam in Bewegung, wurde schneller und schneller und sprang. Sarah atmete tief ein und aus. Sie übertrug einige Befehle an ihre Aurora, die sich daraufhin in Bewegung setzte und an der Constallation andockte. Aus den Lautsprechern der Aurora ertönte Sarahs Stimme. "Bitte legen Sie sich in die Schlafkoje." Vorsichtshalber hatte sie alle Systeme der Aurora auf Fernkontrolle gestellt. Sie hoffte, dass Lucia nicht auf dumme Gedanken kam und das System hackte. Nun, zumindest war die Aurora ihrer Hornet unterlegen und in ein paar Stunden würde ihre Verstärkung hier sein.
  6. Es dauerte nicht mehr lange, bis jemand auf Sarahs Ruf reagierte. "SIE", antwortete Sarah knapp. "Falls Ihnen mein zweites Schiff auf sechs Uhr noch nicht aufgefallen sein sollte, werfen Sie vielleicht einmal einen Blick nach hinten." Sarah war innerlich ziemlich nervös, aber irgendetwas war seltsam. Das zweite Schiff hatte seine Schilde nicht hochgefahren und es machte auch keinerlei Anstalten, die Waffensysteme hochzufahren. Ihre Vergrößerung zeigte auch niemanden im Cockpit. Hatte die Crew der Tiara vielleicht die Besatzung festgesetzt oder gar schlimmeres...? Sarah tippte schnell einige Befehle ein. Die Aurora schwenkte in Richtung der Tiara und das Zielerfassungssystem markierte diese als Ziel für die nächste Raketensalve. "Wenn Sie auf Cathcart direkt mitgekommen wären, hätte es uns beiden eine Menge Zeit und Arbeit erspart. Sorry, dass es dann jetzt auf die harte Tour sein muss." Sarah senkte den Blick kurz zu ihren Anzeigen und sah dann wieder auf. "Nette Idee die Lebenserhaltung auszuschalten, um die Schilde hochzufahren. Ich glaube aber kaum, dass sie die nächste Salve aufhalten können." Ihr Blick wurde ernst und die Stimme nahm einen drohenden Unterton an. "Also, hier ist der Deal: Ihre Besatzung, Ihr Schiff und auch das zweite Schiff sind mir völlig egal. Ich will nur SIE. Ich bin allerdings bereit, gewisse... Kollateralschäden dafür in Kauf zu nehmen."
  7. Sarah wurde langsam unruhig. Sie konnte sehen, wie die Anzeigen auf den beiden Schiffen langsam besser wurden. ~Wo bleibt meine Aurora?~, schimpfte sie vor sich hin. Nach dem ziemlich dämlichen Drop, der beide Schiffe zum Glück für sie ziemlich stark beschädigt hatte, schien es jetzt wieder ruhiger geworden zu sein. Durch die Kameravergrößerung konnte sie erkennen, dass ein Besatzungsmitglied der Tiara (Logan glaubte sie sich zu erinnern) offensichtlich Wache hielt während die Besatzung des anderen Schiffes Kisten auf die Tiara schleppte. Sarah hätte laut gelacht, wenn nicht so viel Geld auf dem Spiel stände. Lucia Monrowe schien also unter die Piraten gegangen zu sein und plünderte gerade fröhlich vor sich hin. Der Rest von Lucias Besatzung schien wohl das Schiff zu reparieren, während sich Lucia selber nach einiger Zeit in das Cockpit der anderen Conny gesellte und dort irgendetwas an den Konsolen machte. Keiner schien auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, die Geschütztürme der Connies zu bemannen. Und dann - nach einer schier endlosen Zeit des Wartens, erschien auf Sarahs Radar ein weiterer Blip. Ihre Mundwinkel formten sich zu einem Lächeln, während ihre Finger Befehle eintippten. Ihre unbemannte Aurora positionierte sich in einiger Entfernung hinter den beiden Schiffen. Die ehemalige Testpilotin seufzte. "Wir hätten das auch einfacher regeln können... Du hättest doch einfach nur auf Cathcart mitkommen müssen und wir alle wären glücklich und zufrieden gewesen, aber nein..." Sarah unterdessen verließ ihre Deckung ihrerseits so weit, dass sie freie Schussbahn hatte. Sie fuhr die Waffensysteme und Schilde zu voller Stärke hoch und... Kurze Zeit später erklangen Warnmeldungen der Bordcomputer auf beiden Schiffen: "Achtung! Wir sind erfasst worden! Raketenalarm!" Die Aura hatte mit ihrem Zielerfassungssystem auf die zweite Conny aufgeschaltet und dort den Antrieb anvisiert, während Sarahs Raketenwerfer genau auf das Cockpit der Tiara zielte. Kurz darauf rief sie die beiden Schiffe und wartete darauf, dass man ihr antwortete.
