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Picollo

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About Picollo

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    Inspektorats-Oberinspektor
  • Birthday 04/02/1978

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  • Gender
    Male
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    Pentling
  • Interests
    Computer, Elektlonik, Auto, Arbeit und wie es scheint, auch das Schreiben ;)

    Eine kleine Anekdote
    http://www.star-citizens.de/topic/3697-ein-neuanfang/#entry66569

    Das letzte Log
    http://www.star-citizens.de/topic/3697-ein-neuanfang/#entry79546

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    -Redacted-
  • Golden Ticket
    No
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    Constellation Andromeda
    Dragonfly
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  1. Also, Eins plus Eins, plus Eins, plus Eins, plus Eins, plus Eins, plus Eins ... ohje, jetzt hab ich mich verzählt
  2. Anmerkung vom Verfasser des Original Dave Haddock: Drifters: Teil Zwei wurde ursprünglich in Jump Point 5.2 veröffentlicht. https://robertsspaceindustries.com/comm-link/serialized-fiction/17836-Drifters-Part-Two 'Vielleicht ein Starliner . . .' Mags dreht sich auf die Seite und stellte ein Szenario zusammen: 'Einen neuen Starliner nehmen, ihn schön dekorieren und die Passagiere von Hotspot zu Hotspot laufen lassen, aber - und das war das Wichtigste - ihn nicht jedem Trottel öffnen, der das Ticket bezahlen kann. Behalte es exklusiv. Wähle ein Klientel aus, das es stilvoll hält. Machen es zum Party-Erlebnis des Universums ... Obwohl...' je mehr sie darüber nachdachte. 'Jeden Tag Party zu machen, klingt so, als würde es nach ein paar Monaten ziemlich anstrengend werden.' Sie war schon seit Stunden dabei. Seit sie das Eriesium aus dem Schließfach identifiziert hatten, übernahm die potenzielle Auszahlung immer wieder ihre Gespräche. Jetzt war alles ein Witz: die schrecklichen Lebensmittelpakete, der beschissene Zustand der Harlequin, alles. Denn jetzt sahen sie einen Ausweg. Kaum vorstellbar, daß sie Stunden zuvor darüber stritten, ob sie Mags eine Kugel verpassen sollten. Aber sie hatten natürlich Recht. Es war schwer, nicht aufgeregt zu sein. Das seltsame, seltene Element war nicht nur eine Art nette Entschädigung, das war lebensverändernd. Sie konnte es selbst nicht glauben. Von der Jugend, die sie damit verbrachte, den Touristen auf namenlosen Bahnhöfen Taschen zu klauen und in Frachtschlepper einzubrechen, um zwischen den Paletten und Kisten zu schlafen, bis hin zum Erwachsenwerden, von einer Hetzjagt zur Nächsten, und einem Kratzer nach dem Anderen. All das stand kurz vor dem Ende. Sie war tatsächlich im Begriff, durchzuatmen und sich zu entspannen . . . Aber noch nicht. Sie mußte noch einen Käufer finden. Jemanden, der ihnen bezahlen konnte, was dieser schöne Erzklumpen wert war. Eine Summe, die all den Verrat, die Morde und die Verzweiflung wegspülen würde, die die Besatzung durchgemacht hatte, um an diesen Punkt zu gelangen. Sie entsicherte ihre Pistole mit dem Daumen, während sie mit der anderen Hand das Messer ergriff, und öffnete vorsichtig die Luke zu ihrer Schlafkoje. Die Tür zischte langsam, während sie glitt. Mags schaute hinaus. Der Flur war leer. Mags wartete noch eine Sekunde, um sicherzugehen. Unter dem anhaltenden Brummen des Reaktors konnte sie das intermittierende Klopfen des Antriebs in der Halle hören, aber immer noch nichts anderes. Trin wartete auch nicht mit einer Schrotflinte. Sie legte das Messer zurück in sein Versteck, zog ihre Stiefel an und stieß sie auf den Boden. Immer noch kein Hinterhalt. Schließlich entspannte sich Mags, zuversichtlich in dem Wissen, daß Trin nicht so geduldig war. Sie sicherte die Pistole, steckte sie in ihren Hosenbund und zog einen schweren Pullover an, um sie vor den Blicken zu verstecken. Auf der Brücke des Harlequin war es still. Ozzy war allein dort oben und flog lässig mit dem riesigen Schiff durch die scheinbar endlose Leere. Er blickte hinüber, als Mags die Brücke betrat. Sie konnte nicht lesen, was sich hinter diesem Blick verbarg. Vielleicht gar nichts. Sie hatte den Kerl noch nicht richtig im Visier. Abgesehen von seiner offensichtlichen Loyalität zu seiner Schwester Trin schien er nur das Nötigste zu sagen. Selbst als sie ihn vom von der Quarterdeck Knastanlage abholten, sagte er nichts. Nachdem er fünf Jahre in diesem Höllenloch verbracht hatte, stieg er einfach in die Harlequin und setzte sich hin. "Irgendetwas Aufregendes?", fragte sie. "Nein", antwortete er und knackte eine Dose Smoltz auf. "Brauchst du eine Pause?" "Nein". Ozzy nahm einen langen Schluck von dem Bier und lehnte sich zurück. Einige Momente der Stille vergingen. "Okay, cool. Schrei, wenn doch." Mags ging zu einem der Seitenterminals hinüber und ließ sich in den Sitz fallen. Es war Zeit, an die Arbeit zu gehen. Zur gleichen Zeit aber anderswo: “Und was machen Sie so ?