Spectrum Dispatch

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Mitwirkende

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Geschichten aus dem Star Citizen-Universum

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Wizard

ADVOCACY CASE FILE: Assassination Contract

(Übersetzung: Wizard)

Anwaltschafts-Archiv

Vorgang: #ES8593-DHC

Zusammenfassung des Falls:

Gerald Carno (PersonalDatei# ES2_77643_232) wurde lange verdächtigt, eine Schwarzmarkt-Handelstätigkeit hinter der Fassade seiner beiden Großhandelsniederlassungen im Ellis- und im Davian-System (siehe Auflistung) zu führen. Überwachungs- und Beobachtungsteams entlarvten Carno’s Bedürfnis, einen Spezialisten damit zu beauftragen, einen Rivalen zu eliminieren.

SA [ZENSIERT] ging verdeckt in den Untergrund, um über einen unserer Informanten, unabhängiger InfoAgent [ZENSIERT], den Kontakt herzustellen.

Carno arrangierte in einem Restaurant in Prime ein Treffen mit unserem Agenten. Taktische Teams und Beobachter waren anwesend, um den untenstehenden Wortwechsel mitzuschneiden und zu übertragen:

[Carno, Gerald]: Schön, daß Sie’s geschafft haben.

[Agent der Anwaltschaft]: Muß sagen, bin für Treffen schon in allen Sorten von Spelunken gewesen, aber noch nie in einem Familien-Restaurant.

[Carno, Gerald]: Glauben Sie’s oder lassen Sie’s, aber hier kriegen Sie das beste Chaka im Universum.

[Agent der Anwaltschaft]: Näh … hab‘ ich keinen Sinn dafür.

[Carno, Gerald]: Sie verpassen da was. [Kellner nähert sich, keine Möglichkeit zum Retina-Scan] Lassen Sie mich eine Schüssel Chaka und’n Magnus Bier ordern.

[Agent der Anwaltschaft]: Wasser tut’s auch, Danke.

[Carno, Gerald]: Sicher, daß Sie nichts Stärkeres wollen ?

[Agent der Anwaltschaft]: Nicht um diese Zeit.

[Carno, Gerald]: Professionalität … mag ich.

[Kellner entfernt sich]

[Agent der Anwaltschaft]: Da wir gerade dabei sind, warum kommen wir nicht aufs Thema ?

[Carno, Gerald]: [Audiosignal gestört] morgen. Was hat Ihnen [ZENSIERT] gesagt ?

[Agent der Anwaltschaft]: Nur einen groben Abriß, das große Ganze will ich von Ihnen hören.

[Carno, Gerald]: Sie vertrauen [ZENSIERT] nicht ?

[Agent der Anwaltschaft]: Der Mann vertickt nebenbei Neon, also … Nein. Sie wollen, daß jemand angefaßt wird, sonst wäre ich nicht hier.

[Carno, Gerald]: Cyrus Ishitaka, sagt Ihnen der Name was ?

[Agent der Anwaltschaft]: Sollte er ?

[Carno, Gerald]: Weiß man nie in diesem Geschäft. Der Mann könnte Ihr Cousin sein.

[Agent der Anwaltschaft]: Viel Platz da draußen für Namen.

[Carno, Gerald]: Gar nicht mal so viel. Jedenfalls, jemand zwitscherte ihm Informationen darüber, welche Ladung meine Schiffe tragen … extra Ladung für sie. Und er hat sie überfallen.

[Agent der Anwaltschaft]: Welche Art von Schaden haben Sie für diesen Kerl denn so im Sinn?

[Carno, Gerald]: Was ist denn im Angebot ?

[Agent der Anwaltschaft]: Nun, ein einfacher Überfall kann ein wenig heilsame Angst in ihm auslösen. Ist billig und schlägt nicht in hohem Maß auf Sie zurück. Nächste Option, ich kann sein Schiff aus dem Verkehr ziehen. Wollen sie ein kleines Extra, kann ich ihm ein paar auf der Flucht verpassen. Wird ihm nicht körperlich wehtun, aber sein Ruf wird bei jedem im Arsch sein, bei dem er sich um Aufträge bemüht.

[Carno, Gerald]: Wie sieht’s mit einer „Leerer Sarg“-Aktion aus ?

[Agent der Anwaltschaft]: Nicht billig, kann aber gemacht werden. Sie wirbeln damit jedenfalls eine Menge Staub auf; Hoffe, Sie sind darauf vorbereitet.

[Carno, Gerald]: Die gesamte Familie dieses Kerls hat mir nichts als Ärger bereitet. Ich glaube es ist an der Zeit, eine Botschaft zu übermitteln, die sie nicht vergessen werden.

[Agent der Anwaltschaft]: Wenn Sie die Rechnung bekommen …

[Carno, Gerald]: Kohle ist kein Problem.

[Agent der Anwaltschaft]: Okay. Was können sie mir über ihn geben ?

[Carno, Gerald]: Ich kann Ihnen seinen letzten bekannten Aufenthaltsort geben und ein paar seiner Hundemarken, die er zum Docken benutzt hat.

[Agent der Anwaltschaft]: Das wird reichen. Ich schätze, Sie wollen eine Art Beweis haben, wenn die Angelegenheit erst erledigt ist, nicht ?

[Carno, Gerald]: Das Gefechtsprotokoll Ihres Schiffes sollte ausreichen. Natürlich, wenn Sie mir seinen Kopf bringen wollen, würde es das natürlich auch tun.

[Pause] Eigentlich … lassen Sie’s. Ich würde nur nicht wissen, was ich damit anfangen sollte.

[Agent der Anwaltschaft]: Fein. Okay für Sie, mit Hälfte der Kohle im Voraus, die andere Hälfte nach Erledigung ?

[Carno, Gerald]: Das ist absolut akzeptabel.

[Agent der Anwaltschaft]: Seien Sie in genau einer Stunde wieder hier, zusammen mit Geld und Daten.

[Carno, Gerald]: Sicher, daß Sie nicht zum Essen bleiben wollen ?

[Agent der Anwaltschaft]: Nee, Boss, ich habe Dinge zu erledigen.

[ENDE DER ÜBERTRAGUNG]

Wizard

Nachrichten Update: Die Kr’Thak

(Übersetzung: Wizard)

Auto-Transcript für S&P and NFSC Übertragung

EP: 54:12 : “Der Feind meines Feindes“

ERIA QUINT: Willkommen zu dieser Episode von Showdown ! Heute abend haben wir Mark Ko zu Gast, SSN’s Berater für außenpolitische Fragen.

MARK KO: Freut mich, hier zu sein.

ERIA QUINT: Zu Beginn der Sitzungen dieses Quartals, eröffnete der Senat offiziell die Diskussion darüber, ob die UEE den Versuch unternehmen sollte, Beziehungen zu den Kr-Thak aufzunehmen. Sie waren auch Topthema, seit ihre Existenz im vergangenen Jahr aufgedeckt wurde. Wegen ihrer recht unruhigen Historie mit dem Xi’An-Imperium, war diese Sache sowohl ein politisches als auch ein logistisches Minenfeld. Lassen Sie uns, Mark, daher mit der grundsätzlichen Frage beginnen: Sollte die UEE versuchen, Kontakt zu den Kr’Thak aufzunehmen ?

MARK KO: Absolut. Offen gesagt bin ich erstaunt, daß die Regierung sich gerade derart um diese Diskussion herumdrückt. Die Kr’Thak sind eine empfindungsfähige, raumfahrende Rasse und wir wissen geradezu gar nichts über sie. Wir sollten, als kleinste Anstrengung, diplomatische Beziehungen anstreben.

ERIA QUINT: Unglücklicherweise ist das nicht ganz so einfach. Wir sprechen hier nicht gerade von den Banu oder sogar den Vanduul. Die Kr’Thak-Systeme befinden sich auf der anderen Seite des Xi’An-Imperiums. Was werden wir also den Xi’An erzählen ? ‘Hey, beachtet uns einfach überhaupt nicht, wir fliegen nur mal kurz durch, um mit euren Todfeinden Handelsbeziehungen einzufädeln.‘

Ich bin ziemlich sicher, daß sie uns das schön durchgehen lassen werden.

MARK KO: Sie sind derzeit nicht im Krieg. Warum sollte es ihnen also etwas ausmachen ? Ich glaube, Sie sind in Ihrer Haltung gegenüber den Xi’An zu ablehnend. Okay, sie haben eine sehr hohe Lebensdauer daher gibt es immer noch lebende Veteranen aus den Geistes-Kriegen, aber ich glaube, wir stimmen alle darin überein, daß die Xi’An nicht emotional agieren.

ERIA QUINT: Fein. Dann werden sie also nicht überreagieren aber werden sie es nicht als strategischen Nachteil werten, zwei Zivilisationen, eine davon anständig, aber angespannt, die andere feindselig um sich herum zu wissen ?

MARK KO: Nochmal … ich denke, Sie unterschätzen die Xi’An. Sicher, wir sind nicht die besten Freunde, aber Sie behandeln sie, als seien wir auf dem Höhepunkt der Messer-Ära. Ich denke es ist verrückt, keinen Kommunikations-Kanal zu einer anderen Spezies zu öffnen, in der Hoffnung, Gedanken auszutauschen, Geschichte, Kultur … nur weil es den Xi’An lästig sein könnte.

ERIA QUINT: Nun, entschuldigen Sie, aber das ist Diplomatie. Es gibt nicht allzu viele Gelegenheiten für Rücknahmen –

MARK KO: Ist das Ihr Ernst ?

ERIA QUINT: Ich bin noch nicht fertig.

MARK KO: In der Diplomatie geht es permanent um Rücknahmen-

ERIA QUINT: Bitte lassen Sie mich ausreden. Der Imperator der Xi’An hat wiederholt klargemacht, daß die Kr’Thak ein Feind der Xi’An sind. Wenn wir versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten, wird das Auswirkungen auf die Beziehungen des Imperiums zu uns haben, was zur Zunahme seiner militärischen Präsenz entlang unserer Grenzen führen wird, selbst als reine Vorsichtsmaßnahme, was uns wiederum dazu bringen wird, mit ihnen militärisch gleichzuziehen. Das Nächste, das wir wissen ist, daß wir uns dann erneut in einem kräftemäßig gespiegelten Zustand zu den Xi’An befinden. Und ich höre nach wie vor keine Lösung außerhalb der puren Spionage darüber, ob wir schadlos Xi’An-Territorium überqueren können, um geradewegs zu den Kr’Thak zu gelangen.

MARK KO: Dann schlagen Sie also vor, sie einfach zu ignorieren ?

ERIA QUINT: Überhaupt nicht. Ich denke, wir sollten mitten durch die Xi’An durch.

MARK KO: Was meinen Sie damit ?

ERIA QUINT: Wir lassen die Xi’An unsere Absicht, die Kr’Thak zu kontaktieren wissen. Machen sie zu einem Teil des Prozesses.

MARK KO: Sie sagten selbst, daß Imperator Kray die Kr’Thak als Feinde der Xi’An-Imperiums betrachtet. Glauben Sie wirklich sie würden das durchgehen lassen ?

ERIA QUINT: Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber es wäre ein Weg zu kommunizieren, ohne sie zu verstimmen. Wer weiß, vielleicht würde es dabei helfen, zarte Bande zwischen den beiden zu knüpfen.

MARK KO: Ich weiß nicht. Es klingt, als würden Sie ein großes Fenster für eine Gelegenheit der Xi’An öffnen, die Diplomatie zu gefährden.

ERIA QUINT: Wer unterschätzt sie denn nun ?

MARK KO: Nun, wenn Sie sie als Vermittler benutzen und es in ihrem Interesse wäre, uns vom Aufbau einer vorteilhaften Beziehung zu den Kr’Thak abzuhalten, warum sollten sie dann die Situation nicht zu ihrem Vorteil manipulieren ? Verdammt, ich wäre geradezu geschockt von der Tatsache, daß sie es nicht tun würden.

ERIA QUINT: Aber es ist eine Lösung für das Problem ihrer astrographischen Lage.

MARK KO: Vermutlich, aber es ist naiv zu glauben, daß die Xi’An Jahrhunderte des Krieges und der Anfeindungen vergessen werden und plötzlich auf Kuschelkurs gehen.

ERIA QUINT: Immerhin besser, als überhaupt keinen Kontakt zu haben. [PAUSE] Wir werden nun eine kurze Pause machen. Wenn wir wieder zurück sind, werden wir den umstrittenen Lobbyisten Cornell Mars zu Gast haben. Mars machte unlängst Schlagzeilen mit seiner ‘einmaligen‘ Sicht der Kr’Thak-Situation.

Seien Sie also dabei, wenn wir nachladen zu einem weiteren Showdown!

Transscript unterbrochen ...

SpaceCrawler

MCRL Presseinformation

ZUR SOFORTIGER FREIGABE

Kommission kündigt neue Murray-Cup Renn-Saison an

Da der Start der diesjährigen Murray-Cup Rennsaison näher rückt, traf sich Marco Verender, Kommissar der MCR heute Früh mit der Presse, um die diesjährigen Regeländerungen bekannt zu geben. Dieser Bekanntmachung gingen monatelange Diskussionen mit Rückblick auf die Kollision mit anschließendem Tod des amtierenden Champions Zack Hugh voraus.

Fans werden sich zweifellos an den Amateur-Piloten erinnern, der die Kontrolle über sein Schiff verlor und mit Zack Hugh kollidierte,

der gerade seine Ehrenrunde flog.

Die grundlegende Liga-Struktur wird beibehalten – es wird weiterhin zwei Divisionen geben, die unter Fans auch als „Schildkröte & Hase“ - beziehungsweise Bewaffnete und Unbewaffnete Rennen bekannt sind. Die Schiffe müssen für die Teilnahme an den regulären Rennen von einem der MCRL-Zugelassenen Rennsheriffs abgenommen und zugelassen werden.

Verenders Liste der zugelassenen Ballistischen Geschosse und Energiewaffen zeigen nur kleine Veränderungen. Die signifikanteste Änderung sind die kleineren Magazine für Raketen und Minen, um das Gesamtgewicht der Schiffe zu verringern, um somit die Schiffsstruktur zu stärken, vor allem aber auch der Verminderung von unkontrollierten Explosionen von Schiffen und Unfälle mit Zuschauerbeteiligung.

Er erinnerte die versammelten Journalisten daran, dass die vergangenen Div-T Murray-Cup-Rennen mehr und mehr zu einer Kriegszone ausarteten, anstatt einem Rennen. Bei DIV-T-Rennen ging es zwar schon immer auch ums Kämpfen, aber er befürchtet, dass die Piloten dabei vergessen, dass es in erster Linie auch ein Rennen ist.

Die größte Änderung der kommenden Saison kommt in der Qualifikation zur Murray-Cup Meisterschaft zum tragen – In der Vergangenheit konnte jedes Schiff, das die Rennanforderungen erfüllte, an den Vorrunden-Rennen teilnehmen.

Nun wird ein Punktesystem zur Qualifikation eingeführt, wobei die in den Qualifizierungs-Rennen auf dem Rennkurs erhaltenen Punkte aufaddiert werden.

Die Punkte werden wie folgt vergeben:

1. Platz = 3 Punkte

2. Platz = 2 Punkte

3. Platz = 1 Punkt

Um sich für die erste Runde des Murray-Cup Meisterschaftsrennen zu qualifizieren, müssen die Piloten 20 Punkte im Laufe der Saison zu sammeln. Dabei räumte er ein, dass die meisten Teilnehmer dem neuen Qualifizierungs-Regelement wohl widersprechen werden.

Verender denkt aber, dass das neue System nicht nur zu einem höheren, Professionelleren Standard führt, sondern noch wichtiger, zu mehr Dynamik der Rennen und somit Spannung für die Fans führt.

Seit Jahrzehnten war der Murray-Cup die Speerspitze für Astro-Entwicklung und Piloten. Während es in der Vergangenheit eine gut gemeinte Vorstellung war, jedem Bewerber mit einem geeigneten und qualifizierten Schiff die Teilnahme am Murray-Cup zu gewähren, müssen wir im Hinblick auf die letztjährige Tragödie auf einen höheren Sicherheitsstandard bestehen.

Sicher ist, dass mit diesem neuen System der Cup schwerer zu erreichen ist, aber diese Herausforderung ist es auch, was dem Murray-Cup seinen hohen Stellenwert gibt.

Verender fährt mit seiner Erklärung fort, dass in den vergangenen Jahren nur wenig Wert auf die regulären Rennen gelegt wurde. Zuschauerzahlen und die Teilnahme waren stetig rückläufig, da das einzige Interesse an der Sportart aus dem Murray-Cup Wettbewerb selbst kam. Das neue System würde die Aufmerksamkeit wieder zurück auf die Saison-Rennen bringen, da diese nun die Voraussetzung für die Teilnahme am Murray-Cup sind.

Die in den Saison-Rennen hart erkämpften Punkte sind an den Piloten gebunden, nicht an das benutzte Schiff – so ist es den Piloten erlaubt, das Schiff während der Saison zu wechseln, oder auch während des Murray-Cups, sollten sie sich dazu qualifizieren.

Zur Einführung des neuen Renn-Regelements wird es die Liga versuchsweise erlauben, Punkte Saisonübergreifend anzusammeln, sodass es den Piloten ermöglicht wird, Punkte über mehrere Jahre anzusammeln, um dann bei erreichen der benötigten 20 Punkte am Murray-Cup teilzunehmen.

Sobald ein Pilot dann am Murray-Cup teilnimmt, werden ihm die 20 Punkte von seinem MCRL-Punktekonto abgezogen. Mit den Nicht-Regulären Rennen, auch diejenigen, die den MCRL-Normen entsprechen, können keine Qualifikationspunkte für die Murray-Cup Meisterschaft angesammelt werden.

Zum Abschluss verkündete Verender, dass MCR einen Exklusiv-Vertrag mit GSN abschließen konnte, um alle Regulären Rennen bis über die Grenzen der UEE hinaus übertragen zu können. Dieser Vertrag stellt ebenso die Übertragung der kleineren Nicht-Regulären Rennen sicher, mit Ausnahme der Übertragungen der MCR selbst, deren lokalen Sendeanstalten anfälliger für Störungen und Sendeunterbrechungen sind.

Wizard

The Lost Generation #1

The Lost Generation #1

Übersetzung: Dip Lomat

Heftiger Donner übertönte das Dröhnen der schweren Motoren. Der Gestank von Diesel und verbrannter Erde erfüllte die Atmosphäre. Die Pause eines Bohrarbeiters ging bereits ihrem Ende zu. Genüsslich kostete er den letzten Zug seines Stims voll aus. Er hätte schwören können das verdammte Ding gerade erst angezündet zu haben. Während er den Stim auf dem lockeren, schwarzen Geröll austrat, konnte er fühlen wie sein Körper bereits nach einem neuen verlangte. Er unterdrückte dieses Verlangen und schloss sich dem Rest seiner Schicht an, die sich an den langen Abstieg in den Schacht machte. Sie passierten eine Flotte von HaulerVats. Die massiven kugelförmigen Fahrzeuge glitten auf ihrem Antigravitationsfeld umher, während ihre Ansaugrohre die zertrümmerte Lava zur weiteren Verarbeitung einsammelten. Weiter vorne gingen die Schürfer ihrer schweren Arbeit nach. Ihre Schürfblätter kreischten wie Banshees, während sie sich tief in den Fels fraßen.

Als er endlich seinen zugewiesenen Schürfer erreichte, hämmerte er an dessen Scheibe. Wenige Augenblicke später kam das schwere Schürfgerät zum Stillstand und ein erschöpfter Fahrer kletterte mühsam heraus. Auch diesen neuen Typen hatte der Bohrarbeiter noch nie gesehen. Aber bei der Geschwindigkeit mit der die Corporation ihre Angestellten verheizte, war es einfach sinnlos sich die ganzen Gesichter zu merken. Der Bohrarbeiter kletterte in die freigewordene Kabine und setzte seine Schicht fort.

Innerhalb der nächsten Stunde fraß sich sein schwerer Schürfer durch weitere 30 Fuß der erkalteten Lava. Wegen des Brüllens der Schürfblätter und dem Dröhnen des Antriebsaggregats konnte er kaum die Musik hören die er in der Kabine spielte. Da kündigte sich definitiv ein baldiger Besuch beim Ohrenarzt an. Er musste wirklich schnellstens seine Zertifizierung erhalten um diesen Minen zu entkommen ... und so lange seine Ohren noch einigermaßen mitspielten.