  8. Was auch immer sie getan hatten... Anscheinend waren sie damit so langsam irgendwie fertig. Sarah sah auf ihren rechten Zeigefinger hinab der leicht nervös vor der Raketenkontrolle zuckte. Sie zog ihn zurück. Sarah mochte Feuerwerk, aber im Moment wäre das wohl nicht angebracht gewesen. Lucia schien zumindest, soweit Sarah das beurteilen konnte, noch am Leben zu sein. ~Es hätte alles soooooo einfach sein können~, dachte sie bei sich. ~Aber nein...~ Die ehemalige Testpilotin seufzte, dachte kurz nach und gelangte dann zu dem Schluss, dass sie ein Problem hatte. Ihre F7C-S Hornet Ghost war zwar prinzipiell ein tolles Schiff, hatte aber einen entscheidenden Nachteil: Sie war ein Einsitzer und der Sitz war nicht groß genug, um noch für einen zweiten Menschen Platz zu bieten. Allerdings schien sich das Problem von selbst zu erledigen, als auf einem der Displays eine Nachricht erschien und ihr mitteilte, dass Sarahs zweites Schiff, eine Aurora, gerade das System erreicht hatte. Sie hatte das Schiff in einiger Entfernung 'geparkt' und angewiesen, ihrer Hornet automatisch zu folgen und auf Abstand zu bleiben. Alleine die beiden Schiffe zu kapern dürfte wohl auch eher schwierig zu sein. Überhaupt hoffte Sarah, dass das zweite Schiff sich bald aus dem Staub machen würde. Beide waren nach dem offensichtlich gescheiterten Rammmanöver ordentlich beschädigt worden. Ihre Schilde waren derzeit offline und Sarah hoffte, dass dies auch für die Waffensysteme galt. Zumindest waren die Türme derzeit nicht bemannt, so dass niemand auf sie schießen konnte. "Problem gelöst", sagte sie halblaut zu sich selbst, als ihr ein relativ verwegener, aber doch recht erfolgsversprechender Plan einfiel. Sie übermittelte eine kodierte Nachricht an ihre Aurora und gab ihr Anweisung, sich ihrer aktuellen Position zu nähern. Sarah konnte die Aurora komplett von ihrer Hornet aus steuern, so dass Lucia im Inneren nichts würde machen können außer zuzusehen. Jetzt musste sie nur noch auf den richtigen Augenblick warten...
  9. Jo, die Autogramme waren sehr doof... Lag aber daran, dass die sich immer unterhalten haben statt Autogramme zu geben. :(
  10. Ich hoffe, dass sie irgendwie dazuschreiben, welche Hangar für welche Sonnensysteme zugelassen sind. Chris sagte gestern, dass es z.B. der Luxus-Hangar von R&Y wohl nur in zivilisierteren Gegenden (z.B. unser Sonnensystem) geben wird. Bei weniger ziviliserten Systemen (also nicht-UEE-Systeme sag ich jetzt mal) ist man dann eher bei Selfland oder so. Wäre schön, wenn sie es vorher sagen. Sowas wie: Wählst du Selfland kannst du dein Starthangar in System x und y haben, wählst du Aeroview, kannst du nach x, aber nicht nach y, dafür aber nach System z. Sprich ´ne simple Tabelle oder so.
  11. Habe da auch so ca. 2,5h gewartet... Und dann schlussendlich zwei Poster mit Autogrammen von Chris, Erin, Erik und Sandi bekommen. Und auch ´nen Foto mit Sandi.