“ die schroffe aber freundliche Stimme über die Comm. "Hauptsächlich kommerzielle Transporte", antwortete Trevor. Als Kapitän der Veronica's Dream hatte er den Notrufübertragung von einem ausgefallenen Schlepper etwa eine halbe Stunde nach dem Ablegen von Port Red Oak über Angeli im Croshaw-System erhalten. Auch er hatte verdammtes Glück, denn er war gerade dabei, seinen Quantum-Drive zu laden, als die Verbindung hergestellt wurde. Seitdem hatten sie sich unterhalten. "Cool, cool. Sie arbeiten für eine dieser großen Firmen? Covalex oder so?" "Früher schon, aber ich bin ausgestiegen, sobald ich meine eigene Bergbaugenehmigung erhalten hatte", Trevor sah schließlich das schwache Leuchtfeuer auf seinen Scans. "Ich bin es wohl einfach leid, für andere Leute zu arbeiten." "Habe endlich Ihr Signal aufgefangen. Ich korrigiere jetzt den Kurs. Sollte sehr bald da sein. Wie halten Sie sich sonst so?" "Oh, mir geht es gut. Habe viel Luft und viel Musik. Alles, was ich brauche." "Ist nicht zu überhören, Bruder." Trevor starrte weiter auf seinen Scanner. Es stellte sich heraus, daß der Schlepper, den er suchte, in einen kleinen Asteroidenhaufen abgedriftet war. "Du hast dich da ganz schön in die Klemme gebracht." "Ja, wie meine Mama immer sagte: Ich bekomme nichts, wenn ich nicht ein Händchen dafür habe, Ärger zu finden." "Mein Onkel hat immer dasselbe gesagt." Trevor drehte sein Schiff herum, um einen ersten Blick auf den havarierten Schlepper zu werfen. "Glaube Ich", sagte die alte Stimme über die Comm. Trevor umkreiste den letzten Asteroiden, der ihm die Sicht versperrte, er konnte endlich einen Blick auf . . . . . . . Nichts. Eine Lücke im Raum zwischen mehreren lautlos baumelnden Felsen. Da draußen schwebte etwas Kleines, das blinkte, aber das war es auch schon. Kein Schiff. Kein Schiff. Nichts. Sein Terminal bimmelte und machte ihn freundlich darauf aufmerksam, daß sich die hintere Luftschleuse geöffnet hatte. Trevor blickte hinüber, um zu sehen, ob es sich um einen Fehler handelte. Scheinbar hatte jemand eine Ablenkung gestartet, denn er sah nicht, wie die ankommende Rakete von einem der Asteroidenhaufen vor ihm gestartet wurde, bevor sie durch die Haube der Veronica's Dream schlug. Die Explosion verwüstete schlagartig das gesamte Cockpit. Das Schiff regte sich leicht. Blind Jack Sticha kratzte sich mit seiner fehlerhaften kybernetischen Hand durch seinen zerfetzten Bart am Kinn, während er beobachtete, wie der beschädigte Frachter langsam zu treiben begann. "Alles klar, Southers. Legt euch ins Zeug." Der Rest der Souther Titans tauchte einer nach dem anderen aus seinen Verstecken auf. Schrille und helle Farben überzogen ihre Rüstungen in rituellen Zeichen. Der führende Brecher bewegte sich innerhalb des Wracks, während zwei weitere aus Luftschleusen auf das beschädigte Schiff zusprangen, um dann zu versuchen, es wieder flugfähig zu kriegen. Jack lehnte sich zurück und riß eine Packung Ma's Chicken Patty auf, während seine Mannschaft an die Arbeit ging. Dr. Honan Yao wachte mit dem Gesicht nach unten auf einem Gitterrost auf. Er hatte sich seltsamerweise einigermaßen daran gewöhnt, an seltsamen Orten aufzuwachen, aber es gab doch immer diesen ersten Schock. Es fühlte sich an wie der Moment, in dem man anfängt zu fallen, ein Ruck durch den Körper geht, als ob er sich aufrichten wollte. Dann passierten zwei Dinge: Die Realität setzte ein, zusammen mit dem dumpfen Schmerz in den Adern nach einem langen Hochgefühl. Seine Professoren an der medizinischen Fakultät sagten, es sei der WiDoW, der die Wände der Venen verbrennt und zu den schwarzen Flecken beiträgt, die den Körper beflecken. Er blickte nach unten; die tintenschwarzen Linien waren bis zu seinem Handgelenk hinaufgezogen. Yao rollte sich auf den Rücken und sah sich um. Als seine Augen sich fokusierten und sein Kopf sich beruhigte, konnte er sehen, daß er sich im Maschinenraum der Harlequin befand, so daß es alles in allem viel schlimmer hätte sein können. Da war das eine Mal, als er in der Luftschleuse aufwachte . . . Ein Schraubenschlüssel klapperte zu Boden. Er sah hinüber. Trin arbeitete am Rohrleitungssystem. Ihr Mobi pulsierte zu irgendeiner Melodie irgendeines Liedes, das es durch ihre Kopfhörer schallen ließ. Yao schleppte sich auf seine Füße. Sein Kopf schwamm ein wenig, während er sich an den Höhenunterschied gewöhnte, aber er hielt das Gleichgewicht. Nichts von all diesen Dingen überraschte ihn. Obwohl es heute Morgen etwas schlimmer war; sein Kopf etwas schwerer, der Nebel in seinem Gehirn etwas dichter ... im Laufe des vergangenen Jahres war dies mehr oder weniger zu einem Standardritual des Aufwachens geworden. Er schlurfte langsam durch das Schiff. Kel war im Frachtraum und studierte etwas, das wie ein Stein aussah . . . Das rüttelte eine Erinnerung wach. Yao wurde langsamer, als er versuchte, die Spinnweben seiner Erinnerungen zu durchforsten. Ja . . . da war vor kurzem irgendetwas passiert. Etwas Großes . . . Das würde erklären, warum er etwas langsamer war. Sie hatten etwas gefeiert. "Hallo, Herr Doktor!" sagte Kel fröhlich. "Unglaublich, nicht wahr? Es ist sehr aufregend, hier zu sein." Yao nickte und machte sich auf den Weg in Richtung Brücke. Während er einen Zwischenstop am Schlafplatz machte, um sich umzuziehen und schnell zu duschen, kehrten die Erinnerungen an das Eriesium und die anschließende Party in sein Bewusstsein zurück. Etwa nach der Hälfte der Dusche erinnerte sich Yao an das, was beinahe geschehen wäre, bevor man das Wrack fand. Auf der Brücke fand er Mags, verschanzt mit einem Haufen