Unvermittelt brach die Wand vor seinem Fahrzeug in sich zusammen. Der Computer signalisierte sofort eine Warnmeldung und der Arbeiter stoppte schnellstens die leerlaufenden Schürfblätter. Er musste auf eine Lufttasche, oder die eines anderen Gases getroffen sein. Während er kurz wartete hoffte er inständig dass die Decke des Tunnels stabil bleiben würde. Nach einiger Zeit verebbte auch das letzte Rieseln von herabfallenden Steinchen. Er packte seinen Luftsensor und kletterte aus dem Fahrzeug. Die strikten Vorgaben der Company verlangten, dass jede dieser Taschen zuerst auf entflammbare Gase getestet werden müsse, bevor die Maschine wieder in Betrieb genommen werden durfte.

Der Bohrarbeiter zwängte sich an den dampfenden Schürfblättern vorbei, und begann im vorderen Bereich der Maschine, mit den vorgeschriebenen Scans. Hier schien alles klar zu sein. Zumindest war nichts Gefährliches zu erkennen. Dabei bewegte er sich vorsichtig weiter vorwärts, und versuchte zu erkennen was den Zusammenbruch hervorgerufen haben könnte.

Dann sah er es. Der Sensor fiel klappernd zu Boden.

* * * * *

Spider, eine wahre Schrottwelt im Cathcart System war angeblich eine neutrale Zone für Piraten, Flüchtlinge und viele andere von noch schlechterem Ruf. Aber es war im Moment alles andere als sicher für Tonya Oriel, als sie durch die engen gewundenen Korridore sprintete. Dies schien nun langsam zur Gewohnheit zu werden.

Die Auszahlung des Kherium-Kontrakts auf Hades, war für die einzelgängerische Wissenschaftlerin und Forscherin sogar noch größer als sie gehofft hatte. Das meiste davon verschwand aber sofort im Schlund der Gläubiger und Kredithaie, die vehement an die sprichwörtliche Türe klopften. Ein weiterer Teil ging für den Kauf eines netteren Schiffs drauf, aber den Rest würde sie in einen Leckerbissen investieren: einen Tevarin Codex, den ursprünglichen Text ihrer Krieger-Religion. Nur ein paar Dutzend waren nach dem zweiten Tevarinkrieg noch existent. Verschiedenste Museen und Sammler haben alle verbleibenden Bände schnellstens in ihren Besitz gebracht, aber irgendwie fiel auch diesem Hehler einer davon in die Hände. Aber erst nachdem Tonya auftauchte und bezahlt hatte, realisierte er plötzlich den wahren Wert und verdreifachte seinen Preis.

Also packte sich Tonya das Teil und rannte los. Unvermittelt blitzte ein Laserstrahl auf und versengte die Wand neben ihr. Tonya blickte zurück. Es war Nagia, der Plünderer, mit seinem schlechten Bein, einer Pistole und einem miesen Gesichtsausdruck.

"Du kannst nirgendwohin laufen, Mädchen!" schrie er und feuerte einen weiteren Schuss ab.

"Wir hatten einen Deal, Nagia!" brüllte sie zurück ohne ihren Lauf zu verlangsamen.

"Geschäfte ändern sich!" Nagia feuerte erneut zur Bekräftigung seines Arguments.

"Das macht keinen Sinn!" Tonya platzte mitten in eine der ankommenden Mannschaften, rappelte sich auf, und lief weiter auf die Hangars zu. Via Comm rief Nagia fieberhaft nach seiner Mannschaft. Glücklicherweise waren sie viel zu berauscht um dies überhaupt zu bemerken. Nagia keuchte schwer während seine Füße auf den Metallboden donnerten. Sein Kopf begann sich bereits leicht anzufühlen. Schon lange Zeit war er nicht mehr so gelaufen wie heute.

Er bog gerade um die Ecke des Hangars, als lautstark Turbinen aufjaulten, und seinen Körper durch das Tor zurück hinaus katapultierten.

Tonya startete die Beacon II mittels Fernsteuerung, eine der neuen Spielereien ihres Schiffes, die sie so liebte. Sie rannte die Einstiegsrampe hinauf und hieb auf den Schließmechanismus. Während sie sich in den Pilotensitz schob, humpelte Nagia zurück in den Hangar und feuerte auf das Cockpit. Die Schilde blitzten jedoch kaum auf, als sie seine Schüsse absorbierten. Genauso gut hätte er mit Steinen nach einem Schlachtschiff werfen können.

Nagia versuchte die Deckwachen, die die Geschütztürme bemannten, auf sich aufmerksam zu machen. Doch Tonya hatte nicht vor herauszufinden, ob Nagia deren Aufmerksamkeit erregen konnte oder nicht. Ohne weiter zu Zögern hob sie ab. Nagia konnte nur noch die Flammen ihrer Triebwerke beobachten, welche in der Ferne verschwanden. Er würde sie sich holen, er musste nur herausfinden, wie ...

Einige Augenblicke später gab er auf und kehrte in die Bar zurück.

In einiger Distanz zu Spider setzte Tonya ihren weiteren Kurs. Sie wusste, eine Mahlzeit mit richtigem Essen, ein Glas Wein, und ihr neuer Codex waren alles, was sie benötigte, um die Unannehmlichkeiten ihres Geschäfts mit Nagia vergessen zu machen.

Plötzlich erschien eine Meldung auf ihrem Bildschirm. Sie vermutete, das es sich um ein neues Jobangebot handelte. Die Details waren zwar in ausweichendem Juristendeutsch geschrieben aber die Bezahlung war jede Überlegung wert. Drei Tage Flug, wenn sie sofort aufbrach.

Es sah so aus, als würde das richtige Essen wohl ein wenig warten müssen.

* * * * *

Die Beacon II stieß durch die Atmosphäre mitten in eine massive Gewitterfront. Bevor sie zur Landung beim interstellaren Raumhafen der Shubin Konzernzentrale ansetzen konnte, überquerte sie ein riesiges, extrem zerklüftetes Bergbaugebiet.

Zwei Sicherheitsbeamte begleiteten sie zu einem kleinen weißen Raum. Ein großer, hagerer Anwalt lächelte freundlich, bevor sie sich über Dutzende von Vertraulichkeitsvereinbarungen und anderes rechtliches Kleingedrucktes hermachten. Sie las Texte, bis ihre Augen schmerzten. Nach einer Stunde, unterbrach sie ihn.

"Könnten Sie mir wenigstens sagen, um was es sich bei dem Job handelt?"

"Es tut mir leid, Miss", sagte der Anwalt mit einem schwachen Grinsen. "Ich bin verpflichtet, keine relevanten Details zu enthüllen, bis Sie alles richtig ausgefüllt ..."

"In Ordnung, in Ordnung. Ich habe verstanden." Sie ließ sich gegen den Tisch fallen. Der Anwalt fuhr fort. Sie gab verbale Zustimmungen, eine Handvoll von Fingerabdrücken, und unterzeichnete so manches. Schließlich schien der Anwalt zufrieden zu sein. Tonya blickte ihn erwartungsvoll an. "Keine Blutprobe? Urin?"

Der Anwalt sah sie verwirrt an.

"Nein Miss. Ich glaube nicht, dass dies nötig sein wird."

"Und was jetzt?"

"Das Einführungshonorar wird derzeit auf Ihr Konto überwiesen." Der Anwalt stand auf und führte sie hinaus. Sie gingen durch makellose, weiße Hallen. Vor einer weiteren Tür blieb er stehen und drückte seinen Daumen gegen das Schloss. Dieses öffnete sich und enthüllte einen weiteren, größeren Konferenzraum. Ein dickes, rechteckiges Fenster gewährte einen guten Blick auf die Minenlandschaft.

Tonya trat ein und musterte die Anwesenden. Sie kannte die meisten von ihnen. Deke Johnson, Squig Bentley, Arthur Morrow. Sie waren ebenfalls alle Forscher ... im weitesten Sinne. Eigentlich waren sie eher Grabräuber, Plünderer, Betrunkene und Junkies, die in der Geschichte herumstocherten. Wenn dies Tonya's Konkurrenten waren, musste sie sich leicht gedemütigt fühlen, da man sie scheinbar auf eine Stufe mit diesen degenerierten Kreaturen stellte.

"Fein, fein, fein", sagte eine Stimme hinter ihr. Tonya erstarrte, denn sie erkannte sie sofort. "Interessant dich hier zu sehen."

Tonya drehte sich um. Senzen Turov zeigte sein allerbestes Megawatt-Lächeln.

"Schön dich zu sehen, Tonya." Er trat näher um sie zu umarmen. Mit einer abwehrenden Geste vor seiner Brust stieß Tonya ihn zurück. Mit gespielter Verärgerung fragte er. “Was ist los?”

"Ich habe gerade geduscht."

"Komm schon, Tonya. Du bist doch nicht noch immer sauer wegen ..."

"Darüber das du mich hinterrücks bestohlen hast?" Tonya sah aus dem Fenster, "Ich glaube, darüber bin ich hinweg."

"Das will ich hoffen, schließlich hast du mein Schiff gestohlen und es an Piraten weiterverkauft."

"Mit den gestohlenen Xi'An Reliquien, konntest du dir sicher zwei weitere kaufen."

"Eigentlich drei." sagte Senzen gedehnt und lehnte sich neben ihr gegen die Wand. Er überflog den Raum, sichtlich gelangweilt. "Irgendeine Ahnung, was das alles soll?"

"Nope."

"Vielleicht sollten wir uns zusammentun. So wie in alten Tagen?"

"Da würde ich ja lieber mit Squig arbeiten." sagte Tonya. Genau im richtigen Moment, rülpste Squig und furzte zur gleichen Zeit. Er schien ganz zufrieden mit sich zu sein.

"Tja, gut, die Tonya die ich kannte bevorzugte einen Mann der ihr ebenbürtig war, jemanden, der sie fordern konnte." Senzen beugte sich ein wenig vor. Tonya sah ihn an. Ihre Blicke trafen sich.

"Denkst du, dass du das bist?"

"Ein Mann?"

"Mir ebenbürtig."

Die Tür öffnete sich. Gavin Arlington, der CEO von Shubin, betrat den Raum. Er sah irgendwie fast nicht echt aus. Jedes Haar an ihm, jede Falte, und selbst der Anzug schien perfekt platziert zu sein, als ob er die gleiche Effizienz von seinem Körper, wie auch von seinen Arbeitern forderte. Ein Heer stoischer Assistenten und der Bauleiter flankierte ihn. Seine smaragdgrünen Augen beurteilten schnell das Gesindel im Raum.

"Kommen Sie mit mir."

Arlington führte sie nach draußen. All der Bergbau in Hörweite war eingestellt worden. Nur heulender Wind, entfernter Donner, und das Knirschen des Kies unter ihren Füßen war zu hören, als sie sich auf die Minen zubewegten.

Die nächsten fünfundvierzig Minuten vergangen während eines stillen Marsches. Senzen blickte Tonya an, er schien echt ratlos zu sein. Sie zuckte die Achseln und schüttelte ihren Kopf. Die Situation war wirklich bizarr. Sie näherten sich einem frischen Schürfabschnitt, der noch in Dunkelheit gehüllt war, während weit vor ihnen bereits die Sonne aufging. Arlington blieb am Rand des Schattens stehen, direkt neben einer der Schürfmaschinen. Durch den jähen Halt stolperte Deke Johnson und fiel fast zu Boden. Arlington drehte sich wieder zu der Gruppe.

"Ohne Zweifel, werden Sie sich fragen, warum ich sie hierher gerufen habe." Arlington sagte dies, während er einen abschätzigen Blick zu Deke warf. Dann nickte er dem Vorarbeiter zu.

Der neue Schürfabschnitt erfüllte sich augenblicklich mit Licht. Sie brauchten alle eine Sekunde um sich erneut zurechtzufinden. Tonya kniff die Augen zusammen und konnte eine helle Unregelmäßigkeit in der Mitte der schwarzen Masse erkennen. Eingebettet in die Wand aus Lava, war eine glatte metallische Oberfläche zu sehen, doch war dies sicher keine Erz-, oder Mineralader. Es war eine geformte, eine maschinell erzeugte Platte. Tonya erster Eindruck war, dass es sich um irgendeine Art von Trümmern handeln musste. Doch nicht das war die überraschende Sache ...

Es war ein verblichenes Wort, das auf der Plattenoberfläche prangte.

Artemis.

... wird fortgesetzt

Wizard

Clean Shot Shipping Update #3

Hey Leute. Hier sind wir wieder mit Craig Burton und Clean Shot. Heute kommen wir zu dem alten Thema, das die Planeten sich immer weiter drehen läßt. Ich spreche von den Buckaroos, den Rhinos und den Spondulicks. Hier kommt Handel oder Halde, wo wir über Wirtschaft, Guthaben und im Allgemeinen darüber sprechen, welche Güter sich profitabel handeln lassen und welche man lieber aus dem Laderaum werfen sollte.

Die heutige Folge wird Ihnen präsentiert von Kel-To ConStores.

Auf dem Weg durch die Systeme ist, gibt es nichts Besseres, als ein wenig Geschmack der Heimat. Legen Sie einen Stop bei einem der Kel-To Mini-Märkte ein, Heimat des Klassikers HydroFroz. Hier finden Sie alles, für Ihre Einkaufsbedürfnisse.

Kel-To – Es ist ein langer Weg da draußen – Wir machen ihn ein wenig kürzer.

Okay, stürzen wir uns rein. Stufe Eins im Geschäftsleben … ich weiß nicht, ob Ihr das Gerücht aufgeschnappt habt, daß Goldsucher ein massives Rhenium-Vorkommen auf Osiris II entdeckt haben sollen. Nun sind alle Planeten im Osiris-System zu erschließbaren Planeten erklärt worden aber, da Leben nur auf Osiris V entdeckt wurde kann es sein, daß der Senat eine offizielle Bieter-Runde für Schürfrechte eröffnen wird.

Der Antrag wird vermutlich vorgebracht werden, wenn der Senat wieder aus seiner Pause zurückkehrt, also haltet ein Auge auf unsere Updates um mitzubekommen, welche Gesellschaft sich diese Goldgrube sichert. Eins ist mal sicher …Osiris für derlei Geschäfte zu öffnen wird Wunder wirken in dieser Ecke der UEE, die so verzweifelt eine Finanzspritze benötigt.

Als nächstes, Asteroiden-Bergbau. Es gab bereits einen Haufen Gerede darüber. Die Technik wurde in letzter Zeit immer erschwinglicher für Transporter und Händler und ermöglichte dem Einen oder Anderen somit ein nettes Extra-Einkommen. Es gibt aber auch eine Kehrseite dieser Medaille. In der Mehrzahl der Fälle besteht ein Großteil der Ausbeute eines durchschnittlichen Asteroiden aus Eisen und Nickel. Offensichtlich kommen zwar auch seltene Metalle vor, aber grundsätzlich bekommt man mehr von diesem Eisen/Nickel-Kram als sonst irgend etwas. Je mehr Leute also mit dem Schürfen beginnen, desto mehr Eisen und Nickel erscheint auf dem Markt und die Preise eben dafür fallen.

Wenn Ihr also meinen Ratschlag wollt, und das hoffe ich, da Ihr ja zuhört, ich würde Nickel und Eisen rausschmeißen. Wenn Ihr angeheuert werdet, den Kram als Fracht zu transportieren, stellt sicher, daß Ihr Euer Geld im Voraus bekommt. Und übernehmt ja keine Kommissionware für den Verkauf an den Endabnehmer.

Da wir’s gerade davon haben … begleitet uns bei einem extra dafür erstellten Rechenmodell, in dem wir Asteroiden-Bergbau mal auseinandernehmen um zu sehen, ob es sich für Dich und die Deinen lohnt. Wir werden uns ansehen, welche Zielsysteme dir die besten die saubersten Schürfergebnisse liefern um zu vermeiden, daß die wertvollen Metalle einfach nur verdampfen und wir stellen uns der endlosen Debatte darüber, ob es besser ist, abgebaute Mineralien zur Weiterverarbeitung ins Schiff zu schaufeln oder mit dem Traktorstrahl einzuholen.

Die Liste der besonderen Gäste beinhaltet unter anderem Wilton Tchuss, Ex-Raumfahrer und frischgebackener Unternehmer, Norman Colton von RSI’s Astro Entwicklungs-Team und Dr. Fah Teller, der kürzlich ziemlich Wellen machte mit der Aussage, ohne offizielle Schadensberichte bestehe die Gefahr planetarer Kollisionen, herbeigeführt durch Asteroiden-Bergbau. Das wird ein recht geistreiches Gespräch geben, also fangt an, Eure Comm-Nachrichten herzuschicken, damit wir die Diskussion über die Themen abhalten können, die Ihr auch hören wollt.

Nun habe ich während er letzten Wochen eine ganze Menge Comm-Nachrichten von euch bekommen. Einige von Euch erhitzten sich ein wenig an unserer letzten Episode über die Transporter-Gilden und Netzwerke, daher will ich mir die Zeit nehmen, um die Gemüter ein wenig abzukühlen. Ihr alle wißt, daß ich letztendlich für EUCH da bin. Ich versuche, Informationen jedweder Art zu präsentieren, egal ob gute oder schlechte, damit Ihr für Euch entscheiden könnt, was das Beste ist. Wen ich nun darüber spreche, ob es kostengünstig ist, einem Frachter-Netzwerk beizutreten, dann stelle ich damit eine Frage. Um Zugriff auf die Netzwerk-interne Kontaktliste und die verfügbaren Jobs zu erhalten, muß man einen Betrag, irgendwo zwischen 15 und 20% seines Lohns zahlen. Meine Kritik an diesem System ist, daß das Netzwerk den gleichen Betrag dem in Rechnung stellt, der das Frachtverzeichnis einbucht. Versteht mich nicht falsch … das Netzwerk kann durchaus ein Lebensretter sein, indem es die einzige Quelle für einen Job zur Verfügung stellt, aber das ist ein ziemlicher Batzen an Kohle, der von Eurem sauer verdienten abgeht. Sicherlich, die Alternative wäre, entsprechende Kontaktlisten auf eigene Faust zu erstellen und zu pflegen … aber es war eben eine Frage.

Mein alter Herr war ein geborener Gilden-Mann, also hatte ich nichts als Respekt für meine Brüder und Schwestern am längeren Hebel, aber wenn die Zeiten derart angespannt sind und jeder Credit, den du einnimmst bereits verplant ist, dann sollte man genau solche Fragen stellen. So, nun habe ich mir das von der Seele gesprochen und hoffentlich haben wir damit alle Unklarheiten beseitigt und können weiterhin Freunde sein.

Abschließend noch, mein Handels-Tip für diese Episode ist Thorium. Aufgrund des wachsenden Bedarfs sowohl als Komponente des Mag-Thor Baumaterials, als auch seine Anwendung im planetaren Kraftwerksbau, sind die Preise dafür während der letzten Wochen stetig nach oben gegangen. Haltet also ein Ohr frei für Nachrichten von irgendwelchen Leuten, die Thorium zu verschiffen haben.

Das soll’s für heute gewesen sein, Leute. Nochmals, vergeßt nicht, Eure Fragen zu unserem Special über Asteroiden-Bergbau zu schicken.

Kommt an, wo immer Ihr hin wollt. Mein Name ist Craig Burton.

Bleibt am Funkeln, Leute.

Wizard

Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #3

(Übersetzung: Wizard)

Nicht gut. Ich fühlte mich wie auf einer Landmine stehend. Ich konnte nicht sagen, ob sich der Angreifer davongemacht hatte oder nicht, egal, welchen Scan ich durchlaufen ließ. Es sah nun ganz danach aus, als sei ich das Opfer meiner eigenen tollen Idee geworden. Der Hauptgrund nämlich, warum ich genau diesen Punkt ausgewählt hatte, um den Schlepper anzuspringen, war die Nähe zu einem Sonnensturm. Tja und nun nagelte der Sturm meine Scanner genauso, wie zuvor die seinen.

Fünf weitere Minuten vergingen. Zur Hölle mit dem Angreifer. Ich würde überhaupt nichts tun. Wenn sie mir das Licht ausblasen wollten, könnten sie das zu jeder beliebigen Zeit tun. Inzwischen kann ich mir überlegen, welches Blatt ich auf der Hand halte.

Zuallererst gab es da mal ein gutes Dutzend Sklaven, eingesperrt in einen Frachtcontainer, schlafen gelegt und gestapelt zum leichteren Transport. Ein netter Batzen Trinkgeld. Möglicherweise hatte der Schlepper einen Schatten, der ein Auge darauf hatte, daß er nichts Verdächtiges anstellte. Als er dann geschnappt wurde, knipste der Schatten ihn aus. Solche Leute kümmerten sich nur um’s Produkt, nicht um den Arbeiter. Wenn das so war, warum hatten sie mich dann nicht angefunkt ? Ich hätte vermutet, sie würden mich davon „überzeugen“ wollen, den Schlepper seinen Weg fortsetzen zu lassen.