  12. Gelangweilt blickte Sarah immer wieder auf ihre Anzeigen, um ihr Ziel auch ja nicht aus den Augen zu verlieren. Es war mehr eine Routine als eine Notwendigkeit. Der Computer hatte das Schiff gescannt und behielt die Tiara immer im Fokus. Allerdings fragte sich Sarah, wo das Schiff wohl hin wollte. Sie hatte das Schiff jetzt schon eine ganze Weile verfolgt und wünschte sich eigentlich nichts sehnlicher als eine Dusche. Das Cockpit ihrer Hornet Ghost war nicht für dauerhafte Aufenthalte ausgelegt und bot kaum genug Platz, um sich einmal richtig zu strecken. Zumal sie ihre Toilette ebenfalls in den Anzug verrichten musste, der zwar über entsprechende Auffangbehälter verfügte, aber alles andere als angenehm war. Aber der dicke Batzen Credits, der sie am Ende hoffentlich erwartete, ließ sie all dies ertragen. "Ziel nähert sich dem Sprungpunkt", merkte der Computer an. Sarah nickte und programmierte den Computer entsprechend, so dass er an der Tiara dran blieb. Dann machte sie sich ebenfalls für den Sprung bereit. Die Welt um sie herum verschwamm als sie in den Hyperraum eintrat. Wenig später erreichten sie wieder den Normalraum. Sarah aktivierte die Tarnvorrichtung der Ghost und wies den Computer an, die Umgebung nach der Tiara abzusuchen. "Ziel erfasst", teilte ihr der Computer nach einigen Augenblicken mit. Zufrieden dass alles in Ordnung war blickte sie auf die Koordinaten und bekam große Augen. Sie befanden sich mehr oder weniger im Nichts. "Scanne das Schiff", befahl Sarah dem Computer und betrachtete die Ergebnisse. Überrascht sah sie auf. Kein Wunder, dass sie sich hier im Nichts befanden. Das R-2-82 der Tiara schien sich verabschiedet zu haben. Sarah lachte laut auf. Was für ein Glücksfall. Sie betätigte das Kommgerät und kontaktierte ihren Auftraggeber. „Salute Mademoiselle Johnson! Wie läuft die Jagt?“ Roche war wie immer betont freundlich, fast zu freundlich wie Sarah fand, aber er bezahlte gut. „Ich habe gute Neuigkeiten für sie, Roche. Ihr Ziel scheint ein technisches Problem zu haben und zappelt hier sozusagen am Hacken.“ – „Was meinen Sie mit einem Technischen Problem?“ Sarah grinste, „Ihr R-2-82 ist im Eimer. Die springen eine Weile nirgends hin.“ –„ WO!“ Roches jäher Ausbruch ließ sie kurz im Sitz zusammenzucken. „Ich… Ich gebe ihnen die Koordinaten durch.“ – „Tun Sie das! `alten sie mich auf dem Laufenden! Wir sind in sechs Stunden bei ihnen! Roche Ende!“ Sechs Stunden also noch... Dann würde sie hoffentlich quasi in Geld schwimmen. Auch wenn ihr dieser Roche sehr zwielichtig vorkam. Es war eine Art von Zwielichtigkeit, die ihr sehr unangenehm war und ihr Angst machte. Dieser Typ ging garantiert über Leichen - und es war ihm scheißegal wie viele davon. Sie hoffte nur, nicht ebenfalls eine davon zu werden. Eine Zeit des Wartens später.... "Ein weiteres Schiff nähert sich unseren Koordinaten". Sarah hatte etwas gedöst und schreckte auf. Müde rieb sie sich kurz die Augen, sah dann auf die Anzeigen und runzelte die Stirn. Ein weiteres Schiff... Hier im Nirgendwo? "Neuankömmling macht Waffensysteme bereit", teilte ihr der Computer mit. "FUCK!", rief Sarah. Wenn das zweite Schiff das Feuer eröffnen und die Tiara zerstören würde konnte sie sich die Credits abschminken. Sarah manövrierte ihr Schiff zu einem herumschwebenden Asteroiden, passte ihre Geschwindigkeit an und fuhr ihre eigenen Waffensysteme hoch. Zur Not würde sie die Tiara verteidigen, auch wenn sie dafür ihre eigene Tarnung würde aufgeben müssen. Sie wartete, aber irgendwie schien kein Schuss zu fallen.