Geschäftsseiten auf ihrem Terminal, während Ozzy auf dem Steuerknüppel schlief. "Hey Mags." "Doc . . ." sagte sie, ohne aufzuschauen, und klickte sich durch eine weitere Seite. "Hast Du Glück bei der Suche nach einem Käufer?" "Ich finde so gut wie gar nichts." Sie lehnte sich auf ihrem Sitz zurück und rieb sich die Augen. "Niemand scheint etwas zu wissen. Jedes Bergbauunternehmen, das ich gefunden habe, führt es nicht einmal als etwas auf, das sie kaufen würden. TDD hat es nicht einmal auf ihren Rohstofflisten. Es ist, als gäbe es das Zeug gar nicht." Yao nickte und schaute aus dem Fenster ins Leere, als er nach den Worten suchte. "Es tut mir leid." "Was tut Dir leid?" "Die ganze Sache mit Trin. Ich hätte dabei sein sollen." "Wenn du jemanden kennst, mit dem ich über Eriesium reden könnte, würde das alles wieder gutmachen." Mags kicherte und wendete sich wieder dem Spektrum zu um weitere Bisunessseiten zu durchkämmen. Yao hielt einen Moment inne. "Eigentlich könnte ich ..." "Warte, wirklich?" "Ozzy!" rief Yao und rüttelte Ozzy von seinem Nickerchen auf. "Könnest Du uns nach Kallis bringen?" Der Willoughby Housing Exchange war bei den Bergarbeitern, die den Daedulus-Cluster in Croshaw abbauten, äußerst beliebt gewesen. Das ist jetzt über hundertfünfzig Jahre her. Seit die HEX im Jahr 2863 geschlossen wurde, verfiel die Station langsam. Langjährige Bewohner, die nicht gehen konnten oder wollten, starben schließlich aus, und die Station verstummte, ein weiterer Koloß, der ins Dunkle abtrieb. Das war, bis die Souther Titans einrückten. Der blinde Jack konnte sein Glück kaum fassen, als er eine perfekt funktionierende Station fand, die nur noch mit aktualisierten Teilen wieder in Betrieb genommen werden musste ... oder zumindest funktionsfähig war. Es schien ein ebenso guter Ort wie jeder andere zu sein, um das ganze Rudl aufzunehmen. Sie hatten es auch klug hergerichtet. Sie setzten Totmannschalter ein, um automatisch den Strom, die Schwerkraft und die Luftschilde abzuschalten, falls jemand anderes als die Titans die Kontrolle übernehmen wollte. Nach Jahren der Wanderschaft mußte er zugeben, dass es schön war, einen Ort zu finden, den er sein Zuhause nennen konnte. Der blinde Jack Sticha und der Rest der Souther Titans setzten sich auf den verschiedenen Landeplätzen ab und brachten ihre Schiffe schnell außer Sichtweite. Am besten war es, den Anschein zu wahren, dass der Ort verlassen war. Sie brachten das Wrack des Frachters auf eine der größeren Plattformen. Skivner und Leedy waren nicht in der Lage, die Ladeliste nach der Explosion zu retten, unternahmen aber eine schnelle Kontrolle durch den Laderaum. Das Ding war bis unter die Decke beladen. Das war das Tolle an Indie-Piloten, jeder Run mußte sich rechnen. Natürlich neigen diese auch dazu sich besser zu verteidigen, aber Jack hatte nichts gegen eine kleine Rauferei al Belohnung. Das war auch nur die Hälfte der Ausbeute. Sobald sie die Ware entladen hatten, nahmen sie das Schiff auseinander. Der blinde Jack wühlte sich durch die Teile, behielt einen Teil zum Unterhalt der eigenen Flotte und verkaufte den Rest. Alles in allem konnten sie einen netten kleinen Gewinn machen. Blind Jack schaltete seine Anzuglichter an, als er auf die Luftschleuse der HEX zuging. Alle Timer waren abgelaufen, so daß er die Station wieder mit Strom versorgen musste. Etwa nach der Hälfte der Anlaufroutine . . . kam ein "Blinder Jack Sticha" über die Haupt Comm. Jack machte eine kurze Pause und setzte dann den Startprozedur fort. Die versteckten Reaktoren liefen an. Die Lichter in der Luftschleuse erwachten zum Leben, und die Systeme gingen in Betrieb. Sein Knie schmerzte, als er wieder auf die Beine kam. Als die Luftschleuse sich drehte, zog er seine Pistole, eine handelsübliche Coda-Pistole mit Kompensatoren, und entsicherte sie. Wer immer ihn gerufen hatte, musste in der Nähe sein. Leedy rückte auf, die Waffe bereit. Die anderen Southers hatten es auch gehört. "Das ist nicht nötig", sagte die Stimme. "Wir sind hier, um zu reden." Jack sah zu den Sicherheitskameras in der Luftschleuse auf. Sie müssen im System sein. Jack steckte die Pistole ins Holster und forderte Leedy auf, das Selbe zu tun. Die Luftschleuse zischte auf. Musik hallte durch die Hallen. Der blinde Jack zog seinen Helm ab und warf ihn auf den Boden. "Augen auf, Junge", murmelte er. Er riß seine Handschuhe ab und warf sie neben den Helm. "Wenn etwas schief geht, streichst du die Wände, hörst du?" Sie gingen in Richtung des Wohnbereichs, wo ihre beiden Gäste warteten. Sie waren menschlich. Einer war männlich, saß mit überkreuzten Beinen auf einem Sofa. Eine weiblich, stand daneben. Wirklich schöne Fluganzüge. Der Mann war sichtlich bewaffnet. Die Frau war es nicht, aber sie sah definitiv nicht nervös aus. Blind Jack ging locker zu einem der zu einer Kühlbox umgebauten Frachtcontainer und holte eine Dose Smoltz heraus. Er bot sie dem Duo an. "Einen Drink?" Die Frau rührte sich nicht. Der Mann lächelte und schüttelte den Kopf. Blind Jack zuckte mit den Schultern, hebelt die Dose auf und schüttelte das Ganze in einem lang anhaltenden Drink hinunter. Er zerknüllte die Dose und schleuderte sie in die Dunkelheit. "Also, wer zum Teufel seid Ihr?" "Wir sind Zuhörer, wirklich. Unser Arbeitgeber schickt