Mein Computer beendete seinen Abgleich mit dem Kontrollsystem des Frachtcontainers. Mein Bildschirm leuchtete auf und füllte sich mit Daten zu Vitalzeichen der Insassen, dazu zeigte er den Zugriff auf den Medikamentenfluß, um sie ruhig zu stellen, auf Temperatur- und Druckregelung usw. Hundemarken hatten sie keine umhängen, vielleicht waren die eingesammelt und wiederverwendet worden, oder eben gestohlen und ausradiert.

Ich ließ einen erneuten Umgebungs-Scan laufen, nur um zu sehen, ob mein Freund noch irgendwo auf der Lauer lag. Offenbar nicht. Nichts, gar nichts. Es schien lächerlich, daß sie erst den Schlepper in die Luft jagen und dann einfach abhauen würden. Aber nochmal, wer weiß, welche Bekloppten hier draußen umher fliegen ?

Ich versetzte dem Steuerknüppel einen kleinen Stoß. Eins der Hilfstriebwerke am Flügel sprang an.

Und mit ihm blitzten all meine Defensivsysteme auf, voll von Zielerfassungswarnungen sich nähernder Raketen. Das Blut kochte mir schlagartig in den Ohren und ich schlug die Warn-Anzeige auf Lautlos, wobei das Gehäuse des Bildschirms zerbrach. Klasse. KLASSE.

Ich konnte es gar nicht abwarten, einen Weg aus diesem Schlamassel zu finden und diese Schnecke zu zertrampeln.

Aber die Wahrheit war, ich hatte nichts in der Hand. Ich hatte einen Angreifer mit einer lächerlichen Tarnkappe, der mich auf frischer Tat erwischte. Ich hatte eine Kiste voll komatöser Sklaven ohne jegliche Herkunft oder Registrierungsmarken, die genausogut aus dem Wunderland hätte stammen können. Alles in Allem war ich ziemlich im A… .

„Unidentifizierte Freelancer-Klasse. Unter Berufung auf Artikel 43 des Advocacy-Autoritätsgesetzes fordere ich Sie auf, Ihre Maschinen runterzufahren.“ Das war eine Frau. Die Agentin vom Frachthafen ?

Mir fehlen die Worte. In diesem Moment kann ich gar nicht mehr wütender werden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die nette Advocacy Agentin schrecklich angetan wird von meiner Geschichte vom unsichtbaren Angreifer, mich NICHT wegen Menschenhandel dran kriegen will und mir nicht zu dreißg Jahren auf einer Gefängniswelt verhelfen möchte.

Vielleicht war SIE der Angreifer ? Ich bezweifelte das. Meine Scanner waren immer noch ganz kirre von dem Sturm und das sah nach einer Menge Extra-Arbeit aus … wofür ? Nee, ich bezweifelte es wirklich. Vielleicht hatte der Angreifer einen Funkspruch an die Advocacy abgesetzt …

„Unidentifizierte Freelancer-Klasse. Sie haben eine Minute!“

Scheiß drauf. Ich hämmerte die Nachbrenner auf Vollschub und ließ das Schiff herumschwingen. Wenn sie mich erschießen wollten, dann konnten sie mich auf der Flucht erschießen.

Der Interceptor der Advocacy-Agentin sprang an und raste hinter mir her. Laserfeuer blitzte an meinem Cockpit vorbei. Ich zog alle Schildenergie auf die Heckschilde. Sollte ausreichen um ihre Schüsse abzuhalten, außerdem versuchte sie nicht, mich zu zerstören.

Sie zielte nicht auf die Haupttriebwerke, sondern auf Hilfstriebwerke und alles andere, was mich ins Straucheln bringen konnte.

Das war auch ein Zeichen dafür, daß sie wußte, was sich in dem Frachtcontainer befand.

Ich schob mich nach und nach wieder in Richtung Zivilisation. Ich schaute mir gerade die in Frage kommenden Schiffsrouten an, als meine Schilde aufflammten und das Schiff durchgeschüttelt wurde. Sie hatte mich mit einer Dumbfire-Rakete getroffen. Nun denn … ziemlich sicher, daß DAS nicht zum Standard Procedere gehörte.

Ich steckte eine ganze Reihe Lasertreffer ein, bevor ich aus ihrem Feuervektor abtauchen konnte. Die Schilde brauchten ein wenig Zeit zur Erholung, die ich ihnen verschaffte, indem ich das Schiff in kontrollierte Überschläge steuerte, welchen der Interceptor folgte. Die Agentin flog ein sehr bewegliches Schiff, viel beweglicher als meines, aber ich hatte ein paar Überraschungen für sie parat.

Ich hatte meine Waffen, aber ich liefere mir keine Schlacht mit einem Advocacy-Agenten. Ich brauche diese Art von Aufmerksamkeit nicht, deshalb habe ich auch einen Großteil der Modifikationen in das Flugverhalten des Schiffs gesteckt. Versteckte Hilfstriebwerke, Ersatzmotoren, Selbstmord-Bremsen. Dieser ganze Kram eben. Sie würde die breite Palette bekommen.

Wir pflügten und schraubten uns durchs All, nie vom Kurs zurück in Richtung Verkehrsrouten abkommend. Ich wollte den Sprung-Punkt erreichen und ich bin sicher, sie vermutete genau das. Sie kämpfte um einen Raketentreffer und ich für meinen Teil bemühte jeden Trick, um genau das zu vermeiden.

Weiter voraus brachen Polizei-Schiffe aus ihren Stationen auf und gingen auf Abfangkurs. Schätze, die Lady hatte sie über Funk zur Party eingeladen. Zu ihrem Pech hätte ich mich darauf nicht eingelassen, wenn ich nicht ein, zwei Kreuzer von ihnen austricksen könnte.

Ihr Wendekreis ist ziemlich mies, daher Lektion Eins, direkt auf sie zuhalten und knapp an ihnen vorbeizischen und sie brauchen gute fünf Minuten zum Umdrehen. Allerdings muß man das entgegenkommende Sperrfeuer und die Raketenangriffe überleben.

Die zwei Kreuzer legten los mit allem, was sie hatten. Ich teilte die Schilde wieder auf und prüfte, was sie mir da alles entgegen schleuderten. Der Trick dabei, Manöver wie dieses zu überleben ist, sein Schiff zu kennen. Zu wissen, was es einstecken kann und vor allem, was nicht. Dann teilt man die Verteidigungssysteme so auf, daß alles abgefangen wird, was das Schiff nicht mehr verkraften wird.

Allerdings würde ich in Kürze zerkaut werden.

Ich zog in eine Rolle und warf eine Reihe Täuschkörper ab, um einige der Raketen abzulenken. Ich feuerte sogar eine meiner eigenen Raketen ab, bevor ich die Motoren schlagartig ausschaltete, um ein Freund/Feind-Geschoß auszutricksen.

Ich ging wieder auf Vollschub, wobei ich Waffenenergie auf die Schilde umleitete, um ihre Entladung auszugleichen. Plötzlich wechselten sie auf Kanonen. Schätze, die Agentin hatte ihnen gesagt, was sich im Frachtcontainer befand.

Ich raste an ihnen vorbei, hin zu dem stetigen Strom an Pendlern und Handelsschiffen, die sich in die Schlange einreihten, um ins nächste System überzuwechseln. Ich ließ mich unter einen Frachter sacken und raste am Aussichtsdeck entlang. Ich konnte beinahe die aufgerissenen Augen der Kinder sehen, die auf ihrer Reise, raus in die verschiedenen Systeme waren. Ich schnippte den Elektroskin aus, um in der Masse der normalen Zivilschiffe zu verschwinden, dann lud ich den Navigationspfad für dieses Sprungtor und gab ihn frei.

Die Advocacy-Agentin schwenkte ihren Interceptor genau zwischen mich und das Sprungtor ein. Ihre Waffen flammten auf. Ich schlängelte mich durch die Zivilistenschiffe. Wenn sie einen Schuß absetzen wollte, dann wollte ich ihn zu einem unmöglichen machen.

Ich rollte über ihr Schiff hinweg und warf dabei ein kleines Geschenk für sie ab, bevor ich in die Öffnung des Sprungtores stürzte. Unmittelbar nachdem ich verschwunden war, explodierte meine EMP-Bombe.

Es war nicht tödlich. Die Systeme der betroffenen Schiffe würden von alleine wieder hochfahren, aber es war genug Chaos entstanden, um mir die Zeit zum Abhauen zu verschaffen.

Auf der anderen Seite wieder aufgetaucht, schoß ich so schnell und so weit weg, wie ich nur konnte.

Darüber zufrieden, daß ich noch in einem Stück war, hatte ich endlich einen Moment zum Nachdenken. Diese ganze Situation hatte neue Wege aufgezeigt, mein Nervenkostüm zum Flattern zu bringen. Ich mußte mich ein bißchen zurücknehmen und mir über einige Dinge klar werden.

Eine Sache wußte ich jedoch, da draußen war jemand, der mich zum Tanzen bringen wollte. Nun mußte ich herausbekommen, wie ich die Pfeife

meine Melodie spielen lassen konnte.

… wird fortgesetzt.

Wizard

Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #2

(Übersetzung: Wizard)

Der kalte Ozean des Raums. Einige Leute lieben ihn. Gedeihen in ihm. Mich befremdet er. Sie sehen ihn als Inbegriff von Freiheit an. Für mich ist er ein Gefängnis, schlimmer sogar, ein Scharfrichter, der über dir steht und genau auf DEN Riß in der Hülle wartet, der dir das Licht ausbläst.

Aus irgendeinem Grund verfalle ich immer in trübsinnige, morbide Gedanken, wenn ich dabei bin zu landen. Der Covalex Umschlaghafen tauchte auf. Eine Stimme knisterte aus meinem Com-Lautsprecher.

„Bereit für Identifikation.“ Ich wühlte in meinen ID-Marken, bis ich eine saubere gefunden hatte und sendete ihre ID. An ihr kauten sie eine Weile … dann „Danke Frau Bally-Wa. Trakt 2, Hangar Vier, Bucht 32.“ Mit einem Klicken verstummte der Sender.

Mehrere Transportvereinigungen hatten sich in der Vergangenheit zusammengetan, und einen Haufen dieser Verteilstationen aufgemacht, die als Übergabepunkte für Fracht dienten oder als Anlaufpunkt für Händler und Transporter, die sich nicht mit den Problemen und der Physik einer Planeten-Landung herumschlagen wollten.

„Hey Ethan“ Oh Mann … gerade erst war ich angekommen.

Ich drehte mich langsam um. Raj Benny. Wenigstens glaubte ich, daß er keinen Grund hatte, auf mich sauer zu sein.

„Hey Raj, auch mal am Reinschauen ?“

„Jou, weißt du, mal sehen, was so läuft.“

So weit schwere Jungs auch manchmal gehen mögen, Raj war kein allzu schlechter. Obwohl er eine gemeine Ader hatte. Während das grundsätzlich der Fall bei Tevarin ist, habe ich erlebt, wie ihn sein Temperament ein ums andere Mal in unnötige Situationen gebracht hatte. War mit der Grund für einige Spannungen in der Vergangenheit zwischen uns gewesen, aber ganz klar, heute nicht. Eines schönen Tages werden wir uns sicherlich gegenseitig über den Haufen schießen. Aber bis dahin gibt es keinen Grund, nicht zivilisiert miteinander umzugehen.

„Was Lukratives gesehen ?“ fragte ich, während ich mich wieder zum Gewimmel an Menschen umdrehte. Raj zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck HydroFroz.

„Nicht wirklich.“ Der Blick seiner tiefschwarzen Augen blieb an etwas haften und gleich darauf nickte er mir kurz zu. Eine Advocacy-Agentin. Kannte sie nicht. Auch sie versuchte unauffällig unterzutauchen.

„Später.“ Damit machte sich Raj davon und verschwand in der Menge. Ich tat es ihm nach.

„The Door“ war eine Spelunke für Schlepper, Frachterkapitäne und Händler, in der man einen Drink, einen Happen zu essen oder auch ein, zwei Stunden Schlaf in einer engen Einzelkoje im Hinterzimmer bekommen konnte. War lustig zu beobachten. Zu sehen wie ein Haufen Gammler auf einem Fleck, mit Kohle in der Tasche, wie ein Magnet auf Abstauber wirkt … eine Gruppe, die unglücklicherweise auch Leute wie mich einschließt.

Ich besorgte mir ein RealWater und postierte mich in einer Ecke, um einen guten Überblick über den Schankraum zu haben.

Drei gepflegte Gläser später, sah es dann nicht mehr so rosig aus. Irgendwo zersprang klirrend ein Glas und ein paar Köpfe drehten sich, meiner eingeschlossen. Einer der Schlepper taumelte gerade wieder auf seine Füße und schlingerte seitwärts. Auf seiner Stirn pulsierten Adern, als wollten sie ausbrechen. Schien wohl eine Partie Trigger aus dem Ruder zu laufen.

„Ich nannte dich einen Betrüger, wenn du mich schon darum bittest, es nochmal zu sagen. Ich werd’s dir am Besten in die Visage schnitzen, mal sehen, ob du mich dann verstehst.“ Der Sicherheitsdienst setzte sich in Bewegung. Die anderen Spieler verharrten auf der Stelle in der Befürchtung, die kleinste Bewegung oder Reaktion ihrerseits könnte den Kerl noch weiter reizen.

„Werft ihn raus!“ Der Barkeeper schrie regelrecht.

„Schnauze, es sei denn, du willst mittanzen.“ Der Sicherheitsdienst schnappte den Besoffenen an den Armen und schleppte ihn zum Ausgang. Der Kerl trat dabei heftig gegen vereinzelte Tische und vergoß damit einige der darauf stehenden Drinks. Er kicherte dabei und genoß sichtlich den Umstand, ein Störfaktor zu sein.

Der Typ hatte Potential. Die Kerle vom Sicherheitsdienst warfen ihn hinaus, wo er wieder auf seine Füße stolperte und einen ca. 5 Minuten anhaltenden Strom von Obszönitäten ausstieß, bevor er davon stolperte.

Ich folgte ihm, als sei er nicht bei vollem Bewußtsein, nur für den Fall, daß ein paar Aasgeier die Show mitbekommen hatten. Schließlich bummelte er zurück zu den Schiffs-Buchten. Er kletterte in eine verbeulte MISC Fiera, wobei er zweimal auf den Trittstufen der Leiter ausrutschte. Unterhalb seines Schiffs befand sich ein abnehmbares Frachtmodul.

Langsam fuhren die Triebwerke hoch.

Die Registrierungsnummer des Schleppers immer wieder vor mich hinmurmelnd, trabte ich zu meiner eigenen Bucht und hob sofort ab.

Direkt außerhalb der Startrampe hatte ich ihn eingeholt. Die Haupttriebwerke der Fiera zündeten und das Schiff nahm langsam Fahrt auf. Ich hielt Abstand zu ihm, allerdings wiederum mehr aus den Bedenken heraus, potentielle Gegner zu bekommen, als aus der Annahme, dieser Idiot könne mich bemerken.

Es brauchte drei Stunden, bis der Verkehr sich lichtete. Ich hatte keine Ahnung, wo sein Ziel lag, aber es war offensichtlich, daß er nicht auffallen wollte. Gut für mich. Machte meinen Job hundertmal einfacher. Ich ließ ihn noch eine Weile vor sich hin treiben. Stellte sicher, daß es schön ruhig um uns war. Dann war ich am Zug.

Ich schoß vor das Cockpit der Fiera, den ElectroSkin einschaltend, während meine Hauptwaffen warmliefen. Die Lackierung auf meinem Schiffsrumpf änderte sich in das blutbespritzte Design unter dem man mich kannte.

Ich konnte ihn in seinem Cockpit sehen, den Unterkiefer runtergeklappt, in absolutem Schockzustand. Ich rief ihn über Funk.

„Deinem Gesichtsausdruck entnehme ich, daß du weißt, wer ich bin.“ Er war kaum in der Lage, sich ein Kopfnicken abzuringen. „Okay, hier sind die Regeln. Du haust ab, du stirbst. Können wir uns in diesem Punkt einigen ?“

Wieder nickte er. Ich gab ihm einen schnellen Überblick über den Rest meiner Regeln. Sie endeten so ziemlich alle wie die erste. Zum Zeitpunkt, an dem ich ihm sagte, er solle seine Fracht abwerfen, war er bereits absolut gefügig. Er entriegelte den Ladecontainer und entfernte sich langsam von ihm.

Ich manövrierte ein wenig und die Ladung klinkte sich an meinem Schiff ein.

„Und jetzt, verzieh‘ dich.“ Er jagte davon wie die Hölle.

Ich würde keinen Komplett-Check der Fracht unternehmen, für den Fall, daß sich der Schlepper gleich an die Cops wendete, aber ich mußte zumindest einen Blick riskieren.

Das System meines Schiffs brauchte ein Weilchen, um das Rechner-Protokoll des Fracht-Containers zu akzeptieren, aber dann würde ich Zugriff auf die Innenansicht haben.

„Na komm‘ schon, Zahltag …“

Das Bild poppte auf meinem Bildschirm auf. Ich mußte den Empfangsverstärker hochdrehen, um etwas zu erkennen. Endlich sah ich, was drinnen war …

Leute. Halb verhungert. Degeneriert. Einige Menschen, einige wenige Banu, Tevarin und ein paar, die ich nicht zuordnen konnte. Ich sah Rot. Er war ein Sklaven-Händler. Größte scheißefressende Bastarde im ganzen …

Ich drosch den Schubregler nach vorn und das Schiff schwang herum. Ich konnte gerade noch das schwache Glühen seiner Düsen weit entfernt erkennen. Er würde mir nicht entkommen. Zur Hölle mit ihm.

Ich kam ihm immer näher und ich würde mir viel Zeit für ihn nehmen, ihn so langsam und ausdauernd auseinandernehmen, daß er sich ein Leben ohne Qual schon gar nicht mehr vorstellen kann. Zuerst würde ich …

Zwei Raketen schossen an mir vorbei in Richtung des Sklavenhändlers. Die Erste ging in seinem Triebwerk hoch, die Zweite direkt hinter seinem Cockpit. Die Antimaterie-Detonationen loderten hell auf und ließen von der Fiera nur kalte Asche übrig. Meine Polarisations-Kompensatoren sprangen blitzartig an und als sie wieder schwächer wurden, war das Schiff verschwunden. Ebenso verschwunden war, wer auch immer diesen Kerl abgeschossen hatte. Keine Spur mehr von ihnen auf dem Scanner zu sehen.

Da war ich also. Alleine mit einer Ladung voll Sklaven. Mein Blut immer noch am Kochen.

Raj war nicht der Einzige, der ein Problem mit seinem Temperament hatte.

Kefka

UEE Queries: Jump-Points

blog-0110348001355431100.jpgExpansion und Erforschung, wie wir sie heutzutage kennen, wäre schlichtweg nicht möglich ohne die Entdeckung von „Sprung-Punkten“ oder Lücken in der Raum-Zeit. Für jeden Punkt gibt es einen Gegenpunkt oder Ausgang in einem anderen Sternensystem. Während die Reise durch einen Sprung-Punkt vielleicht fünf Minuten oder eine halbe Stunde dauert, kann die zurückgelegte Strecke tausende von Lichtjahren betragen.

Im Jahr 2771, wurde Nick Croshaw der erste Pilot, der erfolgreich einen Sprung-Punkt durchquerte. Seine Entdeckung führte zur Aufnahme des Croshaw-Systems und begründete eine neue Ära der menschlichen Expansion im Universum, die es uns erlaubt gewaltige Distanzen im Universum ohne die Notwendigkeit von FTL-Antrieben zurückzulegen.

Q: Woran erkenne ich, dass ich einen Sprung-Punkt gefunden habe?

A: Visuell kann ein Sprung-Punkt wie flimmernde Luft an einem heißen Tag aussehen. In der Dunkelheit des Alls ist es beinahe unmöglich dies zu erkennen, so dass er für gewöhnlich durch sehr präzise Scans aufgespürt wird. Nicht jeder Sprung-Punkt gleicht dem anderen, so können sie durchaus unterschiedliche Energiesignaturen haben. Zum Beispiel wurde das Croshaw-System entdeckt, als Croshaw einen Neutronenfluss bemerkte der im „Nichts“ verschwand, wie ein Luftzug durch einen Türspalt.

Q: Ich habe einen Sprung-Punkt entdeckt. Was soll ich tun?

A: Machen Sie Aufzeichnungen. Stellen Sie sicher, dass Sie genau dokumentieren, wie Sie den Sprung-Punkt entdeckt haben. Welche Scans haben Sie genutzt? Wie war der Winkel und die Position Ihres Schiffes, als er auftauchte. All diese Daten sind für die Wiederherstellung dieser Konditionen unerlässlich, um den Sprung-Punkt beständig für allgemeines Reisen offen zu halten.

Q: Ich habe detaillierte Aufzeichnungen der Sprung-Punkt-Koordinaten gemacht, werde ich jetzt dafür bezahlt?