  13. Wenn Cathcart eines hatte, dann waren es genug dunkle Ecken und Seitengassen, von denen aus man jemanden ungesehen beobachten konnte. Sarah machte sich diesen Umstand zu Nutze und folgte Lucia sowie den anderen durch die Slums bis zum Raumhafen. Mittlerweile war die Gruppe auf vier Personen angewachsen, welche ziemlich unbeschwert miteinander plauderten und dabei auch nicht sonderlich auf ihre Umgebung achteten. Leider konnte Sarah nicht herausbekommen, um was genau es sich bei ihrem großen Vorhaben, oder 'Neuanfang' handelte. Ein Bisschen tat es ihr ja schon leid, aber hey, die Welt war halt so und am Ende war sich jeder selbst der nächste. Sarah war allerdings doch etwas erstaunt, als sie das Ziel der Gruppe sah: Eine Constallation - und sogar scheinbar auch noch einigermaßen in Schuss. Sie zoomte an das Schiff heran, nahm ein Foto von der ID sowie dem Namen und schickte eine weitere Nachricht an ihren Auftraggeber, einem gewissen Mr. Roche, der im Auftrag von Mr. Adams handelte und Sarah angeheuert hatte. "L. Monrowe in Begleitung von 3 Bewaffneten. Sind an Bord einer Constallation. Name: Tiara, ID: ME477UEC, Nehme Verfolgung in meinem Schiff auf. J. Johnson." Nachdem sie die Nachricht verschickt hatte machte sich die Söldnerin auch auf dem Weg zu ihrem Schiff, welches glücklicherweise nicht allzu weit entfernt in einer der Buchten auf sie wartete. Ein Druck auf ihr MobiGlas öffnete ihr den Einstieg, sie kletterte die Leiter zum Cockpit der Hornet Ghost hoch, stieg ein und setzte den Helm auf. Die Kontrollen begannen zu blinken und der Bordcomputer gab einige piepsende Geräusche von sich als er hochfuhr. "Anil Aerospace Hornet", erklang die synthetische Stimme des Computers als sich die Luke auch wieder schloss. Sie nahm das Display in Augenschein. Der Computer zeigte ihr nach kurzer Zeit die Schiffe im Umkreis an. Eines davon interessierte sie allerdings ganz besonders. Sarah markierte die Tiara und ließ einen Scan des Schiffes laufen. Sie selbst schaltete den Tarnmodus ein, wodurch ein Großteil der im Moment nicht benötigten Systeme abgeschaltet worden und das Schiff somit nur noch schwer auszumachen war. "Los geht's", sagte Sarah zu niemand bestimmten und zündete die Triebwerke.
  14. (Wie heißt Lucia jetzt eigentlich mit Nachnamen? Morowe oder Monrow? Hast in deinem Steckbrief beide Schreibweisen. ) Sarah entspannte sich, als sie hörte, wie die Waffe hinter ihr wieder gesichert und weggesteckt wurde. Auch Lucia Monrowe schien zumindest nicht darauf erpicht zu sein, hier und jetzt ein Blutbad anzurichten. Sarah griff nach dem Cocktail, leerte den Rest mit einigen schnellen Zügen, griff dann nach ihrer Waffe und steckte diese ein. Sie seufzte kurz und nickte Lucia zu, die sich zusammen mit Logan wohl auch gerade aus dem Staub machen wollte, aber anscheinend mit der eben eingetroffenen Frau eine alte Bekannte getroffen zu haben. Man konnte der Pilotin wohl kaum unterstellen, es nicht auf die nette Tour versucht zu haben. Auch wenn die harte Tour bedeutete, dass Sarah nicht ganz so gut bezahlt werden würde, war es immer noch besser als tot zu sein. Zumal die nicht-ganz-so-gute-Bezahlung sich immer noch sehen lassen konnte. Sarah nickte dem Wirt noch einmal zu, verließ die Bar und suchte sich einen Beobachtungsposten, von dem aus sie Lucia beobachten konnte. Ihr Ziel hatte behauptet ein Schiff zu haben. Es wäre also durchaus recht praktisch, zu wissen, welches und wo es stand. Dann zückte sie ihren Kommunikator. Wenige Augenblicke später suchte sich eine Raumnachricht den Weg zu einem ganz bestimmten Empfänger. Ihr Inhalt: "L. Monrowe verlässt gerade die Funny Fish Bar auf Cathcart. Ist in Begleitung mehrerer bewaffneter Personen. Scheint über ein Schiff zu verfügen. Beobachte sie. Benötige Unterstützung. J. Johnson."