uns, um Fragen zu stellen und zuzuhören. Wir sind dann beauftragt, entsprechend zu handeln." "Uh huh", sagte Blind Jack mit einem flüchtigen Blick zu Leedy. "Aber wir sind keine Kopfgeldjäger oder Advokaten, wenn es das ist, was Ihnen Sorgen macht. Betrachten Sie uns eher als Berufskollegen." "Also, was willst Du?" "Nicht viel. Wir haben zwei Fragen an Sie. Die zweite ist wesentlich schwieriger als die erste, aber beide müssen zu unserer Zufriedenheit beantwortet werden oder ...", der Mann zuckte mit den Achseln. "Wir werden entsprechend handeln." Blind Jack brach in Gelächter aus. Sein Lachen hallte in der verlassenen Station wider. Der Mann lächelte. Die Frau rührte sich weiterhin nicht. Das Lachen verstummte schließlich. "Du kommst in unsere Höhle und drohst uns?" Blind Jack hatte sich bereits eine weitere Dose geholt, ließ sie aber dann fallen. "Das ist ein schneller Weg zu einem kurzen Leben, mein Freund." "Ich tue nichts für mich selbst", der Mann stand auf und ging zu Leedy hinüber. Der dürre, tätowierte Gesetzlose stand aufrecht und begegnete dem Blick des Mannes, ohne mit der Wimper zu zucken. "Wie ich bereits erwähnte, sind wir Repräsentanten. Alles, was Sie wissen müssen, ist, daß im Grunde genommen Damien Martel von den Four Points die Fragen stellt. Der blinde Jack Sticha hustete. Leedy blickte zu seinem Chef hinüber, dessen Verhalten sich völlig verändert hatte. Die Four Points waren eines jener Syndikate, die nie zu sterben schienen. Sie haben die kriminelle Hierarchie nie dominiert, aber irgendwie über Jahrzehnte durchgehalten und einen ebenso berechnenden wie skrupellosen Ruf bewahrt. Die Führung repräsentierte jeweils einen Teil des Territoriums und bildete einen Viererrat, der ihren Fußsoldaten die Befehle diktierte. Damien Martel war einer dieser 'vier Punkte'. "Ich sehe, ich brauche keine weitere Erklärung", sagte der Mann nach einem Blick in Blind Jacks Gesicht. "Gut." Der Mann ging zu Jack hinüber und studierte ihn einen Moment lang. "Waren Sie für den Angriff auf Mr. Martels Schiff verantwortlich?" "Wer?" "Möchten Sie, dass ich die Frage wiederhole?" "Was? Nein." Blind Jack blickte die Frau an. Sie war in Leedys toten Winkel gewechselt. "Ich habe nichts von einem Angriff gehört." "Lügst du mich an?" Sagte der Mann, ohne seine Mimik zu verziehen. Seine Stimme war gleichmäßig, ohne jeglichen Tonfall. "Zur Hölle, nein", verneinte Blind Jack sofort. "Meine Leute sind alle hier. Alle sind vollzählig und niemand würde eine solche Aktion durchführen, ohne daß ich davon wüßte." Der Mann betrachtete Jack einige Augenblicke lang. Er bearbeitete ihn. Schließlich: "Ihr Titans habt eine interessante Reihe an Tätowierungen", sagte der Mann, als er seinen Mobi heranzog und begann, die Menüs durchzugehen. "Ich selbst habe den Reiz nie ganz verstanden, aber mehr noch, ich konnte mich nie einfach auf nur ein Design festlegen, mit dem ich den Rest meines Lebens gut leben konnte.“ Der Mann fand ein Bild und hielt es hoch, damit Jack es sehen konnte. Es war ein Überwachungsfoto. "Zweite Frage", er zeigte auf das Standbild des Überwachungsvideos. Irgendein Schrottplatz, auf dem Blind Jack in der Vergangenheit Schrott abgeladen hatte. Wardlow Rec oder so ähnlich. Der Mann zeigte auf eine Frau im Bild; es sah aus, als ob sie mit Titanium-Tinte tätowiert war. "Wissen Sie, wer das ist?" Blind Jack brauchte eine Sekunde, um sie zu erkennen. "Ich will verdammt sein", sagte er mit einem zärtlichen Lächeln. "Ihr Name ist Trin Liska. Es ist eine Weile her, daß wir mit ihr unterwegs waren. Was hat sie getan?" "Etwas von Wert mitgenommen." Blind Jack nickte und legte den kleinen Schnappschuß für zukünftige Betrachtung auf seinem Mobi ab. Er nahm noch einen Drink aus seiner Dose. "Soweit ich weiß, hat sie auf Reza Malcolms Schiff angeheuert. Ein wiederlicher Schrotthaufen namens Harlequin." "Ich will dieses Schiff." Blind Jack ließ sich Zeit, darüber nachzudenken. Er ging an dem Mann vorbei und setzte sich in seinen kaputten Ledersessel. "Sicher, ich kann helfen", sagte er mit einem zufriedenen Grinsen. Dreißig Minuten später gingen die beiden Auftragskiller des Syndikats ohne Zwischenfall und voll beladen mit den vielen Registrierungsnummern der Harlequin und allem, was die Southers über Trin wußten. "Was zur Hölle sollte das, Jack?" "Sag, was du denkst, Leedy." "Trin war eine von uns." "War, Junge, war." Der blinde Jack setzte sich wieder auf seinen Platz und warf sich noch eine Dose ein. "Sie ging weg. Ich habe Dir schon mal gesagt, daß wir keine Loyalität für Drückeberger haben, und außerdem übersiehst Du das große Ganze." "Und das wäre?" "Wenn die Four Points auf sie aufmerksam wurden", es breitete sich ein Grinsen hinter Blind Jacks Bart aus, "dann geht es um sehr viel Geld." Die Titans sahen sich an. Die Aussicht auf ein Vermögen entfachte das vertraute Feuer hinter ihren Augen. "Nehmt eure Schiffe aus und reist mit leichtem Gepäck", sagte Blind Jack, als er die nächste Dose aufriß. "Gehen wir uns unser Geld." Die Harlequin verließ den Sprungpunkt Bremen-Kallis in der Nähe einer Gruppe von Frachtversorgungsschiffen, die auf dem Weg aus dem System waren. Kürzlich installierte CommRelais schwebten nun in der Nähe des Absprungpunktes, und die Armeestation wurde mit dem Schutz dieses sich