A: Nein, die Entdeckung eines neuen Sprung-Punktes allein genügt nicht, um sich eine Belohnung zu sichern. Man muss erfolgreich hindurch- und über die genutzte Route auch wieder zurückgeflogen sein.

Q: Klingt einfach, kann ich einfach hindurch fliegen?

A: Die Technologie ist seit den Tagen Croshaws ein ziemliches Stück vorangekommen. Neben der Kombination von Geschwindigkeit und Annäherungswinkel, fand Croshaw heraus, dass der Schlüssel, erfolgreich in einen Sprung-Punkt zu fliegen, in den Emissionen einer ungeschützten Kernfusion lag. Die heutigen Sprungmodule, wie beispielsweise das RSI Frontier oder das MISC Traveller simulieren dieses Emissionsmuster, um so einen Sprungpunkt auszudehnen oder zu „öffnen“, der Beständig genug ist, um eine Reise zu ermöglichen.

Einen nicht verzeichneten Sprung-Punkt zu durchfliegen ist wie eine Schlittenfahrt. Stellen Sie sicher, dass Sie über ein UEE-geprüftes NavDrive verfügen, um die Flugroute durch den Sprungpunkt aufzuzeichnen (gegenwärtig akzeptierte NavData-Formate sind PRE, R2F, TJ, VCE).

Die Strecke zwischen Ein- und Ausgang, bekannt als Interspace, ist am Besten als ein Verwischen von Sicht und Tönen zu beschreiben. Bewegungen sind beides – schnell und langsam. Da Wissenschaftler die Vorgänge zwischen zwei Sprung-Punkten immer noch genau untersuchen, ist es eine weithin akzeptierte Annahme, dass, einmal im Interspace, die fremde Materie (Sie) in Richtung Ausgang gezogen wird. Es gibt Körper nicht identifizierter Masse im Interspace, die Ihr Schiff beschädigen oder gar zerstören können, daher sind gute Reflexe und schnelle Scanner unabdingbar.

HAFTUNGSAUSCHLUSS: Durch einen nicht verzeichneten Sprung-Punkt zu navigieren ist extrem gefährlich und kann zu Verletzungen oder dem Tode führen. Die UEE unterstützt solche Handlungen nicht und ist nicht für Schäden verantwortlich, die Piloten oder ihrer Ladung entstehen. Durchquerung auf eigenes Risiko.

Q: Ich hab es geschafft! Ich habe erfolgreich in den Sprung-Punkt navigiert, die Flugroute aufgezeichnet und bin zurückgekehrt. Was nun?

A: Glückwunsch. Bitte teilen Sie Ihrer lokalen Bürgeradministration mit, Ihren Sprung-Punkt für eine Überprüfung an die Behörde für Transport & Navigation zu übermitteln. Bei mehreren Meldungen eines Sprung-Punktes wird nur die Meldung anerkannt, die zuerst eingegangen ist.

Hier finden Sie ein Musterformular:

th_UEEQuerieJump-PointsFormular.jpg

(Zur Kenntnis: Formulare/Anträge können ohne Benachrichtigung geändert/aktualisiert werden. Bitte schlagen Sie für die aktuellsten Informationen in der UEE Datenbank nach.)

Gule Gule

Seid gegrüsst, Bürger! Wir freuen uns bekanntgeben zu können, dass wir jetzt mehr als 100000 Spender haben und kurz davor sind, 7 Millionen Dollar zu überschreiten! Die Unterstützung der Gemeinschaft damit wir dieses Spiel entwickeln können ist schlichtweg unfassbar; wir werden euch nicht enttäuschen!

Freelancer Video

Wir wissen dass Ihr es kaum erwarten könnt mehr Infos zu den Schiffen zu bekommen, daher haben wir heute eine spezielle Vorschau: ein Interview mit Jim Martin, über den Design-Prozess der Freelancer… und einige Bilder der bisherigen Arbeit! Wir glauben Ihr werdet sehr zufrieden sein, wie sich das ganze so entwickelt.

Citizen Cards

Es tut uns sehr leid ankündigen zu müssen, dass die Citizen Cards, nicht wie ursprünglich erhofft, zu Weihnachten fertig sein werden. Auf der positiven Seite haben wir zehntausende Unterstützer mehr als erwartet in unserer schnellwachsenden Gemeinschaft und haben alle Crowdfunding-Rekorde gebrochen. Daher ist die Herstellung der Karten wesentlich umfangreicher als angenommen. Diese Tatsache, sowie das Zusammenführen von 34397 Kickstarter-Pledges sind der Grund für die Verzögerung. Kickstarter erlaubt den Mitgliedern Korrekturen bei Zahlungsproblemen innerhalb von 2 Wochen nach Abschluss der Kampagne, daher konnten wir erst vor kurzem damit beginnen die Daten zu verarbeiten. Wenn wir jetzt mit der Produktion der Karten beginnen würden, dann könnte es leicht passieren, dass Unterstützer auf Kickstarter nicht die richtigen Karten bekommen würden, nachdem sie Upgrades zu bestehenden Spenden hinzugefügt haben.

Wir möchten aber, dass Ihr alle etwas zu verschenken habt, an Freunde, Familie und SpaceSim Fans, jetzt wo Weihnachten vor der Tür steht. Wir werden digitale Glückwunschkarten im Laufe des Monats zur Verfügung stellen, damit ihr nicht mit leeren Händen da steht.

Wir versprechen euch bezüglich der Citizen Cards auf dem laufenden zu halten. Es wird sich lohnen.

Diese Karten werde eine einmalige Produktion sein, die dich mit deinem Namen als Gründer von StarCitizen ausweisen. Wir hoffen noch viele weitere Rekorde zu brechen und möchten diese Karten als Erinnerung an unseren bescheidenen Anfang sehen, sowie deiner Hilfe dies alles möglich zu machen. Sandi arbeitet hart daran, sicherzustellen, dass die Karten so bald wie möglich den Weg zu euch finden werden!

In the News

Anfang dieser Woche hat Chris an der ersten Ausstrahlung eines mehrteiligen livestreams für MMORPG teilgenommen. Er hat Fragen der Zuseher beantwortet und über alle Aspekte von Star Citizen gesprochen. Das nächste Interview wird am 13.12. um 02:00 Uhr (CET) stattfinden. Wer da noch wach ist, kann seine Fragen einbringen!

http://youtu.be/j8tKqsxDZA0

Aber Chris ist nicht der einzige im Team der die Runde macht! Eric Peterson, besser bekannt als Wingman, hat vor kurzem mit TinkTink über das Spiel gesprochen!

Youtube-Link dazu: youtu.be/mudEiDudoUk

Star Citizen HQ

StarWatch!

StarWatch!


Hey Leute, hier ist Callie C, wir stoßen zu euch mit dem heißesten Tratsch und Fundstücken aus all den Systemen.

Dies kommt vom Hörer SixEight: Yeah, SataBall-Star Karl Acker war heute im Nachtleben von Prime unterwegs. Immer noch beflügelt durch den letzten Titel der „Terra Gryphons“, leistet Acker ununterbrochene Beinarbeit auf dem Tanz-Parkett, leider hatten wir ihn nicht voll im Blick, bis er einen der sieben Clubs die er letztendlich besucht hat, in dieser Nacht verließ. Bleib locker, Acker! Achte auf deinen Knöchel Sportsfreund. Die nächste Saison steht vor der Tür.
Bisher haben wir über die Identität der jungen Lady kein Wort vernommen, die hier und da an seinem Arm gesehen wurde. Schickt einen Hinweis über sie an unseren Hauptverteiler, treue Hörer, und ihr werdet in einer der nächsten Episoden erwähnt.

Weiter geht’s, dies hier kommt von Ferron, wo die Paparazzi letzte Nacht eine echte Show im Benny's geknipst haben, als der aufstrebende Filmstar Natasha Alil auf ihrem eigenen Geburtstag durch ein wirklich anziehendes Outfit entzückt hat. Alil's neuester Film läuft zwar erst nächste Woche in Terra an, war aber in den letzten Monaten in Ferron schon erfolgreich, und hat dort alle Zuschauerrekorde gebrochen. Bei den Szene-Insidern kursieren Gerüchte, man munkelt, dass ihr Anblick ein wahrer Durchbruch für das junge Sternchen sei, was durch die Gästeliste ihrer Party bestätigt wurde. An ihrem Glücksfall Geburtstag glitzerten mehr Sterne als am Himmel. Die Dame der Stunde erhob sich aus ihrem Gefährt und zeigte sich in einem trägerlosen schwarzen Venti-Kleid, das selbst die Paparazzi sprachlos machte, die für einen kurzen Augenblick ihr pausenloses Blitzlichtgewitter unterbrachen. Alles Gute zum Geburtstag Natasha! Mach weiter mit dem, was du tust.

Das Konzert der Corals letzte Nacht in „Keller“ in „Crowshaw“ nahm eine peinliche Wendung, als der Leadsänger, Xander Paul, aus heiterem Himmel zu einer fünfminütigen Anti-Citizenship-Tirade ansetzte. Die meisten Leute, die kommen, erwarten diese Art von Verhalten von dem launischen Frontmann, der seit seinem letzten Album immer politischer wird. Aber dies war eine Fundraising-Veranstaltung, voll von Citizens, die nicht auf seiner Welle ritten. Die Menge bekam keine Zugabe, weil die Security ihn leise aus den Räumlichkeiten hinauseskortierte, genau in dem Moment, als die Band die Vorstellung beendet hatte. Hey Xander, kleiner Tipp, guck dir das Publikum vorher an. Haben sie dir das in der Rocker-Schule nicht beigebracht?

Die mondäne Modemäzenin und vollblütige Visionärin des Lebens und der Liebe macht sich auf den Weg in das Goss-System. Prominenz Karishma Sata wurde hier am AMS-Hafen auf Vega gesehen, wo sie ihr Gefolge versammelt hatte, für etwas, was unzweifelhaft ein stellarer Aufenthalt im atemberaubendsten System der Galaxis werden würde. Karishma hat den Paparazzi erzählt, dass sie einen langen Abschied nehmen will, nachdem sie ihre letzte Modekollektion vorgestellt hat, aber sie hat dennoch angedeutet, dass sie ihre unzähligen Talente in den Parfüm-Markt einbringen wolle. Wirklich mondän.

Zuguterletzt gibt es noch mehr Ärger für den aufmüpfigen Rebellen Ellroy Cass. Davien's beliebtester Bad-Boy-Künstler wurde letzte Nacht unter Drogeneinfluß fliegend in einem Schiff erwischt, das nicht ihm gehörte. Während Quellen für sich beanspruchen, dass Cass nicht offiziell für Diebstahl belangt wird, ist dieser Vorfall mit Sicherheit eine Verletzung seiner Bewährungsauflagen im Zusammenhang mit den ungeheuerlichen Prügeleien, in die er in Osiris vor zwei Jahren verwickelt war. Mit der letzten Neuauflage von Cass Hit-Show, kann man hoffen, dass der Zustrom von finanziellen Mitteln helfen wird, die Rechtskosten zu mildern, vor allem mit dem neuen Haufen Ärger, aber wir hier bei StarWatch glauben, dass dies vielleicht ein Weckruf für den unverbesserlichen Cass sein wird, sich in den Griff zu bekommen.


Das ist alles, was wir für heute haben, ihr treuen Tratschnasen. Erinnert euch daran, ihr seid selbst Reporter. Eure Augen & Ohren sind auf den Straßen & Systemen, also lasst uns die Videos und Fotos zukommen.

Ich bin Callie C, bleibt dran, wir sehen uns auf der anderen Seite.
Star Citizen HQ

Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #6

(Übersetzung: Wizard)

Ich starrte den Knaben, der unter meinem Namen auftrat über die Kimme zweier Kanonen an. Schummel-Ich zitterte und flennte, bewegte sich ansonsten aber nicht. Beim Filzen fand ich eine billige Pistole bei ihm, die wahrscheinlich explodieren würde bevor sie richtig schoß sowie einen Teleskop-Schlagstock in seinem Stiefel. Ich schleuderte beides in den Fluß.

„Bitte Mann … Ich hatte keine …“ seine Stimme klang schwach, bebend. Ich schlug ihm in den Nacken und er fiel vornüber, rollte sich auf dem Boden zusammen. Das war der Moment, ab dem die Tränen richtig flossen. Er dachte wohl, er wußte, wohin das alles für ihn führte, aber für mich waren da größere Dinge im Spiel. Das war es, was ich mir immer wieder sagen mußte, weil ich weiterhin an sie denken mußte … und das war sehr schlecht für Schummel-Ich.

„Glaub’s oder laß es, aber das ist dein Glückstag.“ sagte ich, während ich ihm die Knarre ins Gesicht drückte.

„Sieh mal, normalerweise bekommen feige Menschenhändler wie du etwas, das ich

‘Das Übliche‘ nenne. Ohne jetzt näher ins Detail zu gehen … das ist einfach nur ein sehr langwieriger, schmutziger Vorgang, der sich über Tage hinzieht.“

Er fing an, Schwachsinn zu brabbeln, da seine Gedanken zu schnell rasten, um ihn verständliche Worte formulieren zu lassen. Ich zog mein Messer – er verstummte.

„Und als Sahnehäubchen hast du sogar noch meinen Namen verwendet. Laß uns also einfach sagen, ‘Das Übliche‘ wäre in deinem Fall nur der Startplatz für Reisen zu sehr tiefen, dunklen Orten … die ehrlich gesagt sogar mir Angst machen.“

Er schloß seine Augen, als seine Vorstellungskraft anfing, zu arbeiten. Ich ließ ihn für einen Moment schmoren.

„Aber ich will den, der diesen Menschenhändlerring betreibt, wer auch immer das ist. Denk also mal in folgende Richtung: Je mehr Informationen du raus läßt, desto weniger Schmerz wirst du erleiden.“

Ich drehte die Waffe in Richtung seiner Hand – und schoß ihm einen Finger weg. „DAS … ist unsere Grundlinie.“

Er schrie und griff nach seiner Hand.

„Und jetzt … laß laufen!“

Und wie er es laufen ließ. Er gab Jeden preis. Ich bekam die Namen der Kundschafter, die ausgeschickt wurden, um potentielle Opfer zu jagen, zusammen mit den dreckigen Bullen und den Transporteuren, die im richtigen Moment weg schauten. Ich speicherte das alles ab. Das war gut zu wissen, aber sie alle waren nur kleine Fische. Ich wollte den großen Fisch.

Mitten in dem ganzen Geschluchze und Gebrabbel gab ihn mir Schummel-Ich. Vielleicht den Größten, den es gab:

„Caro.“ flüsterte er, als würde die bloße Erwähnung dieses Namens den Teufel auf den Plan rufen.

Mein Magen sackte mir in Zehenhöhe und schleuderte wieder zurück. Caro ist ein Geist, einer dieser schattenhaften Akteure, für die nicht wirklich jemand arbeitet, den aber jeder kennt. Er (oder vielleicht sie) ist unangreifbar, gefährlich und der größte Schieber weit und breit. Das war nun wirklich groß. Und ebenso erschreckend.

Ich zog ihn auf die Füße und drückte ihm den Lauf ins Gesicht.

„Du hast ihn gesehen ?“ zischte ich. Er setzte zu einem Nicken an, als das scharfe Krachen von Gewehrfeuer durch den schweren Regen schnitt. Vier Kugeln stachen in den Rücken von Schummel-Ich, bevor ihm eine letzte in seinen Kopf endgültig das Licht ausblies.

Ich erhaschte einen kurzen Blick auf den Schützen. Groß, militärisch kurzer Haarschnitt, eine tiefe Laser-Narbe, die von seiner Wange bis zum Ohr reichte. Er zielte. Ich riß meine Waffe hoch und schoß zuerst. Er verschwand in dem Moment, als drei seiner Freunde aus ihrer Deckung schnellten; ihre modifizierten P4SC’s in meine Richtung schwingend. Ich hörte Schritte zu meiner Linken. Schätzungsweise jemand, der ein wenig spät die Flankenposition einnahm.

Ich war am Laufen, bevor der erste Schuß einschlug. Erste Regel bei Angriffen aus dem Hinterhalt, verschwinde aus dem Hinterhalt. Klingt logisch, aber man ist überrascht, wie viele Leute sich lieber eingraben und versuchen, zurück zu feuern.

Ich raste durch die engen Durchgänge zwischen den geparkten Schiffen. Ich hörte Schritte um mich herum, jedoch keine Stimmen. Implantierte Comm-Geräte ? Wahrscheinlich hätte ich nicht alle Waffen wegwerfen sollen, die ich Schummel-Ich und seinen Gangstern abgenommen hatte.

Kugeln heulten von hinten an mir vorbei. Ich blickte zurück. Einer der Killer zielte und ich schickte ihm ein paar Kugeln nach hinten. Lässig glitt er hinter eine Deckung. Militärische Schußhaltung. Die Ruhe selbst am Abzug. Das waren Profi-Killer. Und das war gar nicht gut.

Ich schnitzte mit einer Reihe von Schüssen ein wenig an seiner Deckung herum, bevor ich abflog. Ich verfiel in einen strammen Sprint während ich versuchte, mir den Plan dieses Geländes und meine derzeitige Position darin ins Gedächtnis zu rufen. Ein Gewehr schwang mir ins Gesicht. Laser-Narbe befand sich eindeutig auf der besseren Seite der Zieloptik. Ich schnappte nach dem Lauf und drehte ihn, bevor er den Abzug durchzog. Schüsse krachten in den Boden, in die nächstliegenden Schiffe und überall dahin, wohin ich den Lauf zog. Die Haut auf meiner Hand begann zu brennen. Ich brachte meine Pistole hoch und pumpte Blei in die Welt. Laser-Narbe ließ sein Gewehr los, um meinen Schüssen auszuweichen. Er packte mein Handgelenk, schlug gegen meine Hand und klatschte dann die Waffe aus meinem erschlaffenden Griff.

Er zog ein Nahkampfmesser. Wir stachen beide gegen den jeweils anderen, aber keiner von uns landete einen ernsthaften Stich. Ich würde sagen, er war gut, wahrscheinlich besser als ich. Er bewegte sich mit Tempo, Präzision und Erfahrung. Leider hatte ich nicht die Zeit, mich mit dem Kerl ernsthaft anzulegen. Er wollte mich einfach nur beschäftigen. Seinem Team die Zeit verschaffen, zu uns aufzuschließen.

Ich schwang zur Seite. Er sprang zurück, aber ich zielte nicht auf ihn. Ich schlitzte einige Rohre des Schiff-Lifts links von mir auf. Hydraulik-Flüssigkeit begann, auszulaufen. Es zischte an der Ecke des Lifts, dann sackte er ab. Das darauf stehende Schiff rutschte herunter. Laser-Narbe hechtete aus dem Weg, bevor es auf den Boden krachte, während ich abhaute.

Ich sprang über den Zaun, kam auf dem Boden auf und rannte. Zwei Blocks weiter traf ich auf einen Strom aus Fußgängern, mit dem ich verschmolz. Ich blieb während der nächsten Stunde in Bewegung, wobei ich meinen gesamten Fundus an Tricks anwandte, um irgendwelche Anhängsel abzuschütteln. Als ich damit zufrieden war, glitt ich in ein kleines Kacho-Restaurant.

Der alte Mann und die Frau, die den Laden betrieben stritten sich und schrien einander die ganze Zeit an. Ich versuchte, meine Gedanken zu ordnen. Die Situation wurde zunehmend interessanter, gleichzeitig von Sekunde zu Sekunde schlimmer.

Am Rande meines Blickfeldes lief lautlos SSN/CAtv, mit einem Live-Bericht zur Citizen-Day-Veranstaltung in der Innenstadt. Senator Hannigan hielt eine Rede, wahrscheinlich die Tugenden der Zivilisation preisend und jeden Bürger, der dazu beitrug … oder sonst irgendeinen Mist. Die Menge fraß ihm aus der Hand.

Hannigan machte Anstalten, die Bühne zu verlassen. Seine Begleiter nahmen ihn in die Mitte. Genau da sah ich es. Ich hechtete fast über die Theke, um die Fernbedienung zu schnappen. Das alte Paar hört auf, sich anzugiften, um dafür nun mich anzuschreien.

Ich spulte die Sendung zurück und drückte die Pause-Taste. Eine Nanosekunde, bevor Hannigan aus dem Sichtfeld der Kamera verschwand, flüsterte ihm ein Mann etwas ins Ohr.

Laser-Narbe !

… wird fortgesetzt.

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Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #5

(Übersetzung: Wizard)

Ich betrachte mich selbst nicht als eingebildete Person, aber es gibt eine Art Stolz, eine bestimmte Berechnung, wie dein Ruf sein sollte. Daher ist die Vorstellung, daß da draußen irgendein Abschaum deinen Namen benutzt, schlimm genug, aber in deinem Namen Kinder zu schnappen und in die Sklaverei zu verkaufen ? Das bringt mich nahe an einen Blutrausch.