  15. Okay, das hatte Sarah nicht erwartet. Sie war sich recht sicher gewesen, Lucia damit weich zu kriegen. Die Schnulzennummer klappte fast immer - aber eben auch nur fast. Sie hatte die Sache sogar ernst gemeint. Ihre eigenen Eltern waren durchgeknallte Kiffer auf Rhetor III. Sie selbst hatte sich - wie Lucia - ebenfalls mühsam eine eigene Existenz aufbauen müssen. Allerdings wartete auf sie zu Hause keine millionenschwere Firma wie bei Lucia. Sarah seufzte. Ihr Blick wanderte kurz zu der Waffe vor ihr und sie dachte einen Moment lang nach. Vor ihrem geistigen Auge halbierte sich die Summe gerade. Wobei selbst die Hälfte noch eine Menge Credits darstellte. Sollte sie es auf die harte Tour versuchen? Sie entschied sich schlussendlich dafür, dass ihr Leben ihr mehr wert war. Die Schwarzhaarige seufzte abermals und nickte langsam. "War'n Versuch wert", sagte Sarah, griff nach dem Cocktailglas und wollte sich gerade erheben, als sie hinter sich ein ihr vertrautes Klickgeräusch wahrnahm. Die Stimme hinter ihr klang nach dem Kerl, der vorhin an der Bar den dämlichen Kommentar abgelassen hatte. Offensichtlich gehörte er zu ihr. Zumindest kannten die beiden sich, da sie sich beim Vornamen nannten. ~Logan, hmm? War wohl doch die richtige Entscheidung gewesen, es nicht auf die harte Tour zu versuchen~, dachte sie bei sich. Lucia wollte, dass Sarah ging, Logan war da wohl anderer Meinung. Sarah brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass er ihr mit einem Fingerzucken das Hirn wegblasen konnte. Daher entschied sie sich dazu, im Moment erst einmal nichts zu sagen und abzuwarten. Lucia würde ihr aktuell vermutlich nichts tun und sie einfach gehen lassen, aber Logan... Sarah konnte ihn nicht einschätzen. Dann ging die Türe auf und noch jemand betrat die Bar. Sarah warf ihr einen kurzen Blick zu, in der Hoffnung, nicht noch einen weiteren potentiellen Gegner zu haben. Doch die Frau, die die Bar betreten hatte, schien sich ziemlich unwohl zu fühlen und setzte sich an einen der Tische am anderen Ende des Raumes. Dann wandte Sarah ihre Aufmerksamkeit aber wieder ihrem eigenen Tisch zu. Sie spannte die Muskeln an, um im Fall, dass Logan sich entscheiden sollte, abzudrücken, vielleicht noch einen Sprung zur Seite hinlegen zu können.
  16. Ganz langsam ließ Sarah die Laserpistole sinken. Bisher war noch kein Schuss gefallen. Das war gut. Ihr Gegenüber schien noch mit sich zu hadern und hatte für einen Moment die Augen geschlossen. Was hinter den geschlossenen Augenlidern vor sich ging konnte Sarah nicht erahnen. Für sie sah es einfach so aus, als würde Mrs. Monrowe überlegen, was sie tun sollte. Dass Sarah gerade in Lucias Welt blutüberströmt auf dem Boden lag... Das Wissen darüber wäre einerseits sicherlich recht amüsant gewesen auf der anderen Seite allerdings auch ziemlich beängstigend. Sarahs Auftraggeber hatte ihr ein paar Details mitgegeben. Darunter befand sich auch die psychologische Einschätzung von Lucias Zustand, welcher ihr mit 'höchst labil und verwirrt, aber ansonsten eher ungefährlich' beschrieben worden war. Sarah hatte daraus eher ein 'geisteskranke Psychopathin, die dich abknallt, weil sie dich für einen Vanduul hält. Oder weil sie denkt, dass du ihren Lieblingsteddy einen Arm abgerissen hast' interpretiert. Wie weit Wahrheit und Interpretation nun beieinander lagen war schwer zu sagen. Jemand, der eine Halbautomatik auf einen richtete, war Sarahs Auslegung nach nicht als ungefährlich einzustufen. Allerdings hatte sie noch nicht abgedrückt, so dass Lucia wohl auch noch nicht ganz beim Psycho-Killer-Teil