entwickelnden Systems beauftragt. Die gesamte Besatzung hatte sich auf der Brücke des Schiffes versammelt. Mags und Trin waren ganz auf den Armeestützpunkt konzentriert und suchten nach Anzeichen dafür, dass das Militär ihnen die gleiche Aufmerksamkeit schenkte. Ozzy flog mit seiner üblichen mürrischen Gleichgültigkeit. Yaos Hand zitterte, als er an einem Nagel kaute. Den anderen schien es wie das übliche Begleiterscheinung, wenn man eine so lange Strecke ohne eine Art chemisches Gleichgewicht zurücklegt. Sie wussten nicht, dass es etwas anderes war. Kel war der einzige, der ganze Aussicht genoß. Draußen, vor dem Schiff war eine umwerfend schöne Darstellung von Zerstörung und Schöpfung. Kallis war die wahre Definition eines sich entwickelnden Systems. Es wurde entdeckt, als die Planetenkörper noch im Entstehen begriffen waren, und war zu einem Knotenpunkt für Astronomen und Wissenschaftler geworden, die diese einzigartige Gelegenheit zur Beobachtung eines Sonnensystems in seinen Anfängen nutzen wollten. Das System hatte sogar einen beachtlichen Anteil an Philosophen und Spiritualisten angezogen, die gekommen waren, um Zeugen zu werden und über alle möglichen Fragen der Existenz nachzudenken. "Hübsch . . . ." war alles, was Kel heraus brachte. "Bist du da wirklich sicher, Doc?" fragte Mags, ihre Augen richteten sich immer noch auf die vorüberziehende Militärstation. "Ja... Ich glaube schon", antwortete Yao. Er merkte, daß er an seinen Nägeln kaute und hörte damit auf. "Nein, wird alles gut." "Dieser Typ ist also Arzt?" fragte Trin, während sie auf einem Stück Pökelfleisch kaute. "Ein Kumpel von mir hat Medizin studiert, bis er das Studium abbrach und sich der Physik und Geologie zuwandte. Aber er ist cool." "Äh hä", antwortete Trin und nahm einen weiteren Bissen. Yao machte sich auf den Weg zu einem der Stühle und aktivierte den Commlink. Er isolierte die OB-Station Gryphon und schickte eine Comm. Es dauerte einige Augenblicke, bis ein triefäugiger Verwalter antwortete. “Vermittlung.“ "Ja, hallo, Lev Dennis, bitte..." Der Verwalter hatte ihn bereits getrennt und neu verbunden. Nach einigen Sekunden des Wartens, in denen ihn der Rest der Harlequin-Crew anstarrte, nahm jemand Neues an. Lev antwortete auf die Comm, ohne wirklich hinzusehen. Aufgrund des rapiden tippens war er noch deutlich mehr daran interessiert, etwas zu schreiben. "Ja?" "Was gibt's, Mann? Hier ist Honan." Lev hörte auf zu tippen und drehte sich um, um auf das Comm zu schauen. Sein Gesicht wurde heller. "Heilige Scheiße", rieb er sich die Augen und sah genauer hin. "Was zur Hölle machst du hier?" "Eigentlich brauchte ich etwas von deinem Fachwissen." "Ja, klar." Yao zuckte die Achseln und nickte. "Wirklich?" Lev klang echt schockiert. "Oh, verdammt, ja, okay. Komm vorbei. Ich reserviere die ein Landepad." Zwanzig Minuten später setzte die Harlequin auf dem Landepad der Beobachtungsstation auf. Die Tür der Landebucht öffnete sich, als Lev Dennis in die Bucht stürmte. "Yaooooooo-" Beim Anblick des Rests der Harlequin-Crew blieb er kurz stehen. Lev war etwa so alt wie Yao, aber da er nahe der Isolation von der Zivilisation lebte, hatte er offensichtlich nicht viel für seine persönliche Hygiene getan. Er ging rückwärts in Richtung Tür. "Was ist los, Mann?" Yao trat schnell nach vorne und schüttelte ihm die Hand. Lev blieb auf halber Strecke stehen. Yao blickte nach unten und sah die WiDoW-Spuren unter seinem Ärmel hervorschauen. "Was machst du, Mann?" sagte Lev im Flüsterton. "Das sieht echt übel aus." "Nein, ist schon okay, Maan." "Scheiße sieht nicht gut aus." "Machen Dir nichts draus", sagte Yao und lächelte so viel es ging, aber er erkannte, wie sehr er sich wahrscheinlich seit dem letzten Mal, als er seinen Freund sah, verändert hatte. Es war so viel passiert ... aber darüber wollte er jetzt nicht mehr nachdenken. "Komm, ich stelle Dir meine Crew vor." Lev zwang sich ein Lächeln auf und schaute an Yao vorbei. Obwohl Trin und Ozzy nicht (sichtbar) bewaffnet waren, waren sie für den Wissenschaftler mehr als einschüchternd. Kel kam schnell näher. "Hallo, Lev Dennis. Es ist mir ein Vergnügen, Euch kennenzulernen. „Ich Kel." Er klopfte Lev auf die Stirn und umarmte ihn dann. "Schöner Station hier. Solide Konstruktion." "Hey..." Lev antwortete schüchtern. Yao merkte, dass Lev nervös wurde, also hielt er den Ball am Rollen. "Können wir irgendwo ungestört reden?" Er zog Lev Richtung Hallen und brachte sie in Bewegung. Lev schien sich zu beruhigen, je weiter sie kamen, und begann bald, die verschiedenen Forschungsunternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu erklären, die in den Jahren, in denen er dort gewesen war, um verschiedene Facetten des wachsenden Systems zu studieren, gekommen und gegangen waren. Als sie in seinem Labor ankamen, schien er mit der Gruppe entspannt zu genug sein einige Fragen von Trin zu den Sicherheitsprotokollen der Station zu beantworten. Im Inneren befanden sich mehrere Scanfelder, die um ein massives, vom Boden bis zur Decke reichendes Fenster herum positioniert waren und den Wirbel von Flammen und Trümmern draußen übersahen. Im Inneren befanden sich mehrere Scanfelder, die um ein massives, vom Boden bis zur Decke reichendes Fenster herum positioniert waren und den Wirbel von Flammen und