Beim Eintritt ins Terra System waren all meine Systemuhren gerade wieder neu eingestellt, als mich der Signalton eben dieses Ereignisses aus meinen Mord-Gedanken riß. Bei der momentanen Geschwindigkeit sollte ich Terra gegen Mitternacht Ortszeit erreichen. Beste Ausgehzeit.

Beim Annähern meldeten sich um die sechs Lande-Parks entlang meiner Flugbahn und begannen, um meine Aufmerksamkeit zu buhlen, jeder von ihnen immer billigere Tarife, schnellere Zollabfertigung usw. anbietend. Einer davon bot mir sogar geradeheraus an, einen Blick auf seine neueste Hehlerware zu werfen.

Ich übermittelte eine meiner dreckigeren ID-Kennungen. Diesen Typen konnte das gar nicht egal genug sein. Auf einem Planeten mit 23 Milliarden nehmen solche Leute die Kohle, von woher immer sie auch kommt.

„Alles klar Mr. Dulli, Sie sind gebucht. Danke, daß Sie Fisk Landing gewählt hab…“ ich schaltete aus und ging in den Sinkflug über.

Zehn Minuten später war ich auf der Straße. Regen prasselte über die Stadt aber das brachte die Menschen definitiv nicht dazu, drinnen zu bleiben. Eine Art Festival oder Rallye weiter drinnen im Stadtzentrum zog sie scharenweise nach draußen aber ich schlängelte mich durch den Strom glitschiger Regenmäntel einem der Clubs entgegen, von denen mir der Beinahe-Sklavenjunge erzählt hatte. Ich ließ den Türsteher hinter mir und tauchte ein in eine Wand aus Lärm.

Ich hätte Ohrstöpsel brauchen können. Keine Ahnung, wie diese Kids das aushalten. Man sagt ja, Jugend sei ein mächtiges Gegengift zum Leben als solchem. Ich weiß nur, daß es so etwas wie eine Jugend nicht gibt, wenn man als Zwölfjähriger verkauft wird, um auf irgendeiner rückständigen Welt Steine zu klopfen.

Die ersten beiden Clubs sahen beinahe identisch aus … und klangen auch so. Die Lichter waren verschiedenfarbig, schätze ich mal. Davon mal abgesehen, war es der gleiche Dunst aus Hoffnungslosigkeit und Flucht aus allem Möglichen. Booze brachte sie dazu, das Leben, das bei Tageslicht auf sie wartete zu vergessen. Sie tanzten, konsumierten und fummelten, als würden sie bald alles verlieren. Für die Unglücklichen, die die Aufmerksamkeit der Diebe oder Sklavenhändler auf sich zogen, schätzte ich, mochte das sogar zutreffen.

Ich streckte ein wenig die Fühler aus um zu sehen, wer darauf ansprach. Der Junge hatte gesagt, daß sein Dealer Neon verschacherte, aber wenn man so einen Club betrat, dann war entweder jeder schon auf Neon oder auf der Suche danach und unglücklicherweise hatte er mir außer einer recht groben Beschreibung seines Dealers Kendrick nichts weiter mitgegeben. Es dauerte also eine Weile. Nach ein paar Stunden wurde mir klar, daß irgend etwas an mir stinken mußte. Vielleicht dachten sie, daß ich ein Cop sei oder mein finsterer Blick sagte ihnen, daß ich nicht zum Vergnügen unterwegs war. Zweifellos, ich mußte meine Taktik ändern, also begann ich damit, Leute zu verfolgen, potentielle Ziele für Dealer. Es gibt ein paar Dinge, nach denen ein Hinterhof-Dealer Ausschau hält; Gefängnis- oder Jugendknast-Tatoos, schäbige Klamotten zwischen denen teurer (und gestohlener) Kram blitzt oder irgend etwas, das signalisiert, daß die Gesellschaft wohl auch sehr gut ohne dich auskommen würde.

Ich war einem Paar auf den Fersen, das definitiv auf der Jagd war. Sie trafen sich mit einem Typen, der zu der sehr groben Beschreibung des Jungen paßte. Das Mädchen war sichtbar nervös. Es dauerte fünfzehn Sekunden, bis das Leben wieder lustig wurde.

„Komm‘ schon Kendrick, gib mir heute den Stoff und du bekommst die Kohle morgen“, sagte der Kerl.

Du glaubst, ich bin dazu da, um dir den Abend zu retten ? Ist es das ?“ sagte Kendrick, während er das Paar mit einem Winken abwies. Doch dann bekam er einen besseren Blick auf das Mädchen und grinste. „Na ja, weißt du, vielleicht können wir uns ja einigen“.

Zur Hölle damit. Mit langen Schritten näherte ich mich der Gruppe. Sie waren so vom Licht angestrahlt, daß sie mich nicht sahen bis ich unmittelbar bei ihnen war.

„Verzieht euch Kinder, laßt die Erwachsenen miteinander reden.“ knurrte ich, den Blick fest auf Kendrick geheftet. Der Junge drehte sich um und machte einen Schritt auf mich zu.

„Wer zur Hölle bist du, Hinterwäldler ?“ sagte der Kerl in der Art Selbstvertrauen, die einem ein Mädchen und ein paar Flaschen Alkohol geben.

„Wenn du nicht den Rest der Nacht in der nächsten MediStation verbringen willst, würde ich mich besser vom Acker machen. Jetzt !“

Das Mädchen war dazu da, dem Kerl etwas Gespür für Gefahr beizubringen und zog ihn schließlich weg. Kendrick glotzte mich an.

„Du suchst was zum Kaufen ?“

„Nein. Ich hörte, du kennst Kid Crimson.“ Kendrick erstarrte.

„Ich ziehe von Zeit zu Zeit mit dem Typen herum. Na und ?“

„Ich hätte Arbeit für ihn.“

„Tja, weißt du, da bekomme ich standardmäßig zehn Prozent Vermittlungsgebühr …“ Die Worte rutschten ihm mit einem weiteren Grinsen aus dem besoffenen Maul.

„Ich sag‘ dir was … du bringst uns beide zusammen und ich zahl‘ dir zwanzig.“

Zwei Stunden später befanden wir uns auf einem Lande-Park in der Nähe einer Brücke. Das begann jetzt, einen vertrauten Anschein zu bekommen. Wahrscheinlich dieselbe Stelle, an der der Junge geschnappt wurde. Kendrick nickte zu einem Stapel alter Kisten hinüber. Ich hörte Schritte.

Er mußte um die 18 gewesen sein, vielleicht 19. Lief als versuchte er, der Schwerkraft etwas entgegen setzen zu wollen. Selbst im dämmrigen Licht konnte ich die Spuren schwarzer Linien sehen, die seine Venen nachzogen. Also war er auch ein WiDoW-Konsument. Er zündete sich eine Stim an und nahm einen Zug.

„Ich hörte, du suchst nach Kid Crimson.“ Er blies einen Streifen Rauch in den Himmel.

Man wollte mich verarschen.

„Yeah.“ Ich hörte die Schritte zweier Männer, die hinter mir auftauchten. Eine Pistole begann, sich aufzuladen. Ich blickte hinter mich. Zwei schrankartige Vollidioten pumpten sich hinter mir auf.

Der Nachgemachte vor mir grinste hämisch, so als sei ich nur ein Trottel, der tief in der Scheiße steckte.

„Tja, das ist heute nicht dein Tag … weil Kid Crimson nicht mit Verlierern verhandelt.“

„Lustig. Ich wollte gerade genau das gleiche sagen.“ Ich stieß einen Ellbogen nach hinten, erwischte den Kerl mit der Pistole genau an der Kehle. Ich schnappte mir sein Handgelenk, drehte es, bis es brach, während ich zeitgleich meine Pistole zog und dem Anderen eine Kugel durch die Brust jagte.

Ich trat dem Pistolenmann das Knie auseinander … schoß ihn über den Haufen und nahm seine Waffe auf. Kendrick erschoß ich als Nächsten … dann richtete ich die Läufe beider Waffen auf mein Möchtergern-Ich.

Er war erstarrt. Seine Stim war ihm aus der Klappe gefallen.

„Wer … sind Sie ?“ schaffte er es, zu stammeln.

„Du darfst genau einmal raten …“

… wird fortgesetzt

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Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #4

Drei Systeme weit weg von dem Punkt, wo ich die Advocacy Agentin losgeworden war. Wäre ich weitergeflogen, wäre ich langsam in belebtere Systeme gekommen.

Die Arshop Bergbau-Anlage trieb zwischen den gigantischen Felsen des Magnus Systems. Was vor nahezu fünfzig Jahren noch eine komplett automatisierte Anlage war, war nun nur noch eine heruntergekommene Hülle ihres früheren technologischen Ruhms, betrieben von einer Rumpfmannschaft aus Schürfern und Raum-Bergleuten.

Ich kannte Klay aus meinen weit zurückliegenden Tagen als Schuldeneintreiber (d.h. Schläger) für eine kleine, erbärmliche Klitsche auf Armitage. Klay war ein Bürger gewesen aber nach ein paar falschen Entscheidungen und einem mittelschweren gebrochenen Herzen fing er an, Runden im Ausguß des Lebens zu drehen … immer schön weiter nach unten. Zum Zeitpunkt meines Auftauchens war er bereits seinen Bürger-Status los, ebenso wie seine Familie und sein ganzes Leben. Als ich die Tür zu seinem Hotel eintrat, sagte er mir geradeheraus, ich solle ihn fertigmachen. Nun, er war vom Leben zwar an die Wand geknallt worden, nicht aber auf den Boden was das Ganze für ihn noch gefährlicher, noch ungewisser machte. Dieser Punkt nämlich, von dem du weißt, hier ist der Boden erreicht, den kannst du nicht absehen … du bist angekommen, wenn es knallt.

Na ja, ich zog das Schuldeneintreiben jedenfalls nicht durch und über die Jahre tat ich, was ich konnte, um ihm da raus zu helfen. Jetzt arbeitete er als (ungelernter) Geologe auf diesem kleinen Insel-Paradies, wo er es einrichten konnte, mich an der Andockbucht zu treffen.

„Du wirst nicht lange bleiben, stimmt’s ? Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich diese Bucht offline halten kann.“ Er schaute nervös umher.

„Entspann dich, Klay. Nur lange genug, um den Kopf klar zu bekommen, dann hast du mich wieder von der Backe.“

„Danke. Der Alte sitzt mir sowieso die ganze Woche im Nacken.“ Klay entspannte sich tatsächlich ein wenig.

„Keine Sorge, Kumpel, alles wird gut“ sagte ich, während ich den Frachtcontainer öffnete und die Stapel komatöser Sklaven zum Vorschein kamen. Klay hatte beinahe eine Herzattacke.

„Was zum … bist du verrückt ?“ Er schoß nach vorn und versuchte die Türen wieder zu schließen.

„Klay ! Komm wieder runter.“ Ich starrte ihn an, bis er endlich die Tür wieder losließ. Dann betrat ich den Container und begann damit, einen der Menschen aufzutauen. Es dauerte ungefähr zwanzig Minuten bis er zu sich kam, dann zehn, um den körperlichen Schock zu verkraften und weitere fünfzehn, in denen er wieder weggetreten war. Zum Zeitpunkt zu dem er dann endlich bei Bewußtsein war und sich bewegen konnte, war Klay bereits etwas mehr als nur nervös.

Der Mensch war wahrscheinlich Ende Zwanzig. Die einheimischen Tattoos und der Registrierungscode einer Jugendhaftanstalt ließen eine Herkunft nahe Terra vermuten. Ich konnte sehen, daß der Identifikationsmarker bereits in seinem Handgelenk implantiert war. Obwohl zumeist als Positionsmelder genutzt, war der Marker darüber hinaus auch ein allgemeingültiges Symbol dafür, jemanden als Eigentum zu kennzeichnen. Er erschauerte, als ich ihm im Groben erzählte, was passiert war, aber er nahm die Neuigkeiten ziemlich gefaßt auf.

„Na ja, irgendeines schönen Tages wollte ich die verschiedenen Systeme sowieso mal sehen“, sagte er schließlich. Klay und ich schauten uns nur an. Ein Witzbold. Dieser Junge entging gerade einem lebenslangen Dasein als Steineklopfer auf irgendeinem Mond im Nirgendwo oder etwas noch üblerem … und er machte Witze.

„Was ist das Letzte, an das du dich erinnerst ?“

„Ähm … ein Club auf Prime. Ich unterhielt mich gerade mit dieser unglaublichen Sahneschnitte. Mann, die hatte –„

„Bleib bitte beim Thema“, stieß Klay hervor.

„Wir waren beim Tanzen und plötzlich fing sie an davon zu reden, zu versuchen ein wenig Neon zu aufzutreiben. Ob ich vielleicht ein wenig hätte. Ob ich jemanden kannte, der welches hat. Das Standardgequatsche eben.“ Er schaute uns an, fand nicht die erhoffte Bestätigung des Gesagten und fuhr fort.

„Ich ging also los, um diesen Typen Kendrick zu treffen, von dem ich in der Vergangenheit ein bißchen Stoff gekauft hatte. Er sagte mir, er habe nichts mehr, aber möglicherweise kenne er da jemanden.“ Klay’s Fuß tippte immer schneller auf den Boden. Er würde jede Nanosekunde die Geduld verlieren. Ich wollte den Jungen ein bißchen schwafeln lassen. Manchmal finden sich die besten Details in scheinbar nicht zum Thema gehörenden Tatsachen. Aber Klay war an einem Punkt, an dem es richtig häßlich für jemanden werden konnte, der ihm jetzt quer kam.

„Wir gingen also zum Landefeld. Dort …“

„Wo war das ?“ Ich mußte den Jungen dazu bringen, Einzelheiten wegzulassen.

„An der Ostseite, denke ich. In der Nähe einer Brücke.“ Ich glaube, ich kannte sie. „Also, wir gehen dahin und das Mädchen fängt an … warte, ist sie auch hier ? Habt Ihr sie auch aufgeweckt ?“

Der Junge machte Anstalten aufzustehen und in den Frachtcontainer zu schauen. Ich hatte keinen weiblichen Menschen auf der Liste gesehen. Sie mußten sie schon an irgendjemanden verkauft haben. Ich bedeutete ihm mit einer Geste, fortzufahren. Er verstand und setzte sich langsam wieder hin.

„Tja, und da beginnt’s dann, haarig zu werden, denn dort warten dann schon so um die sechs Typen auf uns. Einer von ihnen schnappt sich die Kleine. Ich setze mich in Bewegung und dann … dann wurde es Nacht. Das Nächste, das ich weiß ist, daß ich jetzt hier bin.“

„Gab es irgendwas an den Kerlen, die sich auf Euch gestürzt haben … irgendwas Besonderes ?“

„Ich weiß es nicht, okay ?“ Er begann, nervös zu werden. Sein Körper fing wieder an zu beben, sein Immunsystem war immer noch am Bekämpfen der Auswirkungen der verabreichten Drogen. Klay reichte ihm einen Eimer rüber. Ich gab dem Jungen einen Moment. Klay kam zu mir rüber.

„Was wirst du mit ihm machen ?“ flüsterte er.

„IHM ? Ich habe noch weitere vierzehn da drin.“ Ich dachte einige Sekunden nach. Wenn er sich an nicht erinnerte, hatte ich nichts in der Hand. So etwas wie eine Idee streifte meine Aufmerksamkeit. „Hey Klay.“

„Was ?“

„Ihr Jungs sucht nicht zufällig noch ein paar Leute, oder ?“ Klay starte mich an.

Der Rest der Sklaven erwachte auf ähnliche Weise aus dem Schlaf, wie zuvor der Junge. Verwirrt, verängstigt. Klay sprach mit dem Vorarbeiter der Bergbau-Anlage und gemeinsam tüftelten sie einen Weg aus, der es den Sklaven erlaubte, die Passage in ihre Heimat im Voraus abzuarbeiten. Ich traute dem Vorarbeiter nicht weiter, als ich ihn werfen konnte, aber ich war mir ziemlich sicher, daß Klay ehrlich sein würde. Wenn er sagte, daß sie das so handhaben würden, dann vertraute ich ihm … weil er wußte, daß ich anderenfalls diese Station in die nächste Sonne schießen würde.

Ich kletterte zurück in den Pilotensitz, bereit, diese ganze Sache als erledigt zu betrachten, als der Junge angetrabt kam, in der Hand eine Schüssel Suppe.

„Hey Mister. Ich wollte Ihnen danken für das, was Sie getan haben und alles.“

„Schon klar, Junge“

„Tut mir leid, daß ich die Fassung verloren habe aber ich glaube, da war noch etwas anderes. Bevor bei mir die Lichter ausgingen, tauchte noch jemand anderer auf. Jemand, den all diese Kerle zu kennen schienen.“

„Ach ja ? Fiel ein Name ?“

„Ja. Sie nannten ihn Kid Crimson.“

… Fortsetzung folgt

Picollo

CLEAN SHOT Shipping


CLEAN SHOT Shipping Update #2


Willkommen zurück, Fliegerjungs und –mädels. Hier ist Euer alter Kumpel Craig Burton, Beifahrer auf allen Langstrecken.
Wir probieren hier bei Clean Shot gerade etwas Neues für’s Programm aus. TechCorner nennt sich die Sache und dort testen wir die neuesten und coolsten Lafetten-Aufrüstungen, die der Markt hergibt. Mal sehen, wie lange wir das durchhalten, denn … hier kommt der Schocker, Leute … es gibt einen Haufen Schrott da draußen, der nichts ist, außer Ballast für Euer Schiff.
Dieser Programmteil wird Euch präsentiert von MaxOx … die Zukunft ist maximal mit MaxOx.
Wir werden sehen, wie lange dieser Sponsor bei uns bleibt, denn als Allererstes haben wir das Neueste von MaxOx aus ihrem Sortiment an Abwehrtechnologie.

Das neue MaxOx 5250 Verteidigungssytem ist eine Erweiterung zu ihrem sehr beliebten 5000er Modell. Leider ist es nur dem Namen nach eine Weiterentwicklung. Vorbei ist es mit dem „Alles passt“-Täuschkörper-Bojen-System, das gemischte Bestückung zuließ. Jetzt ist das System lediglich für „Eins oder gar keins“ konzipiert. Vorbei ist auch die kompakte Ein-Platz-Aufhängung, jetzt werden drei Lafettenplätze benötigt UND eine Standleitung zum Energieversorger. Alleine diese zu installieren wird weitere 300 – 400 Credits kosten. Tut mir leid, aber das ist einfach nur Mißbrauch getrieben an all den guten Leuten da draußen, die das 5000er-System täglich nutzen. Mein Regisseur wirft mir gerade einen dieser Blicke zu, deshalb werde ich jetzt besser aufhören, aber ich mußte einfach etwas sagen.

Was soll’s … kommen wir zu ASD’s neuester Erweiterung P12 “Klette“ Minenwerfer, enthüllt letzte Woche auf der 3E Technik-Konferenz. Einmal ausgeworfen, kann sich die “Klette“ entweder an das nächstgelegene Schiff anhängen oder, für 2.000 Credits Aufpreis, mit einem Infrarot-Zielsystem ausgestattet werden. Die Mine hängt sich mittels magnetischer Klammern an das Schiff und geht dann erst richtig an die Arbeit. Der Kern ist gefüllt mit Osmium, das seine unglaubliche Massendichte an das Schiff anhängt und so dessen Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit drastisch herunterzieht. Klinke zwei, drei von den Dingern an ein Schiff und es wird froh sein, dir noch hinterherkriechen zu können. Klar, es ist kostspielig, aber eine prima Art, sich davon zu machen, wenn mal wieder irgendein Abschaum ein Auge auf deine Fracht geworfen hat. Und das sogar ohne den üblichen Selbstverteidigungs-Totschieß-Kram.

Nächste Woche werden wir mit Trevor Fahr sprechen, dem Berater von Senator Kendrick Tsu von Idris, um mit ihm die bevorstehende Wahl zu einem Freihandels-Abkommen mit den Xi’An zu diskutieren. Also stellt sicher, daß Ihr irgendwo eingeparkt seid, wo es ein gutes Signal gibt, denn DAS werdet Ihr mitbekommen wollen.

Das war’s von mir. Ich laß‘ Euch jetzt ein bißchen schlauer zurück. Wenn Ihr fünfzehn Stunden auf einer Strecke unterwegs seid, die Euch durch gefährliches Gebiet führt und Ihr denkt, daß Euch jedes Schiff scannt, dann denkt an das, was mein Vater mir einst immer sagte: “Sohn,“ sagte er, “Jeder da draußen hat ein Recht, zu leben, sogar die Idioten mit den nervösen Abzugsfingern“

Bis zum nächsten Mal. Bleibt am Funkeln, Leute.