der Interpretation angekommen war. Oder sie hatte gar keinen Lieblingsteddy. Lucia öffnete ihre Augen kurz wieder. Die ganze Szenerie mochte nur eine Sekunde gedauert haben. Als Sarah die Waffe langsam sinken ließ, nahm auch Lucia den Finger vom Abzug und drehte schließlich die Waffe weg, legte sie dann vor sich auf den Tisch und ließ sich in ihren Sessel fallen. Sie sah, wie Lucia einen tiefen Zug nahm und dadurch ruhiger wurde. Nach der Aufforderung sich auch zu setzen nahm Sarah ebenfalls den Finger vom Abzug und ließ ihre Pistole vollständig sinken. Immer noch wachsam ließ sich die Pilotin auf den Sessel sinken und legte ihrerseits die Waffe vor sich auf den Tisch. Selbstverständlich in Griffreichweite. Lucia sagte, dass sie Reden solle. Sarah überlegte kurz, wo sie anfangen sollte und entschied sich dazu, zumindest ein paar ihrer Karten offen auf den Tisch zu legen. Nachdem die Waffen erst einmal ruhten wurde Sarah auch förmlicher: "Was zwischen Ihnen und Mr. Adams vorgefallen ist kann ich nicht ganz beurteilen. Ihrer Reaktion nach entnehme ich, dass es wohl einige... Schwierigkeiten zwischen Ihnen beiden gab. Mr. Adams scheint sich große Sorgen um Sie zu machen und möchte Sie wieder zurückholen. Und genau deswegen bin ich hier." Sarah musterte Lucia abermals. Die Geschichte klang gar nicht viel anders als ihre eigene. Junges Ding nimmt von zu Hause Reißaus, gerät auf die schiefe Bahn und sieht zu, wie sie klar kommt. Ihre Nachforschungen über Monrowe Enterprise hatten ergeben, dass Lucia Eltern das Unternehmen geführt hatten, dann aber bei einem Unfall ums Leben kamen. Da das Mädchen damals noch zu jung gewesen war, um das Geschäft zu leiten war Mr. Adams zum CEO gewählt und auch zu Lucias Vormund erklärt worden. Den Rest hatte Sarah sich denken können. Anscheinend war Lucia in irgendwelche Anstalten gesteckt worden, man hatte Drogen bei ihr gefunden und dem guten 'Onkel Marty' interessierte das junge Mädchen wahrscheinlich kein Stück. Ihm ging es nur um das Geld und seine Publicity. Dass er nicht in der Lage war, auf seinen Schützling aufzupassen war ihm wohl ein Dorn im Auge und deswegen wollte er sie wieder zurück. Sarah hätte sich an Lucias Stelle wohl auch schnellstmöglich abgesetzt. Sie konnte Lucia daher recht gut verstehen. Allerdings hatte Sarah einen Auftrag und diesen wollte sie auch erledigen. Zumal die Bezahlung dafür äußerst großzügig ausfallen würde. Sarah seufzte kurz. "OK, reden wir einmal Klartext. Ich weiß zwar nicht, was genau zwischen Ihnen und Mr. Adams vorgefallen ist, aber ich kann es mir denken. Nach außen hin hat er sich wahrscheinlich als der strahlende Vormund gegeben. In Wahrheit hat er sich aber einen Scheißdreck um Sie gekümmert und ist jetzt um sein Image besorgt, weil Sie auf die schiefe Bahn geraten sind. Er sitzt jetzt in seinem fetten Ledersessel, raucht teure Zigarren und wischt sich den fetten Arsch mit 100-Credit-Scheinen ab." Sarah lehnte sich vor und fuhr fort: "Ist Ihnen die Firma, die Ihre Eltern aufgebaut haben, wirklich egal? Wollen Sie den Kerl wirklich damit durchkommen lassen? Er lebt im Luxus und Sie, sorry, wenn ich das mal so sage, wohnen hier im Dreck. Er ruht sich auf dem auf, was Ihre Eltern aufgebaut haben und was Ihnen als Erbe rechtmäßig zusteht. Sie sind jetzt alt genug, dass er nicht mehr Ihr Vormund ist. Treten Sie Ihr Erbe an, schmeißen Sie den Typ raus und übernehmen Sie die Firma Ihrer Eltern." Sarah lehnte sich wieder zurück. Sie sollte Lucia nur zurückbringen, um die Kohle zu kassieren. Was Lucia dann tat hatte nichts mehr mit Sarahs Bezahlung zu tun.