Trümmern draußen überlagerten. "Also, warum wolltet Ihr mich sehen?" fragte Lev schließlich. Yao nickte Mags zu, die die Schließfachbox trug. Sie stellte sie auf einen Tisch und öffnete sie, wobei sie den massiven Klumpen Eriesium darin zum Vorschein brachte. Lev warf Yao einen Blick zu, bevor er in die Kiste schaute. Zuerst bemerkte er nicht wirklich etwas Besonderes. Als er versuchte, näher heranzukommen, und das Licht die violetten Schimmer direkt unter der Oberfläche des Erzes auffing, hielt er inne und schaute ungläubig in die Gesichter um ihn herum. "Ist das . . ." Yao grinste. Lev bewegte sich auf das Eriesium zu. "Darf ich?" "Darum sind wir hier, Mann." Lev schnappte sich aufgeregt ein paar Handschuhe und hob das Erz auf. Er verlagerte es zwischen den Händen, testete sein Gewicht und warf dann einen genaueren Blick darauf. "Wo hast du das gefunden?", fragte er und ließ das kostbare Mineral nicht aus den Augen. "Das ist eine lange Geschichte", antwortete Mags, während sie ihm dabei zusah, wie er es studierte. "Aber es ist Eriesium, richtig?“ "Ja, ich denke schon", Lev stellte das Erz unter eine Tischlampe, um es näher zu untersuchen. "Man darf nicht vergessen, daß sie in der UEE nur vier oder fünf Mal Eriesium gefunden haben. Jemals. Und ich glaube nicht, dass einer von ihnen so groß war wie dieser. Es ist also nicht so, als gäbe es ein Reichhaltiges Fachwissen über das Zeug." "Kennst Du jemanden, der es kaufen würde?" murmelte Trin von hinten rein, offensichtlich gelangweilt. Yao warf ihr einen Blick zu. Sie zuckte die Achseln und nahm eine kleine Statue aus einem Regal. Lev sackte auf einem Hocker in der Nähe zusammen. "Reichlich, aber sie wollen lieber nichts damit zu tun haben. Die Regierung hat jede Art von offenem Markt unterdrückend reguliert. Bis sie mehr darüber wissen, müssen alle Entdeckungen und Verkäufe gemeldet werden. Man muss angeben, wo man es gefunden hat, wie es gewonnen wurde, Grabungsgenehmigungen vorlegen. Es ist also nicht so einfach, wie in eine TDD zu gehen und etwas Erz abzuladen.“ "Sekunde!" Trin stellte die Statue zurück auf das Regal und begann, den Raum in Richtung Lev zu durchqueren: "Du willst mir sagen, daß wir das wertvollste Mineral im Universum haben und es nicht verkaufen können? "Ähm ... ja?" sagte Lev, als er vor Trin wegschrumpfte. Sie blieb direkt vor ihm stehen und starrte ihn an, bevor sie Mags böse anstarrte und wegging. "Ich meine, vielleicht könnt Ihr es an irgendeinen Xi'an verkaufen. Die würden es wahrscheinlich kaufen, aber das wäre Verrat . . ." "Was hast du gesagt?" fragte Mags ganz aufgeregt. "Das wäre Hochverrat?" "Ach was, davor!" "Anscheinend ist Eriesium im Xi'an-Reich etwas verbreiteter. Sie haben ein bisschen mehr damit gearbeitet." Mags wandte sich an die Gruppe. "Ich glaube, ich weiß einen Käufer." Die Suche nach der Harlequin ging ins Leere. Seit Tagen hatte Arno Maas seinen ganzen Katalog von Spitzeln, korrupten Zollbeamten, lokalen Milizionären und sonstigen Abschaum mit den Registrierungsnummern überschwemmt, aber bisher nichts. Blind Jack war offen und umfassend mit dem umgegangen, was er über Trin Liska wusste, aber Arno blieb offen für die Möglichkeit, daß der alte Bandit einige Schlüsseltatsachen zurückhalten würde, um ihre Suche zu behindern. Er schaltete sein Terminal ab und machte sich auf den Weg zum Cockpit, wo Osane flog. "Hatten Sie Glück?" fragte er, als er sich näherte. "Ich warte auf Nachricht von Masterson. Er durchsucht die Advocacy-Archive nach bekannten Komplizen von diesem Malcolm." Arno saß für einige Augenblicke still da. "Ich frage mich, ob wir ein oder zwei Titans hätten killen sollen. Sie wissen schon, unseren Standpunkt unterstreichen." "Blind Jack ist von der alten Schule." Osane stellte das Schiff auf Autopilot und drehte sich zu ihm um. "Es hätte verzweifelt ausgesehen, wenn wir ihn eingeschüchtert hätten." Ein eingehender Funkspruch ertönte auf beiden Terminals. Arno aktivierte sofort die Verschlüsselungsprotokolle und antwortete darauf. "Mr. Martel." Es dauerte einen Moment, bis das Bild erschien. Ein Mann in den späten Fünfzigern mit stark eckigen Zügen flackerte herein. Die Verschlüsselung der Kommunikation verursachte einige Synchronisierungsprobleme, so dass sein Gesicht manchmal sprang, um seine Worte einzuholen. Damien Martel blickte mit völlig emotionslosen Augen in die Kommunikation. "Status". Ein Sync-Sprung ließ es so aussehen, als hätten sich seine Lippen nicht einmal bewegt. "Wir haben jeden Hinweis auf den Echoruf von diesem Schrottplatz entfernt und das Ding so inszeniert, daß es wie Sklavenhändler aussah, also ist das erledigt. Wir haben nur ein Schiff und einen Namen bekommen, der das Ding jetzt hat, aber wir glauben, dass die Titans ihre Antworten gefälscht haben könnten.