Danke an Wizard für diese Übersetzung
Star Citizen HQ

Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #3

Nicht gut. Ich fühlte mich wie auf einer Landmine stehend. Ich konnte nicht sagen, ob sich der Angreifer davongemacht hatte oder nicht, egal, welchen Scan ich durchlaufen ließ. Es sah nun ganz danach aus, als sei ich das Opfer meiner eigenen tollen Idee geworden. Der Hauptgrund nämlich, warum ich genau diesen Punkt ausgewählt hatte, um den Schlepper anzuspringen, war die Nähe zu einem Sonnensturm. Tja und nun nagelte der Sturm meine Scanner genauso, wie zuvor die seinen.

Fünf weitere Minuten vergingen. Zur Hölle mit dem Angreifer. Ich würde überhaupt nichts tun. Wenn sie mir das Licht ausblasen wollten, könnten sie das zu jeder beliebigen Zeit tun. Inzwischen kann ich mir überlegen, welches Blatt ich auf der Hand halte.

Zuallererst gab es da mal ein gutes Dutzend Sklaven, eingesperrt in einen Frachtcontainer, schlafen gelegt und gestapelt zum leichteren Transport. Ein netter Batzen Trinkgeld. Möglicherweise hatte der Schlepper einen Schatten, der ein Auge darauf hatte, daß er nichts Verdächtiges anstellte. Als er dann geschnappt wurde, knipste der Schatten ihn aus. Solche Leute kümmerten sich nur um’s Produkt, nicht um den Arbeiter. Wenn das so war, warum hatten sie mich dann nicht angefunkt ? Ich hätte vermutet, sie würden mich davon „überzeugen“ wollen, den Schlepper seinen Weg fortsetzen zu lassen.

Mein Computer beendete seinen Abgleich mit dem Kontrollsystem des Frachtcontainers. Mein Bildschirm leuchtete auf und füllte sich mit Daten zu Vitalzeichen der Insassen, dazu zeigte er den Zugriff auf den Medikamentenfluß, um sie ruhig zu stellen, auf Temperatur- und Druckregelung usw. Hundemarken hatten sie keine umhängen, vielleicht waren die eingesammelt und wiederverwendet worden, oder eben gestohlen und ausradiert.

Ich ließ einen erneuten Umgebungs-Scan laufen, nur um zu sehen, ob mein Freund noch irgendwo auf der Lauer lag. Offenbar nicht. Nichts, gar nichts. Es schien lächerlich, daß sie erst den Schlepper in die Luft jagen und dann einfach abhauen würden. Aber nochmal, wer weiß, welche Bekloppten hier draußen umher fliegen ?

Ich versetzte dem Steuerknüppel einen kleinen Stoß. Eins der Hilfstriebwerke am Flügel sprang an.

Und mit ihm blitzten all meine Defensivsysteme auf, voll von Zielerfassungswarnungen sich nähernder Raketen. Das Blut kochte mir schlagartig in den Ohren und ich schlug die Warn-Anzeige auf Lautlos, wobei das Gehäuse des Bildschirms zerbrach. Klasse. KLASSE.

Ich konnte es gar nicht abwarten, einen Weg aus diesem Schlamassel zu finden und diese Schnecke zu zertrampeln.

Aber die Wahrheit war, ich hatte nichts in der Hand. Ich hatte einen Angreifer mit einer lächerlichen Tarnkappe, der mich auf frischer Tat erwischte. Ich hatte eine Kiste voll komatöser Sklaven ohne jegliche Herkunft oder Registrierungsmarken, die genausogut aus dem Wunderland hätte stammen können. Alles in Allem war ich ziemlich im A… .

„Unidentifizierte Freelancer-Klasse. Unter Berufung auf Artikel 43 des Advocacy-Autoritätsgesetzes fordere ich Sie auf, Ihre Maschinen runterzufahren.“ Das war eine Frau. Die Agentin vom Frachthafen ?

Mir fehlen die Worte. In diesem Moment kann ich gar nicht mehr wütender werden. Ich bin mir ziemlich sicher, daß die nette Advocacy Agentin schrecklich angetan wird von meiner Geschichte vom unsichtbaren Angreifer, mich NICHT wegen Menschenhandel dran kriegen will und mir nicht zu dreißg Jahren auf einer Gefängniswelt verhelfen möchte.

Vielleicht war SIE der Angreifer ? Ich bezweifelte das. Meine Scanner waren immer noch ganz kirre von dem Sturm und das sah nach einer Menge Extra-Arbeit aus … wofür ? Nee, ich bezweifelte es wirklich. Vielleicht hatte der Angreifer einen Funkspruch an die Advocacy abgesetzt …

„Unidentifizierte Freelancer-Klasse. Sie haben eine Minute!“

Scheiß drauf. Ich hämmerte die Nachbrenner auf Vollschub und ließ das Schiff herumschwingen. Wenn sie mich erschießen wollten, dann konnten sie mich auf der Flucht erschießen.

Der Interceptor der Advocacy-Agentin sprang an und raste hinter mir her. Laserfeuer blitzte an meinem Cockpit vorbei. Ich zog alle Schildenergie auf die Heckschilde. Sollte ausreichen um ihre Schüsse abzuhalten, außerdem versuchte sie nicht, mich zu zerstören.

Sie zielte nicht auf die Haupttriebwerke, sondern auf Hilfstriebwerke und alles andere, was mich ins Straucheln bringen konnte.

Das war auch ein Zeichen dafür, daß sie wußte, was sich in dem Frachtcontainer befand.

Ich schob mich nach und nach wieder in Richtung Zivilisation. Ich schaute mir gerade die in Frage kommenden Schiffsrouten an, als meine Schilde aufflammten und das Schiff durchgeschüttelt wurde. Sie hatte mich mit einer Dumbfire-Rakete getroffen. Nun denn … ziemlich sicher, daß DAS nicht zum Standard Procedere gehörte.

Ich steckte eine ganze Reihe Lasertreffer ein, bevor ich aus ihrem Feuervektor abtauchen konnte. Die Schilde brauchten ein wenig Zeit zur Erholung, die ich ihnen verschaffte, indem ich das Schiff in kontrollierte Überschläge steuerte, welchen der Interceptor folgte. Die Agentin flog ein sehr bewegliches Schiff, viel beweglicher als meines, aber ich hatte ein paar Überraschungen für sie parat.

Ich hatte meine Waffen, aber ich liefere mir keine Schlacht mit einem Advocacy-Agenten. Ich brauche diese Art von Aufmerksamkeit nicht, deshalb habe ich auch einen Großteil der Modifikationen in das Flugverhalten des Schiffs gesteckt. Versteckte Hilfstriebwerke, Ersatzmotoren, Selbstmord-Bremsen. Dieser ganze Kram eben. Sie würde die breite Palette bekommen.

Wir pflügten und schraubten uns durchs All, nie vom Kurs zurück in Richtung Verkehrsrouten abkommend. Ich wollte den Sprung-Punkt erreichen und ich bin sicher, sie vermutete genau das. Sie kämpfte um einen Raketentreffer und ich für meinen Teil bemühte jeden Trick, um genau das zu vermeiden.

Weiter voraus brachen Polizei-Schiffe aus ihren Stationen auf und gingen auf Abfangkurs. Schätze, die Lady hatte sie über Funk zur Party eingeladen. Zu ihrem Pech hätte ich mich darauf nicht eingelassen, wenn ich nicht ein, zwei Kreuzer von ihnen austricksen könnte.

Ihr Wendekreis ist ziemlich mies, daher Lektion Eins, direkt auf sie zuhalten und knapp an ihnen vorbeizischen und sie brauchen gute fünf Minuten zum Umdrehen. Allerdings muß man das entgegenkommende Sperrfeuer und die Raketenangriffe überleben.

Die zwei Kreuzer legten los mit allem, was sie hatten. Ich teilte die Schilde wieder auf und prüfte, was sie mir da alles entgegen schleuderten. Der Trick dabei, Manöver wie dieses zu überleben ist, sein Schiff zu kennen. Zu wissen, was es einstecken kann und vor allem, was nicht. Dann teilt man die Verteidigungssysteme so auf, daß alles abgefangen wird, was das Schiff nicht mehr verkraften wird.

Allerdings würde ich in Kürze zerkaut werden.

Ich zog in eine Rolle und warf eine Reihe Täuschkörper ab, um einige der Raketen abzulenken. Ich feuerte sogar eine meiner eigenen Raketen ab, bevor ich die Motoren schlagartig ausschaltete, um ein Freund/Feind-Geschoß auszutricksen.

Ich ging wieder auf Vollschub, wobei ich Waffenenergie auf die Schilde umleitete, um ihre Entladung auszugleichen. Plötzlich wechselten sie auf Kanonen. Schätze, die Agentin hatte ihnen gesagt, was sich im Frachtcontainer befand.

Ich raste an ihnen vorbei, hin zu dem stetigen Strom an Pendlern und Handelsschiffen, die sich in die Schlange einreihten, um ins nächste System überzuwechseln. Ich ließ mich unter einen Frachter sacken und raste am Aussichtsdeck entlang. Ich konnte beinahe die aufgerissenen Augen der Kinder sehen, die auf ihrer Reise, raus in die verschiedenen Systeme waren. Ich schnippte den Elektroskin aus, um in der Masse der normalen Zivilschiffe zu verschwinden, dann lud ich den Navigationspfad für dieses Sprungtor und gab ihn frei.

Die Advocacy-Agentin schwenkte ihren Interceptor genau zwischen mich und das Sprungtor ein. Ihre Waffen flammten auf. Ich schlängelte mich durch die Zivilistenschiffe. Wenn sie einen Schuß absetzen wollte, dann wollte ich ihn zu einem unmöglichen machen.

Ich rollte über ihr Schiff hinweg und warf dabei ein kleines Geschenk für sie ab, bevor ich in die Öffnung des Sprungtores stürzte. Unmittelbar nachdem ich verschwunden war, explodierte meine EMP-Bombe.

Es war nicht tödlich. Die Systeme der betroffenen Schiffe würden von alleine wieder hochfahren, aber es war genug Chaos entstanden, um mir die Zeit zum Abhauen zu verschaffen.

Auf der anderen Seite wieder aufgetaucht, schoß ich so schnell und so weit weg, wie ich nur konnte.

Darüber zufrieden, daß ich noch in einem Stück war, hatte ich endlich einen Moment zum Nachdenken. Diese ganze Situation hatte neue Wege aufgezeigt, mein Nervenkostüm zum Flattern zu bringen. Ich mußte mich ein bißchen zurücknehmen und mir über einige Dinge klar werden.

Eine Sache wußte ich jedoch, da draußen war jemand, der mich zum Tanzen bringen wollte. Nun mußte ich herausbekommen, wie ich die Pfeife

meine Melodie spielen lassen konnte.

… wird fortgesetzt.

Star Citizen HQ

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Meet the Xi'An

Trefft die Xi´An

Büro des Militärischen Geheimdienstes der UEE

Die Xi’An – Allgemeine Fragen

Wo sind sie lokalisiert?

Das Reich der Xi’An, welches sich entlang der Grenze der östlichen Systeme befindet, setzt sich aus wenigstens 14 Systemen zusammen. Die Regierung der Xi´An hat die genaue Anzahl der Systeme, welche sich unter ihrer Kontrolle befinden, nicht offengelegt, aber es wird angenommen, dass sie tiefer im Raum gelegen weiteres Territorium haben.

Welche Art von Regierung haben sie?

Das Reich der Xi´An ist eine absolute Erbmonarchie. Der Titel des Imperators wird entlang des Familienstammbaumes weitergegeben. Der Imperator hat einen Hohen Rat, zusammengesetzt aus Ratgebern, die jeweils einen Aspekt der Regierung verkörpern.

Auf jedem Planeten, der von den Xi´An kontrolliert wird, gibt es einen ähnlich gegliederten Rat, der diese Welt regiert. Diese Ratsmitglieder erstatten ihrem jeweiligen Gegenstück im Rat des Imperators direkt Bericht.

Wie ist ihr Militär strukturiert?

Militärdienst ist Pflicht. Jede® Mann/Frau ist verpflichtet, in einer der Abteilungen des Militärs eine Dienstzeit (15 Jahre) abzuleisten und wird als Reservist auf Lebenszeit betrachtet.

Schätzungen beziffern das stehende Heer der Xi´An auf über 16 Millionen. Dies beinhaltet noch nicht die Zivilbevölkerung, die tatsächlich komplett Gefechtsausbildung besitzt.

Sind die Xi’An aggressiv?

Bis zu dem Zeitpunkt, als die UEE mit den Xi`An Kontakt aufgenommen hatte, waren sie in keinem uns bekannten Krieg die Aggressoren.

Basierend auf Daten, die dem Ark hinzugefügt wurden, ist ihre Geschichte voll von Bürgerkriegen und Machtkämpfen. Im Verlauf der letzten 5 Jahrhunderte haben sich die Xi´An alternative Methoden der Kriegsführung angeeignet, sie ziehen Raffinesse und Manipulation dem offenen Konflikt vor. Analytiker sind zu dem Schluss gekommen, dass die Revolution und der anschließende Sturz von Imperator Messer XIX im Jahr 2792 durch die Einflussnahme der Xi´An Erfolg haben konnte.

Ich weiß, dass die UEE nicht die wohlwollendste Vergangenheit mit den Xi´An hatte, hassen sie uns noch immer?

In der dunkleren Ära der Menschheitsgeschichte nutzten der Imperator und die Regierung die Bedrohung durch die Xi´An oft als Mittel, ihren eigenen Bürger Angst einzujagen und die Macht des Militärs zu vergrößern. Obwohl sich keine der beiden Seiten den offenen Krieg erklärte, gab es durch Geheimoperationen, Sabotage und Spionage viele Opfer auf beiden Seiten.

Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung gibt es Xi´An aus dieser Zeit, die immer noch am Leben sind. Imperator Kray zum Beispiel, der 2789 die riskanten Friedensverhandlungen mit Senator Akari führte, ist immer noch an der Macht.

Es gibt ohne Frage Mitglieder der Regierung von Xi´An, welche die UEE mit Argwohn und Mißtrauen betrachten. Der gegenwärtige Imperator hat immer deutlich gemacht, dass unsere Zukunft verflochten ist. Da immer mehr Konzerne der Menschen Technologietransfer mit Unternehmen der Xi´An betreiben sehen sie die Sache wohl genau so.

Hilfreiche Ausdrücke (phonetisch vorliegend)

Shē’sueren – wörtlich „Hallo und Grüße in Frieden.“ Dies ist die formelle Begrüßung und sollte nur unter guten Freunden oder vertrauten Geschäftspartnern oder in der Hoffnung, eine engere Verbindung herzustellen, verwendet werden. Der Gebrauch dieser Redewendung in einer zwanglosen Art und Weise oder wenn sie an eine Situation mit Spannungen und Doppelzüngikeit herangehen, wird sie in den Augen des Xi´Ans augenblicklich ins Abseits drängen. Man könnte argumentieren, dass es genau so eine Zusicherung von Wahrheit und Ehre ist wie eine Begrüßung.

Chac – Ein zwangloses Hallo. Zu gebrauchen unter Gleichgestellten oder Untergebenen gegenüber. Der Gebrauch dieses Ausdrucks von einem Untergebenen einem Höhergestellten gegenüber oder einem Xi´An einer höheren Gesellschaftsschicht als der eigenen wird Anstoß erregen.

Athlē-korr - „Sichere Reise“ ein formelles Auf Wiedersehen. Ungefähr das Äquivalent zu „Allzeit gute Fahrt“ aus alten Seefahrertagen der früheren Erde.

Gath – zwangloses Auf Wiedersehen.

Es scheint, als bestehe ihre Sprache stark aus sozialen Wortgebilden und tonalen Lauten. Was passiert, wenn ich einen Fehler mache?

Ein Großteil der Xi´An kann sehr nachsichtig sein, wenn es um geringere soziale Verstöße geht. Sie verstehen in den meisten Fällen, dass es nicht absichtlich geschieht und erkennen die Anstrengung an, ihre Gebräuche zu lernen. Aber wenn sie sich dabei ertappen, wie sie einen Xi´An beleidigen, müssen sie sich keine Sorgen machen. Sie werden nicht ärgerlich werden oder versuchen, sie zu töten. Die Xi´An finden solche Gefühlsausbrüche unreif. Sie werden sich einfach verschließen und kurz angebunden, knapp und störrisch werden.

Die meisten dieser Regeln betreffen die ersten paar Zusammentreffen. Sobald ein Band der Freundschaft oder des Vertrauens geknüpft wurde sind die Xi´An sehr entgegenkommen und entspannt.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN:

SPRACHE – DATENBANK #5834BX

SOZIALE GEBRÄUCHE – DATENBANK #9934SC

POLITISCHE GESCHICHTE – DATENBANK #3485PS

MILITÄRISCHE GESCHICHTE DATENBANK #4432ML

(übersetzt von Beninblack, mit Korrekturen von Picollo)

Quelle: Trefft die Xi´An

Star Citizen HQ

Geschichten von Kid Crimson: Ausgabe #2

Der kalte Ozean des Raums. Einige Leute lieben ihn. Gedeihen in ihm. Mich befremdet er. Sie sehen ihn als Inbegriff von Freiheit an. Für mich ist er ein Gefängnis, schlimmer sogar, ein Scharfrichter, der über dir steht und genau auf DEN Riß in der Hülle wartet, der dir das Licht ausbläst.

Aus irgendeinem Grund verfalle ich immer in trübsinnige, morbide Gedanken, wenn ich dabei bin zu landen. Der Covalex Umschlaghafen tauchte auf. Eine Stimme knisterte aus meinem Com-Lautsprecher.

„Bereit für Identifikation.“ Ich wühlte in meinen ID-Marken, bis ich eine saubere gefunden hatte und sendete ihre ID. An ihr kauten sie eine Weile … dann „Danke Frau Bally-Wa. Trakt 2, Hangar Vier, Bucht 32.“ Mit einem Klicken verstummte der Sender.

Mehrere Transportvereinigungen hatten sich in der Vergangenheit zusammengetan, und einen Haufen dieser Verteilstationen aufgemacht, die als Übergabepunkte für Fracht dienten oder als Anlaufpunkt für Händler und Transporter, die sich nicht mit den Problemen und der Physik einer Planeten-Landung herumschlagen wollten.

„Hey Ethan“ Oh Mann … gerade erst war ich angekommen.

Ich drehte mich langsam um. Raj Benny. Wenigstens glaubte ich, daß er keinen Grund hatte, auf mich sauer zu sein.

„Hey Raj, auch mal am Reinschauen ?“

„Jou, weißt du, mal sehen, was so läuft.“

So weit schwere Jungs auch manchmal gehen mögen, Raj war kein allzu schlechter. Obwohl er eine gemeine Ader hatte. Während das grundsätzlich der Fall bei Tevarin ist, habe ich erlebt, wie ihn sein Temperament ein ums andere Mal in unnötige Situationen gebracht hatte. War mit der Grund für einige Spannungen in der Vergangenheit zwischen uns gewesen, aber ganz klar, heute nicht. Eines schönen Tages werden wir uns sicherlich gegenseitig über den Haufen schießen. Aber bis dahin gibt es keinen Grund, nicht zivilisiert miteinander umzugehen.

„Was Lukratives gesehen ?“ fragte ich, während ich mich wieder zum Gewimmel an Menschen umdrehte. Raj zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck HydroFroz.

„Nicht wirklich.“ Der Blick seiner tiefschwarzen Augen blieb an etwas haften und gleich darauf nickte er mir kurz zu. Eine Advocacy-Agentin. Kannte sie nicht. Auch sie versuchte unauffällig unterzutauchen.

„Später.“ Damit machte sich Raj davon und verschwand in der Menge. Ich tat es ihm nach.

„The Door“ war eine Spelunke für Schlepper, Frachterkapitäne und Händler, in der man einen Drink, einen Happen zu essen oder auch ein, zwei Stunden Schlaf in einer engen Einzelkoje im Hinterzimmer bekommen konnte. War lustig zu beobachten. Zu sehen wie ein Haufen Gammler auf einem Fleck, mit Kohle in der Tasche, wie ein Magnet auf Abstauber wirkt … eine Gruppe, die unglücklicherweise auch Leute wie mich einschließt.

Ich besorgte mir ein RealWater und postierte mich in einer Ecke, um einen guten Überblick über den Schankraum zu haben.

Drei gepflegte Gläser später, sah es dann nicht mehr so rosig aus. Irgendwo zersprang klirrend ein Glas und ein paar Köpfe drehten sich, meiner eingeschlossen. Einer der Schlepper taumelte gerade wieder auf seine Füße und schlingerte seitwärts. Auf seiner Stirn pulsierten Adern, als wollten sie ausbrechen. Schien wohl eine Partie Trigger aus dem Ruder zu laufen.