  17. Vielleicht noch eine Sache OT vorweg: Ich komme nicht sonderlich gut damit klar, dass meinen Charakteren Worte oder Handlungen in den Mund gelegt werden. Ich spiele seit vielen Jahren Foren-RPGs und da hat sich zumindest bei uns eingebürgert, dass keinerlei Handlungen eines anderen Spielers durchgeführt werden. Die Sachen hier passen, daher nicht so schlimm. Nun ja, mal als Info. Weiter im Text: Der Caipi kam relativ schnell. Die ehemalige Testpilotin bezahlte und sah sich genauer in der Bar um. Sie nippte an ihrem Caipi und verzog das Gesicht. Sie hatte schon bessere getrunken, aber nun ja, was sollte man erwarten? An einem der Tische ging es jedenfalls ziemlich laut zur Sache und man musste wahrlich taub sein, um das Geschrei nicht mitzubekommen. Einer der Männer an dem Tisch stand auf und kündigte nahezu unüberhörbar laut an, dass er mal 'Pissen' musste. Bevor er das stille Örtchen erreichte, kam er jedoch an Sarah vorbei, blieb kurz stehen und gab einen hämischen Kommentar ab. Sarah musterte ihn kurz. Er schien etwas größer als sie selbst zu sein, dafür allerdings wohl ein paar Jahre jünger. Vielleicht Mitte zwanzig oder so. Kurze braune Haare thronten auf seinem Kopf. Am Hals kam zudem das Ende einer Narbe zum Vorschein, die unter seinen Klamotten verschwand. Der Griff zu seiner Waffe blieb den aufmerksamen Augen der Piloten ebenso wenig verborgen wie seine UEE-Weste, die anscheinend schon einiges mitgemacht hatte und darauf schließen ließ, dass er wohl mal beim Militär gewesen war, bevor er sich... anderen Tätigkeiten zugewandt hatte. Sarah lächelte ihn an: "Schön möglich. Ist das hier nicht die Funny Fish Bar? Zumindest stand es draußen auf dem Schild." Während er an ihr vorbei Richtung Klo marschierte, sah Sarah sich weiter um und bemerkte wie sie von einer der Frauen am Tisch angestarrt wurde. Sie sah an sich herab und seufzte innerlich. Vielleicht hätte sie weniger auf ihr Äußeres achten sollen, als sie hier gelandet war. Sie hatte so einiges in ihrer Vergangenheit gemacht. Bei einem ihrer letzten Jobs hatte sie sich als Testpilot für sich in der Entwicklung befindende neue Jäger verdingt. Die Unternehmen suchten dafür gelegentlich Leute, bei denen es nicht sonderlich viel Papierkram auszufüllen gab, falls mal ein Unfall passierte. Sarah hatte es recht gut überstanden und konnte auch den Pilotenanzug behalten, der deutlich besser war als der, den sie vorher gehabt hatte. Sarah nahm ihr Glas mit dem Caipi-ähnlichen Getränk in die Linke und in Richtung der jungen Frau. "Du bist mir aufgefallen, als du mich angestarrt hast…“, sagte Sarah und musterte sie ebenfalls. Sie wirkte recht jung, auch wenn das täuschen konnte. Unterstützt wurde dies durch die knallblonden Haare, die quasi nach Haarfärbemittel schrien, den grünlichen Augen und an der Art wie sie nervös mit ihrem Whisky-Glas spielte und sich eine Kippe anzündete. Mit einem Nicken machte ihr die andere klar, dass Sarah sich auf den freien Stuhl auf der anderen Seite Tisches setzen konnte. Sarah wollte dieser Aufforderung auch gerade nachkommen, als sie bemerkte, wie die andere plötzlich nach ihrer Waffe, augenscheinlich eine Halbautomatik, griff und diese hervorzog. Doch Sarah war ebenso schnell und brachte ihre Laserpistole in Position. Keine der beiden drückte ab. Sarah konnte jedoch sehen, wie das Gehirn der anderen mit Volldampf zu arbeiten schien. Ihre Beschreibung passte und auch die andere schien Lunte gerochen zu haben. "Ganz ruhig...", raunte Sarah ihr zu." Bei den nächsten Worten wurde klar, dass es sich bei ihrem Gegenüber wohl um Lucia Monrowe, der Erbin von Monrowe Enterprise, handeln musste. Sarah hatte nicht erwartet, sie so schnell zu finden und hob für einen Moment verdutzt die Augenbrauen. Aber sie ließ Lucia nicht aus den Augen und hielt den Finger am Abzug der Laserpistole. Bei 'Onkel Marty' musste es sich wohl um Martin Adams handeln, Sarahs aktuellem Auftraggeber. "Mr. Adams ist nicht daran interessiert, dich loszuwerden", begann Sarah in beschwichtigendem Tonfall. "Und ich ebenso wenig. Genau genommen macht er sich sogar ziemlich große Sorgen und wenn dir irgendwas passiert habe ich ein verdammt großes Problem. Von der Firma weiß ich nichts. Wir können darüber reden." Um ihre Worte zu verdeutlichen ließ sie die Laserpistole langsam sinken, behielt ihr Gegenüer dabei allerdings weiterhin im Auge. "Okay?"