“ Arno überprüfte seinen Mobi doppelt, um zu sehen, ob er irgendwelche eingehenden Nachrichten erhalten hatte. "Wir haben die Nachricht verbreitet und warten auf Antwort." Martel starrte sie schweigend an, sein Gesichtsausdruck undurchschaubar. "Wir haben ein Vermögen an Four Points Eigentum auf Abwegen und Sie warten darauf, daß die Leute Sie zurückrufen?" Arno warf einen Blick auf Osane. "Ich weiß nicht, was..." "Sie treten jede Tür ein, die man eintreten kann, machen Städte dem Erdboden gleich. Das ist mir egal. Finden Sie es, oder wir sind alle tot." Martel hat abgebrochen. Arno und Osane tauschten einen Blick aus. Sie drehte ihren Sitz zurück und deaktivierte de Autopiloten des Schiffes. "Wir hätten wohl doch ein paar Titans killen sollen." Eine Funknachricht hing an Arnos mobiGlas. Er blickte es an und atmete aus. "Nun, das hier ist witzig . . .” Die Freigabe zum Srungpunkt Bremen-Nyx brauchte ewig. Die Bremer Miliz, die an ihren besten Tagen schon paranoid war, muß heute die doppelte Dosis ihrer Paranoia-Pille genommen haben. Mags hatte eine alte Registrierungsnummer verschickt, den sie schon lange nicht mehr benutzt hatte und der für "saubere Reisen" reserviert war. Das Gezerre der Milizen machte den angespannten Flug durch den gesetzlosen Raum beinahe noch angenehmer. Mags steuerte die Harlequin, während Ozzy in der P52 als Eskorte flog. Sie passierten das Wrack einer Hull. Mags konnte nicht sagen, um welches Modell es sich handelte, das Ding wurde in hunderte von Teilen gesprengt. Eine Gruppe von Gesetzlosen, vermutlich diejenigen, die die Sprengung vornahmen, durchwühlte den Schutt. Einer von ihnen, ein schwer bewaffnetes Gunship, drehte sich um, um die Passage der Harlequin zu bewachen. Mags war sich ziemlich sicher, daß ein privates Gespräch stattfand, in dem sie abwägte, ob sie an diesem Tag genug Ladung gestohlen hatten oder ob es noch Platz für ein bisschen mehr gab. Sie hielt die Geschwindigkeit gleichmäßig, beschleunigte oder verlangsamte nicht, sondern flog einfach vorbei, und steuerte weiter auf den Glaciem-Ring und ihr Ziel zu: Levski. Mags hatte dort als Kind einige Zeit verbracht. Sie hatte sich mit Frank McGarr's Crew zusammengetan: mit Gaunereien, kleinen Betrügereien und gelegentlichen Raubüberfällen. Sie hatten sich aus dem 'Burnout-Kollektiv' (wie Frank die Bewohner von Levski gern nannte) herausgehalten, schon weil auch sie andere Leute unter dem Vorwand, ihre Privatsphäre zu respektieren, in Ruhe ließen. Für eine Bande von Lügnern und Dieben war das perfekt. Der Rest des Fluges nach Levski verlief ohne Zwischenfälle. Ozzy dockte noch an die Harlequin an, bevor sie den Endanflug einleiteten. Als sie aufsetzten, hatte sich der Rest der Gruppe bereits im Frachtlift versammelt. Trin wartete mit dem Fuß auf dem Schließfach mit dem Eriesium. Yao lehnte an der Wand und kaute geistesabwesend wieder an seinem Nagel. Kel trug all seine "Menschenkleider": eine ungleiche Collage aus Sataball-Team-Swag, einen UEE-Schal und ein Sweatshirt mit dem beliebten Gag-Zitat ("I'm With Mom") aus einer zehn Jahre alten Fernsehserie. Mags zog ihren Mantel an und stieg hinunter, um sich ihnen anzuschließen. "Ich denke, wir sollten uns trennen, mein Kontakt kann sehr nervös sein." Mags griff nach dem Schließfach, aber Trin rührte sich nicht vom Fleck. "Es bleibt bei mir." "Ja, okay", sagte Mags und drückte den Liftknopf. Die Plattform zitterte und begann zu sinken. Sie drehte sich zu Kel um. "Erinnere dich, worüber wir gesprochen haben." "Ich bin ein Freund. Nicht Sklave." Er antwortete mit einer sorgfältig geübten Tonlage. Der Aufzug knallte auf den Boden. Die Gruppe lief auf die Luftschleuse zu, als die massiven Hangartüren begannen, sich kreischten zu schließen. Die Luft hatte einen würzigen Geschmack, wahrscheinlich war es Jahre her, dass sie die Reinigungsanlagen in den Hangars säuberten. Sie gingen an einem Transparent vorbei, auf dem die "Regeln" der People’s Alliance umrissen waren. In jedem der Hangars hing eines davon, aber dieses war mehrfach genäht worden, vermutlich von den Leuten, die vorher Steine oder Flaschen durch das Schild warfen. Yao huschte sofort weg, als sie hineinkamen, und begab sich in die Tunnel. Kel stürzte sich daraufhin auf die grobe Karte der verlassenen Bergbaustation und begann sofort in ein ziemlich einseitiges Gespräch mit einem Einheimischen, der zufällig in der Nähe stand. Mags, Trin und Ozzy fuhren mit dem Aufzug hinunter in das Hauptgeschoss. Der Grand Barter war, wie üblich, lebhaft. Vorbeiziehende Händler schrieen jeden an, der zufällig in ihrer Augenlinie trieb. Bei der geringsten Rückmeldung stürzte sich der Händler auf ihn. Die drei pirschten durch die Stände und wurden von Waren aus allen Ecken der UEE und darüber hinaus überschwemmt. Jeder Satz enthielt die Zusicherung von Qualität und Seltenheit. Schließlich verließen sie ihn auf der andere Seite. Ozzy schubste einen besonders hartnäckigen Händler weg, und sie alle traten auf die Bar zu. Das Café Musain war gesteckt voll. Eine Frachtermannschaft feierte lautstark in einem der Nebenräume und ließ nach einem Großauftrag deutlich Dampf ab. Der Rest des Platzes war voll mit Bergarbeitern, Einheimischen in selbstgemachter Kleidung und Durchreisenden, die für eine Rast und einen Drink Halt gemacht hatten. Die Barkeeper beeilten sich, die Gläser voll zu halten. Mags musterte die Kabinen, die den Raum umgaben. Sie stieß Trin zu einer abgelegenen Kabine in der Ecke, in der ein Xi'an ruhig saß. "Ozzy, meinst du, du könntest dich zurückhalten?" fragte Mags etwas zögerlich. Ozzy warf Trin einen Blick zu, der nickte. Er riß sich los und ging zur Bar. Mags durchbrach die Menge in Richtung Xi'an, während Trin ihm folgte. "Nyasēng's.uo S.oam", sagte Mags, als sie sich näherte. Die Xi'an blickte