„Ich nannte dich einen Betrüger, wenn du mich schon darum bittest, es nochmal zu sagen. Ich werd’s dir am Besten in die Visage schnitzen, mal sehen, ob du mich dann verstehst.“ Der Sicherheitsdienst setzte sich in Bewegung. Die anderen Spieler verharrten auf der Stelle in der Befürchtung, die kleinste Bewegung oder Reaktion ihrerseits könnte den Kerl noch weiter reizen.

„Werft ihn raus!“ Der Barkeeper schrie regelrecht.

„Schnauze, es sei denn, du willst mittanzen.“ Der Sicherheitsdienst schnappte den Besoffenen an den Armen und schleppte ihn zum Ausgang. Der Kerl trat dabei heftig gegen vereinzelte Tische und vergoß damit einige der darauf stehenden Drinks. Er kicherte dabei und genoß sichtlich den Umstand, ein Störfaktor zu sein.

Der Typ hatte Potential. Die Kerle vom Sicherheitsdienst warfen ihn hinaus, wo er wieder auf seine Füße stolperte und einen ca. 5 Minuten anhaltenden Strom von Obszönitäten ausstieß, bevor er davon stolperte.

Ich folgte ihm, als sei er nicht bei vollem Bewußtsein, nur für den Fall, daß ein paar Aasgeier die Show mitbekommen hatten. Schließlich bummelte er zurück zu den Schiffs-Buchten. Er kletterte in eine verbeulte MISC Fiera, wobei er zweimal auf den Trittstufen der Leiter ausrutschte. Unterhalb seines Schiffs befand sich ein abnehmbares Frachtmodul.

Langsam fuhren die Triebwerke hoch.

Die Registrierungsnummer des Schleppers immer wieder vor mich hinmurmelnd, trabte ich zu meiner eigenen Bucht und hob sofort ab.

Direkt außerhalb der Startrampe hatte ich ihn eingeholt. Die Haupttriebwerke der Fiera zündeten und das Schiff nahm langsam Fahrt auf. Ich hielt Abstand zu ihm, allerdings wiederum mehr aus den Bedenken heraus, potentielle Gegner zu bekommen, als aus der Annahme, dieser Idiot könne mich bemerken.

Es brauchte drei Stunden, bis der Verkehr sich lichtete. Ich hatte keine Ahnung, wo sein Ziel lag, aber es war offensichtlich, daß er nicht auffallen wollte. Gut für mich. Machte meinen Job hundertmal einfacher. Ich ließ ihn noch eine Weile vor sich hin treiben. Stellte sicher, daß es schön ruhig um uns war. Dann war ich am Zug.

Ich schoß vor das Cockpit der Fiera, den ElectroSkin einschaltend, während meine Hauptwaffen warmliefen. Die Lackierung auf meinem Schiffsrumpf änderte sich in das blutbespritzte Design unter dem man mich kannte.

Ich konnte ihn in seinem Cockpit sehen, den Unterkiefer runtergeklappt, in absolutem Schockzustand. Ich rief ihn über Funk.

„Deinem Gesichtsausdruck entnehme ich, daß du weißt, wer ich bin.“ Er war kaum in der Lage, sich ein Kopfnicken abzuringen. „Okay, hier sind die Regeln. Du haust ab, du stirbst. Können wir uns in diesem Punkt einigen ?“

Wieder nickte er. Ich gab ihm einen schnellen Überblick über den Rest meiner Regeln. Sie endeten so ziemlich alle wie die erste. Zum Zeitpunkt, an dem ich ihm sagte, er solle seine Fracht abwerfen, war er bereits absolut gefügig. Er entriegelte den Ladecontainer und entfernte sich langsam von ihm.

Ich manövrierte ein wenig und die Ladung klinkte sich an meinem Schiff ein.

„Und jetzt, verzieh‘ dich.“ Er jagte davon wie die Hölle.

Ich würde keinen Komplett-Check der Fracht unternehmen, für den Fall, daß sich der Schlepper gleich an die Cops wendete, aber ich mußte zumindest einen Blick riskieren.

Das System meines Schiffs brauchte ein Weilchen, um das Rechner-Protokoll des Fracht-Containers zu akzeptieren, aber dann würde ich Zugriff auf die Innenansicht haben.

„Na komm‘ schon, Zahltag …“

Das Bild poppte auf meinem Bildschirm auf. Ich mußte den Empfangsverstärker hochdrehen, um etwas zu erkennen. Endlich sah ich, was drinnen war …

Leute. Halb verhungert. Degeneriert. Einige Menschen, einige wenige Banu, Tevarin und ein paar, die ich nicht zuordnen konnte. Ich sah Rot. Er war ein Sklaven-Händler. Größte scheißefressende Bastarde im ganzen …

Ich drosch den Schubregler nach vorn und das Schiff schwang herum. Ich konnte gerade noch das schwache Glühen seiner Düsen weit entfernt erkennen. Er würde mir nicht entkommen. Zur Hölle mit ihm.

Ich kam ihm immer näher und ich würde mir viel Zeit für ihn nehmen, ihn so langsam und ausdauernd auseinandernehmen, daß er sich ein Leben ohne Qual schon gar nicht mehr vorstellen kann. Zuerst würde ich …

Zwei Raketen schossen an mir vorbei in Richtung des Sklavenhändlers. Die Erste ging in seinem Triebwerk hoch, die Zweite direkt hinter seinem Cockpit. Die Antimaterie-Detonationen loderten hell auf und ließen von der Fiera nur kalte Asche übrig. Meine Polarisations-Kompensatoren sprangen blitzartig an und als sie wieder schwächer wurden, war das Schiff verschwunden. Ebenso verschwunden war, wer auch immer diesen Kerl abgeschossen hatte. Keine Spur mehr von ihnen auf dem Scanner zu sehen.

Da war ich also. Alleine mit einer Ladung voll Sklaven. Mein Blut immer noch am Kochen.

Raj war nicht der Einzige, der ein Problem mit seinem Temperament hatte.

Star Citizen HQ

United NewsOrg



“Trotz Sturmwolken erfreut sich die Bürgertags-Parade regem Zulauf"

von Aaron Frost

Fester Mitarbeiter

Tausende Menschen sind erschienen um an den diesjährigen Bürgertagsfeierlichkeiten teilzunehmen, trotz der vorhergesagten Gewitterstürme. Die Feierlichkeiten begannen unter einem leichten Nieselregen, aber nichts konnte die aufgeheizte Stimmung der Massen trüben, als die ersten Holos sich ihren Weg durch die Paraderoute bahnten. Als die Magnus-stämmige Hitband, die "Roommates", auf die Bühne traten, hatte sich der Himmel soweit verdunkelt, dass der Frontmann Carl Crow ihn als "apokalyptisch" bezeichnete. Doch niemand wollte deswegen gehen, was die Band mit einem beinahe 90 minütigen Set belohnte.
Die Organisatoren waren anfangs skeptisch bezüglich der Durchführung, fürchteten sie doch eine Wiederholung der Bürgertags-Parade von 2935, als jahreszeitlich ungewöhnlich starke Winde Schäden von über einer halben Million Credits an den Flößen verursachten. Schlussendlich aber, nachdem die Vorhersagen genau studiert und Experten zurate gezogen wurden, fiel die Entscheidung alle Events trotz des rauen Wetters stattfinden zu lassen.


Senator Will McCain, selbst aus Davien stammend, nahm sich eine kurze Auszeit vom Wahlkampf um die Eröffnungsrede zu halten.

"Heute ist ein Tag an dem wir die Gemeinschaft feiern. Wir feiern die Einstellung dass wir als Bürger uns der Schaffung eines besseren Universums, für unsere Kinder und Kindeskinder, gewidmet haben. Wenn ich in dieses Meer von Gesichtern der heute hier versammelten Blicke, sehe ich Hoffnung. Hoffnung, dass wir nicht tatenlos zusehen und uns beschweren, obwohl das System nicht perfekt ist. Wir werden Los ziehen und versuchen es besser zu machen, tun was wir können, um zu einem besseren Ganzen beizutragen. Und denjenigen unter euch, die das Bürgerrecht noch nicht erreicht haben, kann ich nur sagen: versucht es weiter. Euer Einsatz ist es worum sich alles dreht. Das ist es was uns inspiriert."


McCain vergaß natürlich nicht die Bürgeranwärter an die entsprechenden Info-Stände zu verweisen, um ihren Zivildienst beginnen.

…END FEED

Picollo

Cassandra's Tears


Vierzig Prozent Schilde. Vier seiner Monitoren haben Störungen. Nur zwei Raketen im der rechten Abschußrampe übrig. Munition und Treibstoff vorhanden. Das waren die guten Nachrichten. Die schlechte Nachricht? Cal Mason konnte nicht mehr viel länger auf Black Talon einhämmern.

Penny und die anderen waren noch im Gewirr mit dem Rest des Stoßtrupps. Der Himmel war ein Durcheinander von auflösenden Kondensstreifen und Rauchsäulen aus den brennenden Wracks am Boden. Cal musste sein Ziel im Auge behalten. Ihm war klar, daß sich der Spieß jederzeit umdrehen könnte.

Black Talon links hart geschnitten. Cal blieb an ihm drann. Er feuerte einen Salve ab, aber Black Talon pirouettierte um die Geschosse, als wäre das eine Kleinigkeit. Cal sah, wo er hingeführt wurde. Der letzte Anvil war weit weg, Artillerie auf einen Raider ballernd.

Black Talon steuerte rechts in Richtung der Bahn explodierender Granaten.

An Bord der Gemini, war Admiral Showalter zwischen dem Vanduul Flaggschiff und der Anziehungskraft Yar's gefangen. Der massive Träger konnte den beiden Gewalten nicht mehr lange standhalten. Er starrte nur auf die Kartensphere, jede Möglichkeit studierend, auf den richtigen Spielzug wartend, der sich selbst offenbart. Die Steuerbord-Seite des Vanduul Schiffs leicht angehoben. Sie richteten es aus, um sie mit ihren großen Geschützen zu treffen. Der Planet war genau unter dessen Backbordrand.

"Sir. Wir können hier nicht bleiben.", schrie der Deckpilot. Showalter ignorierte ihn, sein Verstand wühlte durch so etwas wie einen Plan.

"Sir!" Er schrie wieder. Showalter drehte sich um, "es könnte funktionieren".

"Kappt Positionstriebwerke drei bis neun. Schwächt acht, zehn und zwölf um 60 Prozent. "

"Aber Sir, das treibt uns ..."

"In Richtung Planet, richtig. Es ist das, was ich von Euch erwarte und ich sage das nur dieses eine Mal." Jeder hat's gehört. Deren Gesichtern nach zu urteilen, dachten sie der alte Mann hatte den Verstand verloren.

Die Hauptwaffen auf dem Vanduul Flaggschiff begannen sich aufzuheizen. Energie sammelte sich an den Spitzen der Geschützrohre, Bestandteile aus der Atmosphäre anziehend. Plötzlich kippt die Gemini zum Planeten runter, die Backbordtriebwerke brannten auf, das gewaltige Schiff in eine Drehung zwingend. Es schlüpfte entlang der Kante der Atmosphäre, unter Verwendung der Schwerkraft, um es herum zu schleudern, bis seine Backbordseite direkt unterhalb des Vanduul Schiffs stoppte.

Die Gemini feuerte, mit allen Waffen die es zur Verfügung hatte, in die schwache Unterseite. Die Vanduul Schilde flammte auf während den Versuchen alle Angriffe abzulenken, schafften es aber nicht. Energiesalven brachen durch den Rumpf gefolgt von AP Raketen. Zum ersten Mal wurden die Vanduul schwer getroffen.

Auf Yar mußte Cal jetzt schwerer Munition ausweichen. Heller, der Anvil Pilot, wollte Black Talon anführen, aber der Vanduul erwies sich als geschickter im Ausweichen indirektes Feuers, als direkten.

Penny fiel hinter Cal. Es wurde immer offensichtlicher, daß obwohl der Vanduul in der Defensive war, er den Kampf anführte. Das sollte sich ändern. Sie wollten Black Talon gemeinsam treffen.

"Bist du bereit, Penny?"

"Laß uns diesen Kerl erledigen.", grinste Cal.

Irgendwie wußte Black Talon das. In dem Moment, als Penny und Cal sich in Angriffspositionen aufteilten, warf die Black Talon Abdeckplatten ab und enthüllte sechs versteckte Steuertriebwerke. Er zündete sie, um sich in einem Höllentempo vollständig herum zu drehen und raste auf sie zu. Cal torkelt herum, um genau dem Flügelangriff zu entgehen, der Poll zweiteilte. Black Talon haute seine Nachbrenner rein und schoß in die Ferne, um sich dem zweiten Geschwader von Vanduul Scythe und Crawler anzuschließen das direkt und ohne Umwege zu der alten Siedlung flog, und verschwand in der Atmosphäre.

Penny und die restlichen Flügel flogen hinterher. Cal tat das nicht. Etwas nagte an ihm. Er änderte den Kurs und steuerte auf die Gebäude zu.

Das Vanduul Flaggschiff flog mehr oder weniger intakt fort. Die Gemini hatte das Blatt gewendet und diesem ein paar mächtige Einschlagslöcher verpaßt, aber sie konnte nicht aufholen. Showalters gewagtes Manöver hatte die Gemini im Gravitationsfeld des Planeten gefangen. Wie ein Geländewagem im Schlamm versuchte es alles, um sich zu befreien. Showalter konnte die Raider sehen, die Yar verlassen und in den vielen Landebuchten verschwinden. Das Flaggschiff zündete seine massiven Triebwerke und hob ab.

Zurück an der Oberfläche, kletterte Cal die Leiter hinunter. Er entsicherte seine Seitenarmwaffe, als er sich einem Gebäude näherte. Das Eingangsschild war verkrustet mit dem roten Staub, der immer durch die Luft gewirbelt wurde. Cal wischte die oberste Schicht ab. Das war eine Art geologische Forschungsstation.

Er stieß die Schwingtür aus. Ein paar Lichtstrahlen, durch den Staub sichtbar gemacht, scheinen durch Löcher in der Decke. Aber ansonsten war es dunkel. Der rote Staub war überall. Aber so sehr wie Cal das Zeug haßte, so sehr tat es ihm jetzt einen großen Gefallen. Es zeigte ihm Fußspuren und, noch besser, die Umrisse von Dingen die fehlten.

Cal durchstöberte die Anlage. Es sah so aus, als hätten sie vier Maschinen geholt, rund vier Meter hoch und ein Paar Meter breit. Er nahm ein paar Bilder von der Szene mit seinem Visier auf, dann richtete er sein Augenmerk auf die Maschinen, die den Fehlenden nahe waren. Alles, was er herausfand schnürrte den Knoten in seinem Magen noch enger zu. Das war kein Überfall. Das war ein Raub. Was waren das für Maschinen? Was konnte der Vanduul Clan wohl mit dieser veralteten Technik anfangen? Was hatten sie vor?

Penny jagte Black Talon und den Rest so weit sie konnte. Geich als sie aus der Atmopshäre brachen, hagelte es Sperrfeuer vom Flagschiff um die Raider zu decken. "Sieht aus als hätte Großvater denen ziemlich hinten rein getreten. Hoffentlich denken die jetzt zweimal darüber nach, ob sie dieses System so schnell wieder angreifen."

"Also gut, Piloten. Zurück nach Hause." Das Geschwader beendete die Jagt und flog zurück zur Gemini, die sich zwar stabilisiert hat, aber noch immer versucht der Anziehungskraft zu entgehen. Penny sah auf den Rest ihres Geschwaders. Sie ging die Liste der Piloten durch, die sich nicht meldeten. Wo war ...

"Cal, hörst du mich?"

"Hey Penny. Sind die Vanduuls noch im System? "

"Noch, aber die machen sich gerade vom Acker. "

"Irgendetwas stimmt nicht, Penny. Das war kein Überfall. "

"Was redest du da, Cal?"

"Tu mir einen Gefallen."

"Ich mag keine Sätze, die auf diese Weise beginnen."

"Du mußt mich vor Großvater in Schutz nehmen."

"Das soll wohl ein Witz sein, Cal."

"Ich komme zurück, wenn ich mehr Infos habe. Es ist hier etwas anderes passiert, Penny. "

Stille für ein paar Augenblicke.

"Weißt du, Cal, eines Tages werde ich all diese Gefälligkeiten einfordern."

Von der Brücke des Gemini aus beobachtete Admiral Showalter die Rückkehr von Penny und den anderen Piloten, viel weniger, als er sich gewünscht hätte. Dann sah er Cal's Schiff das Yar verläßt. Er war hinter dem Vanduul Flaggschiff her.

"Cal, du dämlicher Sohn einer ..."
Picollo

Cassandra's Tears


Cal's Schiff wurde in der Sekunde als es auf Yar's Atmosphäre traf durchgerüttelt. Penny und der Rest ihres Geschwaders waren bereits durchgestoßen und verschwand in den dichten Wolken der oberen Atmosphäre.

Seine Instrumente spielten verrückt als er durch die Wolken schnitt. Cal riß sich zusammen und hielt Kurs, bis er hindurchbrach.

Direkt in die Mitte des Gefechts.

Kampfjäger auf beiden Seiten heulten durch die Luft, während sie sich gegenseitig übereinander drehten und windeten, der verkraterte Planet aus rötlichbraunem Gestein unter ihnen. Einer ihrer Zipper erhielt einen Treffer in seine Triebwerke, was seine Geschwindigkeit, seine einzige Stärke, reduzierte. Bevor Cal auch nur reagieren konnte, stürzten sich zwei Vanduulauf ihn und lenkten ihn ab. Er bemerkte Penny, die sich ein Gefecht mit einem Raider lieferte und beschloß, daß es an der Zeit war einzugreifen.

Auf der Brücke der Gemini beobachtete Admiral Showalter das herannahende Vanduul Flaggschiff.

"Sprechen Sie mit mir, Corporal." sagte Showalter, seine Miene kaum verändernd. Corporal Whitacre starrte gebannt auf seine SIG-INT Scanner.

"Waffensysteme wurden hochgefahren, noch bevor die Schutzschilde oben waren, Sir. Sieht aus als ändert es seinen Kurs gerade um ein paar Grad. "

Showalter warf einen Blick auf die aktualisierte Flugbahn auf der Holosphäre. "Es will uns von Yar abschneiden." Er trug eine eigene Flugbahn in das Nav ein und übermittelte es dem Deckpiloten. Der bekam große Augen.

"Sir, das wird uns in die oberen Atmosphäre bringen. Ich glaube nicht, dass wir in der Lage sein werden, der Schwerkraft des Planeten zu widerstehen, wenn es uns packt.", rief der Deckpilot.

"Es ist mir egal. Ich lasse unsere Leute hängen. Backbordschilde auf Maximum, ich will reingehn bevor sie sich positionieren und diese ARC-Kanonen in Stellung bringen. "

Die gewaltigen Typhoon-Triebwerke donnerten und schoben die Gemini in Richtung Yar.

Weiter unten dreht sich Cal durch die Luft um Raider Feuer von Achtern zu entgehen. Er zündete seine Steuerdüsen, um kontrolliert auszubrechen. Der Vanduul Raider an seinen Heck schwang plötzlich in seinen Sichtfeld. Cal drückte ab. Laserstrahlen brannten durch den Himmel, der Vanduul versuchte ihnen auszuweichen, aber es waren einfach zu viele. Sechs Schüsse schlugen in seine Flügle ein. Der Siebte traf die Pilotenkanzel. Der Vanduul trat den langen feurigen Weg nach unten an.

Cal brauchte einen Moment, die Lage zu peilen. Im Augenblick war jeder in einen Kampf verwickelt. Einer der Anvil war verschwunden. Der andere haute schwere Artillerie raus, langsam, aber er verursacht Schaden in großem Umkreis. Zwei Cestus Piloten waren in einen Kampf mit einem Raider verwickelt. Sein Hauptflügel sah aus, als wäre is in schwarze Kriegsfarbe getaucht worden. Er hatte noch nie Vanduul-Markierungen wie diese gesehen, aber es war egal. Der Raider würde nichtmehr länger standhalten. Cal kannte einen der Piloten, Poll, er zählte zu den Besten.

Penny schoß gerade ihren zweiten Raider ab. An ihr vorbei im Hintergrund sah Cal das Aufblitzen weiterer Schiffe in der Ferne, die die Atmosphäre durchbrechen. Die Wolken brachten seine Scanner immer noch durcheinander, so bekam er keine klaren Ziele. Er ging auf Abfangkurs. Wenn das Vanduul waren, würde er sie sich nicht unbemerkt nähern lassen.

Es waren Vanduul! Über ein Dutzend weitere Scythe und ein paar Crawler.