  18. Ok, you got me. Das ist schlecht. RICHTIG SCHLECHT. Und das nicht nur, weil es Drecks Hip-Hop ist. Nein, es ist auch noch RICHTIG SCHLECHTER drecks Hip-Hop.
  19. Sarah Dorsten aka. Digioso aka. Mrs. Jolene Johnson (http://www.digioso.org/cgi-bin/gallery.pl?pic=rpg/sarah3.jpg) hatte ihre F7C-S Hornet Ghost auf einer der Landeplattformen geparkt, das Schiff versiegelt und den Sicherheitsmodus aktiviert. Man konnte schließlich nie sicher sein, ob nicht irgendwer auf den Gedanken kommen würde, sich ein neues Schiff unter den Nagel zu reißen. Es gab schließlich überall Personen, die sich das Eigentum anderer Leute aneignen wollten – notfalls auch mit Gewalt. Sarah war da natürlich vollkommen anders. Sie fragte erst höflich nach, zählte bis zehn und fing erst dann mit der Gewaltanwendung an. An ihrem Schiff befanden sich keinerlei Identitätsmerkmale. Es gab keinen Namen, der auf der Schiffshülle eingraviert war, keine ID oder eine sonstige Kennung. Das gleiche galt auch für die Pilotin, die das Schiff gerade eben verlassen hatte. Diese hatte schwarze, schulterlange Haare, ein recht hübsches Gesicht mit blauen Augen, die allerdings von einer Sonnenbrille verdeckt waren und ein gepflegtes Äußeres. Ihr Alter mochte man wohl auf Ende zwanzig schätzen. Sie trug einen RSI Raumanzug der Klasse II. An dem Anzug befanden sich keinerlei Identifikationsmerkmale oder gar ein Name. Die einzige Auffälligkeit war die Testpiloten-Farbkombination. An einem Gürtel, den sie um die Hüfte geschnallt hatte, hing eine Laserpistole in einem Holster. Nachdem sie ihr Schiff verlassen hatte, sah sich Sarah erst einmal in dem notdürftigen Raumhafen – wenn man es denn überhaupt so nennen konnte – um. Cathcart hieß das System, zu dem es sie nun verschlagen hatte. Man konnte es wohl auch einfach als die größte Müllhalde des Universums bezeichnen. Es war jedoch faszinierend, was die Bewohner des Systems aus dem Schrott gemacht hatten. Uralte Raumschiffwracks waren zu klobigen Raumstationen zusammengezogen worden und der allgegenwärtige Schrott und Müll wurde so gut wie es nur ging wiederverwertet. Es war auf seine ganz eigene Art und Weise faszinierend. Und irgendwo zwischen dem ganzen Schrott und Müll in dem System versteckte sich die Funny Fish Bar, die es zu einem gewissen Ruf gebracht hatte und nun auch Sarah angelockt hatte. Wenig später hatte sie auch den recht unscheinbaren Eingang der Bar gefunden. Sie sah sich kurz um, öffnete dann die Türe und betrat den schummrigen Schankraum. Ein paar Gäste befanden sich in dem Raum. Es roch nach Alkohol, Schweiß und alten Zigaretten. Ein leichtes Lächeln erschien auf ihren Lippen und sie nahm die Sonnenbrille ab. Die Türe schloss sich hinter ihr wieder als sie in Richtung Bar marschierte, sich auf einen der Hocker setzte und in Richtung des Barkeepers sah. „Hallo“, begrüßte sie ihn einigermaßen freundlich. „Ich nehm ´nen Caipi”, sagte sie und fügte dann noch ein „Bitte.“ hinzu.
  20. Erledigt. Ich hoffe, dass ich heute noch zu einem ersten Posting komme. @Kabs: Schaue ich heute Abend.
  21. Ach, ich bin hart im nehmen. Ich bin schon von ganz anderen Sachen geschädigt. Der Clip ringt mir da höchstens ein müdes Lächeln ab.
  22. Kommt hoffentlich heute. Habe mir die letzten beiden Tage erstmal die Threads da durchgelesen.
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