"Aufgepaßt. Wir haben Gesellschaft bekommen." Cal blickte gerade rechtzeitig nach unten, um den Vanduul Raider Mr Black Talon zu sehen, der seine Steuerdüsen wild in verrückten Kombination zündete um sich duch die kombinierte Feuerkraft von Poll und einem anderen Piloten zu fädeln. Er schlitzte Polls Schiff mit seinem Flügel in der Mitte auf und feuerte eine gezielte Salve auf den anderen Cestus. Die Lasersalve dezimierte den Schild weit genug, daß eine Rakete einschlagen konnte. Cal hatte noch nie Manöver wie diese gesehen. Wer immer dieser Pilot war, er war gefährlich.

Inzwischen heulten auf der Gemini die Einschlagsalarme. Einige Unteroffiziere versuchten verzweifelt, sie abzuschalten. Showalter hatte die Gemini in unmittelbare Nähe des Vanduul-Flaggschiff geschwenkt.

Diese beiden gigantischen Schiffe befanden sich in einem Boxkampf, Auge in Auge, Volltreffer aus kürzester Entfernung austeilend. Der Raum zwischen ihnen leuchtete auf, als die mächtigen Schilde aufblitzten, um die schweren Schläge abzulenken oder zu absorbieren, die gesamte Brücke erhellend.

Der Plan hatte jedoch funktioniert. Für den Augenblick hatte die Gemini genug von sich selbst zwischen das Vanduul Schiff und den Planeten gezwängt, um eine Fluchtkorridor offen zu halten, aber die Steuerbordkompensatoren der Gemini liefen am Limit, um es vor dem Absturz in Yars Atmosphäre zu bewahren.

"Sir, Schilde bei 30 Prozent. Die Generatoren werden nicht in der Lage sein, den Vollschub und unsere Abwehr aufrechtzuerhalten." berichtete der Deck-Pilot.

"Notiert, Leutnant. Finch, wie groß sind die Schäden? "

Finch, der Waffen-Offizier, konzentrierte sich auf seine Scanner, den enorme Umfang an Feuerkraft koordinierend.

"Wir schießen die in Stücke, Sir."

"Nicht gut genug. Die müssen sich zurückziehen, also feuern Sie alles ab, was wir haben. Wenn Sie sich einen Raumanzug anziehen, rausklettern und mit Ihrer Seitenwaffe auf sie schießen müssen, tun Sie es. Verstanden?"

"Aye, aye, Sir."

Auf dem Planete Yar wandte Cal sich wieder der Vanduul Verstärkungen zu, bereit um ...
Sie griffen nicht an. Sie beschleunigten in Richtung einer alten Siedlung am Boden.

"Penny. 'Ne Idee, was da drüben ist?"

"Keine Zeit, Cal", murmelte sie. Ihre Zielerfassungs-Systeme piepten endlich mit Missle-Lock. Sie drückte ab. Ein Strom winziegr AP Raketen zischte von der Abschußrampe, sie erfassten und zerstörten weitere Raider. Cal sah etwas anderes.

Black Talon flog auf sie zu.

"Penny! Sechs Uhr! "

Penny zögerte nicht und ging mit ihrem Schiff in den Sturzflug. Eine volle Salve Artilleriegeschosse pfiff an der Stelle vorbei, an der sie sich millisekunden vorher befunden hatte.

Cal feuerte selbst ein paar Schüsse ab. Acht verfehlt, drei getroffen, aber die Schilde schluckten sie.

"Oh verdammt", seufzte Cal.

Jetzt hatte er Black Talon's Aufmerksamkeit.
Star Citizen HQ

Tales of Kid Crimson


Du hast hier nichts zu melden.“ Dies wurde ungefähr acht mal in den letzten zwei Minuten gesagt, also ob ich sie nicht schon beim ersten mal gehört hätte. Jedes mal betonten sie es mit einem Schlag des Pistolenlaufs auf meinen Hinterkopf. Es wurde ein wenig ermüdend.

Ein Großteil der Bar begab sich in Richtung Ausgang, als diese beiden Genies über mich herfielen und mir meine Waffe abnahmen. Einige nahmen sogar ihre Drinks mit sich in der Annahme, dass was auch immer sie nicht mitbekommen würden, wahrscheinlich nicht lange dauern konnte.

Ich hatte noch nicht mal einen guten Blick auf sie bekommen. Zweieinhalb Minuten zuvor hatte ich es mir bequem gemacht, um mich zu besaufen. Es war ein langer Monat gewesen, diesen Kopfgeldjäger von Garron abzuschütteln war schwerer als erwartet. Das nächste mal sollte ich wirklich solche Scherereien vermeiden, wie in sein Schiff zu schleichen und seinen Navigationscomputer herauszureißen und ihn einfach erschießen.

Ein weiterer Schlag des Pistolenlaufs auf meinen Hinterkopf. „Hast Du gehört, Salassi?

Ehrlich gesagt, nein, entschuldige. Würdest du den letzten Teil wiederholen?“ Er zog mir den Griff seiner Knarre über den Schädel. Ich knallte auf den Boden und rollte mich auf die Seite, was mir den ersten richtigen Blick auf meine Angreifer erlaubte.

Einer war größer, stämmiger aber hatte das Zittern eines SLAM-Junkies. Der mit der Kanone war dünn, nervös und keuchte, als ob er nach Luft schnappen würde. Ich erkannte sie nicht und das beunruhigte mich am meisten. Es ist hilfreich zu wissen, warum einen jemand zusammenschlagen will.

Denkst Du, das ist ein Spiel? Hä?“, sagte Keucher und fuchtelte mit der Kanone vor meinem Gesicht rum.
Du hast hier nichts zu melden, Salassi“, fügte das Muskelpaket zu. „Tarsis sagte, Du gehörst jetzt ihm.

Oh. Genevol Tarsis war, oder ist (wollen wir mal nicht voreilig sein) ein Geschäftsmann. Der Öffentlichkeit erscheint er als stolzer Bürger und Unternehmer, der mehrere Geo-Corps leitet, aber außerhalb rechtschaffener Kreise betreibt er einen ausgedehnten Waffenhandel. Er kauft von jeglicher oder verkauft an jegliche Zivilisation im Universum. Ich hatte einen Monat zuvor eine Lieferung von
Xi´Anischen pop-guns übernommen, sie aber loswerden müssen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Danach wurde ich durch die ganze Kopfgeld-Sache abgelenkt. Vielleicht hätte ich ihn wissen lassen sollen, dass seine Ware irgendwo durchs All schwebte.

Sagte, dass Du Schadensersatz leisten musst“, ergänzte Keucher, bevor er sich in einem Hustenanfall verkrampfte.

Sicher.“ Ich hievte mich in die Höhe und nahm einen Schluck von meinem Drink. Keucher verfolgte mich mit der Knarre während der Muskelprotz nur nach einem Grund suchte, seine massigen Fäuste losschlagen zu lassen. Ich überprüfte meinen Kopf. Er dröhnte, als ob Glocken darin läuteten, aber es sah nicht so aus als ob er blutete.

Na gut. Wir werden folgendes tun“ sagte ich, mich auf meinem Barhocker zurücklehnend.
Du hältst die Klappe, Salassi, Du hast hier nichts zu...“ murmelte der Muskelberg, als er einen Schritt nach vorne machte, was ihn zwischen Keucher und mich brachte. Zwischen mich und die Kanone...

Ich rammte die Klinge gut 15 Zentimeter in seine Brust. Es ist fast nicht mal annähernd gerecht, wenn sie so dumm sind. Sie wollen ´nen Kerl vermöbeln und suchen ihn nicht mal nach Extrawaffen ab? Solch tumbe Schlagertypen haben ein sehr begrenztes Verfallsdatum. Tarsis sollte mir für die Ausdünnung seiner Belegschaft danken.

Die Augen des Muskelpakets weiteten sich. Seine Finger packten meine Kehle und drückten zu. Ich zog das Messer heraus und stach noch einmal zu. Keucher sprang und feuert einen Schuss ab. Dabei tat er mir den Gefallen, seinem Freund in den Rücken zu ballern. Finger lösten sich. Ich langte nach hinten, krallte mir den Barhocker und warf ihn nach Keucher. Er traf ihn mitten in die Fresse, so dass er in eine Richtung stürzte und seine Knarre in die andere Richtung wegflog.

Muskelprotz sank auf seine Knie, als ich mich aus seinem Griff löste. Ich packte Keucher an der Kehle und schlug ihn, so dass er wieder bei Bewusstsein war. Ich setzte ihm die Spitze meines Vanduul-Messers an die Kehle.

Wie ich gerade sagen wollte... ich weiß, dass ich derjenige bin, der Scheiße gebaut hat, also sagt Tarsis, dass ich es wieder gerade rücke. Aber“ ich grub das Messer in seine Kehle „wenn ich noch einen seiner Lakaien sehe werde ich ihn ausnehmen, ganz langsam. Und das ist noch gnädig im Vergleich zu dem, was ich mache, wenn ich ihn holen komme. Klar soweit?

Keucher krächzte, zu verängstigt, um sich gegen die Klinge zu stemmen. Er atmetet zum ersten mal in seinem Leben frei durch.

Gut.“ Ich ließ ihn fallen und holte mir meine Kanone zurück. „Du wirst deinen Kumpel vielleicht zu ´ner Krankenstation bringen wollen.

Einer der Barbesitzer steckte seinen Kopf zur Tür herein. Er ließ seinen Blick kurz durch den Raum schweifen.

Alles geregelt hier drin?
Yeah, alles erledigt”.

Sie fingen an, wieder reinzukommen und ihre alten Plätze einzunehmen, während sie über die beiden Gangster am Boden stiegen. Ich nahm einen letzten Schluck aus meinem Drink und machte mich Richtung Tür auf.

Ich trat nach draußen auf die Straße. Der Lärm der völlig überfüllten Hauptstraße traf mich wie eine Welle. Damals waren all diese Orbitalstationen Stützpunkte für die Terraforming-Crews der Systeme, aber jetzt ist es ein Hafen für für Degenerierte, Schwarzmarkthändler und Flüchtlinge. Meine Leute. Ein ganz schöner Absturz. Die Leute könnten dasselbe über mich sagen, denke ich... aber das würde ich nicht empfehlen.

Zurück zum Geschäft. Ich muss rausfinden, wie ich Geld machen kann. Schnell.

(übersetzt von Beninblack)
Star Citizen HQ

Cassandra's Tears


UEES Trägerschiff "Gemini"
Aufenthaltsort: CENTAURI SYSTEMS

Vier Wochen ... vier lange Wochen seit Cal Mason den entführten Xi'An Diplomaten gerettet hat und er wurde gerade erst aus der medizinschen Station entlassen. Er hatte dieses nervöse Gefühl, ein Gefühl das kommt wenn man zu lange festen Boden unter den Füßen hat. Piloten bekamen das ständig. Geradezu als würden sie ihren Gliedmaßen nicht zutrauten sie zu tragen, brauchten sie doch Flügel und Triebwerke um sich durch's Universum zu bewegen, nicht Arme und Beine.

Cal's Rippen schmerzten noch immer von dieser Explosion die er bei Vega einstecken mußte, aber es kümmerte ihn nicht. Er musste da raus. Cal ging ganz vorsichtig seinen Weg zurück zu seinem Quartier. Die letzte Patroullienschicht war gerade gelandet. Sie kamen auf dem Weg zur Nachbesprechung an ihm vorbei.

"Hey, Mason. Sie haben dich endlich rausgelassen?" Cal dreht sich um. Penny sah erschöpft aus, war aber aufgeweckt wie immer. Wenn es etwas in diesem Universum gab, das ihre Stimmung drücken könnte, hatte Cal es noch nicht gesehen.

"Nicht offiziell. Wie ist es da draußen, Kleines?"

"Arger an jeder Ecke. Du weißt ja wie das ist.", sagte sie mit einem Augenzwinkern. "Hast du dich schon bei Großvater blicken lassen?"

"Bin auf dem Weg dorthin."

Penny sprintete, um zum Rest ihres Flügels aufzuschließen. Sie löste ihr Haargummi und lies ihre Haare locker fallen.

"Oh Cal", sagte sie während sie sich entfernte, "hör auf mich Kleines zu nennen."

*****

Admiral Showalter war in einer keiner guten Stimmung. Wie bei Penny, wenn es etwas in diesem Universum gab, das Showalter's Stimmung anheben könnte, hatte Cal es noch nicht gesehen. Der Admiral, der von mehr oder weniger lebensmüden den Spitznamen Großvater bekommen hatte, war ein lebenslanger Soldat. Eine Karriere als Überlebender mehrerer Bodenkämpfe, mit Hunderten von Einsätzen und wahrscheinlich mehr als Dutzenden von geheimen Operation, hat in seinem Gesicht seine Spuren hinterlassen. Seine zusammengekniffenen Augen nahmen alles in sich auf, aber gaben nichts preis.

"Sie sollten die medizinische Station erst garnicht verlassen." Er knurrte, als er den ärztlichen Bericht auf seinem Bildschirm überflog." Außerdem kommen Sie bis zu Ihrer Bewertung nicht mal in die Nähe eines Schiffes. Western Command liegt mir im Rücken, wegen dem Stunt den Sie abgezogen haben."

"Bitte um Entschuldigung, Sir." Cal konnte sein Grinsen kaum unterdrücken. Wenn man in der geschäftigen Stadt von Titus bei Rush Our einem Schmugglerschiff hinterherbrennt, dann fliegen nunmal die Federn. Es war eine höllische Verfolgungsjagd.

"Entschuldigen Sie sich nicht, Junge. Sie haben da draußen gute Arbeit geleistet. Ich lasse nicht zu, daß die Sie zum Sündenbock politischer Intrigen machen."

"Danke, aber bringen Sie sich wegen mir nicht in irgendwelche Schwierigkeiten."

"Ach, halten Sie die Klappe, Mason. Glauben Sie, ich hätte diese Position erreicht, wenn ich nicht in der Lage wäre politische Schwierigkeiten zu umgehen?" Und dass ist der Grund, warum jeder von Showalters Soldaten für diesen Mann eine Kugel fressen würde. Showalter klappte seinem Bildschirm herunter und sah Masonan . "Aber ich bin immer noch nicht bereit, Sie auf die Flugliste zu setzen."

"Ich werde wohl betteln müssen."

"Und ich werde gleich einen verletzten Mann verhauen. Jetzt raus hier."

Cal beschloß, ihn nicht weiter heauszufordern. Er wollte unbedingt zurück ins All. Es galt nur noch herauszufinden, wie. Es stellte sich heraus, daß er nicht lange darauf warten mußte.

Ein Notruf ging raus in der Sekunde als ein Vanduul Stoßtrupp im System eintraf. Füße donnerten über die Roste. Triebwerke wurden gezündet. Das massive Tor des Flugdecks rollte zurück.

Penny schnallte sich in ihrem Sitz an, während ihr Navigationsrechner bootete. Sie sah über die Landebucht. Da rannte Cal an ihrem Schiff vorbei. Er grinste und salutierte.

"Verdammter H...sohn."

Admiral Showalter war auf der Brücke, als Mason abhob. Er wusste sofort was los war, konnte er doch diese typisch schwungvolle Bewegung beim Abheben überall wiedererkennen. Er griff nach dem Funk.

"Verdammt Mason. Sie bringen diesen Vogel wieder auf's Deck. Ich sag's nicht noch einmal."

"Sorry, Sir, der NavComputer ist bereits eingeloggt. Ich werde versuchen.." Cal schaltete den Kanal stumm. Er machte es sich im Sitz bequem. Der Nervenkitzel des drohenden Sturms stieg in ihm auf. Das war sein zu Hause. Er wusste es schon als er sich das erste mal anschnallte, und so wird es immer bleiben.

Penny raste auf ihn zu und starrte ihn ein paar Sekunden an."Was zum Teufel machst du da?"

"Ich mach mich nützlich."

"Der Admiral befahl mir, dich aus dem All zu schießen."

"Ich gebe mein Bestes, versprochen." Penny starrte ihn wieder ein paar Augenblicke an und schüttelte schließlich nur den Kopf.

"Na gut, halt' uns den Rücken frei und mach keine Dummheiten."

"Komm schon, Penny, du kennst mich."

"Ganz genau."

Cal fiel zurück in die Formation, das Geschwader auf sechzehn Schiffe erweiternd; zehn Cestus Kampfjäger, drei Zipper, und zwei Anvils. Sollte für alles reichen, was die Vanduul ausbrüten.

Auf der Brücke der Gemini sah Showalter die Radarkontakte des Stoßtrupps, die das System durchkreuzten, auf der taktischen Holosphäre. Sie verschwanden in der Atmosphäre des Planeten Yar. Das gab ihm zu denken.

Warum dort? Er dachte nach: Es gab viel dichter besiedelte Planeten im System. Die Vanduul liesen sich in der Vergangenheit nie von der Gegenwart der Flotte beeindrucken. Wenn sie hier zuschlagen und rauben wollen, warum greifen sie dann einen verlassenen Planeten am Rande des Sektors, mit nur einer Handvoll Siedlungen und Forschungsstationen an?

"Admiral. Neuer Kontakt. Kurs 8-7-0." Whitacre, der SIG-INT-Spezialist, blendete die neuen Radarkontakte auf der Holosphäre ein. Showalter warf einen Blick darauf und wußte sofort Bescheid.

Es war ein Vanduul Flaggschiff. Unterwegs, um sie abzufangen.

"Nun gut. Ich schätze, da will es einer genau wissen." Er befahl der Mannschaft der Gemini alle Posten zu besetzen und sich für den Kampf bereit zu machen.

Danke für die Übersetzung an Picollo
Star Citizen HQ

CLEAN SHOT Shipping


Guten Morgen liebe Pilotenvögel oder guten Abend, verdammt ich weiß nichtmal wo ihr seid. Dies ist eine Ausstrahlung "Clean Shot Händler-News" von eurem alten Kumpel Craig Burton mit all den letzten Neuigkeiten und Updates um euch da draussen sicher und auf dem Laufenden zu halten und damit ihr wisst, wo ihr gerade steckt.
Die heutige Sendung wird euch präsentiert von "Torreele Naturalien", feine vakuum-verpackte, vitaminreiche Lebensmittel seit 60 Jahren, "Torreele"... weil Distanz eine Rolle spielt. Bevor wir wir tiefer ins Geschehen eintauchen, kurz ein rechtlicher Hinweis:
Informationen, die in dieser Sendung verbreitet werden, sind Hörer-generiert und aktuell gültig. "Farnes Media Partner" ist nicht für die Richtigkeit der Nachrichten verantwortlich nachdem sie aufgenommen wurden. Hörer sollten den Verfall der Aussagekraft der Nachrichten beachten, wenn sie ihre Route planen.

Da das gesagt ist, fangen wir, mit den heutigen Top-News an, wollen wir Kinders?

Croshaw System
Die UEE hat wieder einmal den Wegzoll erhöht. Kann nicht sagen, dass ich überrascht bin. Es ist einfach eine weitere Tatsache: die Sonne geht auf, Leute sterben, und Regierungen erhöhen ihre Steuern. So, wenn ihr auf dem Weg in die zivilisierten Systeme seid, stellt sicher dass ihr dopppelte Ladung einpackt, um die Flugkosten zu decken.

Magnus System
Der rote Tod hat wieder zugeschlagen. Der bekannte Pirat und seine Bande von Verkommenen hat aufs Neue einen durch Magnus reisenden Konvoi angegriffen. Dies ist die siebente Attacke in sieben Monaten. Als anfliegende Piloten eingriffen, hat sich der rote Tod ins Banu-Territorium abgesetzt. Die örtlichen Behörden haben versucht mit der nächsten Banu-Regierung zu verhandeln, aber die haben sich auf ihre Neutralität berufen, vor allem gegenüber ihrer Position zu der UEE. Das gute an der Sache ist, dass diese Angriffe den roten Tod auf den Schirm der Staatsanwaltschaft bringen. Wir werden sehen, wie einfach es für diese blasierten Bastarde ist, unsere Händlerbrüder zu treffen, wenn die Agenten der Staatsanwaltschaft ihnen am Arsch kleben.

Orion System
Ich habe einen heißen Tipp von Kyle Ben bekommen, der im Grenzgebiet zum Vanduul-Territorium unterwegs ist. Er hat ein Clan-Schiff mit Kurs auf UEE Gebiet entdeckt. Offensichtlich ist es noch zu früh zu sagen, ob sie auf der Jagd sind, aber es ist Vorsicht geboten. Danke für den Tipp an Kyle, bleib sicher da draussen.

Nun eine kurze Pause - wir bezahlen unsere Rechnungen mit einigen Werbespots - aber wenn wir zurück sind, gibts Wirtschafts-News, wir analysieren euch, welche Ressourcen & Mineralienpreise wert sind, das Zeug einzusacken und welche man lieber in der Schwärze dümpeln läßt.

danke an Talby Bowman für diese Übersetung