auf. "xē'sueren, Diebin Magdalena." Soahm lehnte sich zurück und nahm sich einen Moment Zeit, um Trin und das Schließfach zu begutachten. ".axyoa? Ich hoffe, es geht dir gut." "Du weißt schon ... Höhen und Tiefen." "Ich denke, ich kenne die Bedeutung." Soahm hielt seine Augen auf Trin gerichtet. "Was kann ich für Euch tun?" "Ich bin froh, daß Du fragst." Die beiden setzten sich. Soweit Ozzy sagen konnte, waren zwar etwa ein Dutzend Personen bewaffnet, aber vielleicht drei von ihnen wirkten durchaus seriös. Zwei saßen allein an der Bar, aber so, wie sie den Raum absuchten, sahen sie wie Geier aus. Der letzte saß in der Nähe eines Hinterzimmers und versuchte, nicht so auszusehen, als würde er es bewachen. Das war eine Angewohnheit, die er sich auf dem Quarterdeck angewöhnt hatte. Eine Angewohnheit, die sich jeder angewöhnt hatte. Man musste jeden Raum und jeden Augenblick beurteilen, um zu wissen, wer eine Bedrohung darstellte und wer nicht. Vielleicht war es ein wertvolles Training. Sicherlich war es nicht wert, dorthin geschickt zu werden, um es zu lernen. Er leerte das Glas und winkte den Barkeeper zu einem weiteren. "Ozzy Liska", sagte eine Stimme hinter ihm. Irgendwie kam ihm das bekannt vor. Ozzy blickte zurück, als der blinde Jack Sticha auf den nächsten Hocker stieg. "Hey, Jack, wie geht's?" "Ich bin alt, ansonsten wie immer, weißt du." "Jaja." "Habe schon gehört, daß du wieder rauß bist.", sagte Blind Jack, als er für beide Drinks bezahlte. Wahrscheinlich mit der Kreditkarte eines Toten. "Jupp." "Und wieder mit Trin unterwegs." "Jupp." "Hab gehört, ihr zwei habt einen guten Coup gelandet." Ozzy drehte sich zu Jack um und bereitete sich mental darauf vor, Jack notfalls die Klinge in seinen Hals zu rammen. "Wo hast du das gehört?" "Gerüchte, Junge." Der blinde Jack grinste und nahm einen Schluck. "Gerüchte findet immer den Weg zu mir." "Dann weißt du auch die Antwort." "Ich kann dir helfen." Blind Jack polierte den Rest seines Glases. "Ich helfe dir, es zu versetzen." "Ich glaube, das haben wir im Griff", Ozzy blickte sich um, um zu sehen, ob irgendwo Jack's Leute lauern. Dort, irgendein großer, schlaksiger Drecksack, der an der Vorderseite postiert war. "Schon gut." Der blinde Jack bestellte zwei weitere Gläser. Er stellte sie beide vor Ozzy auf. "Erstaunlich, daß du so erpicht darauf warst, wieder zu Trin einzusteigen, nachdem du rauskamst." "Was soll das heißen?" Der blinde Jack ließ sich vom Hocker fallen, achtete darauf, seine Hände frei zu halten, und lächelte. "Nun, sie war doch diejenige, die dich vor dem Advokaten im Stich gelassen hat." "Aha." Ozzy schaffte es, sich zwischen den zusammengebissenen Zähnen zu sammeln. Die Wut begann sich zu steigern. "Sie hatte also das Sagen bei den Titans? Ich dachte, es wäre deine Crew, Jack." "Das war nicht mein bester Moment, Ozzy, aber du weißt ja, wie sie werden kann", sagte der blinde Jack mit einem Achselzucken. "Sie hat dieses Temperament, das sie wirklich überzeugend macht. Das Angebot steht noch immer offen, wenn Du zurückkommen willst. Familie ist eine Sache, aber das Crew ist eine andere. Denke darüber nach." Blind Jack ging auf den schlaksigen Handlanger in der Ecke zu und sie verzogen sich. Ozzy drehte sich um und sah sich den Stand in der Ecke an, als Trin das Schließfach aufhob. Sie blickte um die Bar herum, bevor sie sie öffnete. Ihre Augen trafen sich mit denen von Ozzy. Sie grinste und blickte dann zurück zum Xi'an. Mags hatte Soahm noch nie so beeindruckt gesehen. Als ehemaliger Polizist im Xi'an-Reich arbeitete er nun als Sicherheitsberater für denjenigen, der sein Honorar bezahlen würde, aber er war stolz auf seine Souveränität. "Du hast dich selbst übertroffen, Magdalena", war alles, was er immer wieder wiederholte, während er das Eriesium untersuchte. "Komisch . . ." sagte eine Stimme hinter ihnen. Mags, Trin und Soahm drehten sich um und sahen Arno und Osane an den Tisch treten. "Wir dachten dasselbe." übersetzt von Picollo Verbesserungsvorschläge ? Nur zu !
  3. Ihr müßt den Status erneut im Profil bearbeiten, dann wird das eingegebene auch tatsächlich angezeigt, ein Bug, sry

  4. Anmerkung vom Verfasser des Originals David Haddock: Drifters: Teil Eins wurde ursprünglich in Jump Point 5.1 veröffentlicht. https://robertsspaceindustries.com/comm-link/serialized-fiction/17794-Drifters-Part-One Vor etwa fünf Minuten riß ein EMP seine Retaliator, die Echo-Calling, aus dem Quantum Flug. Fünf Schiffe, eine Freelancer und vier Raumjäger, die wie mit Klebeband, Klebstoff und bösen Absichten zusammengeflickt, in Angriffsformation warteten. Der Hinterhalt hatte ihn überrascht. Sie hatten diese Route wochenlang ausgekundschaftet, um eben genau das vermeiden. Was aber die Angreifer überraschte, war, daß die Echo noch immer Waffen und Schilde hatte. Nickels hatte sich endlich einmal dazu durchgerungen, einen Backup-Reaktor zu installieren, sodaß die Triebwerke der Echo, obwohl vom EMP betroffen, immernoch mehr als fähig waren sie aufzumischen. Diese kleine Tatsache ließ ihre Angreifer innehalten. "Cap! Zwei weitere Kontakte Achtern, driften um dreißig Grad nach unten.", rief Nickels von seinem Terminal aus. "Deaktiviere Deine Waffen, werfe die Ladung aus und lasse Dich dann abtreiben", sagte der Sprecher der Angreifer über Funk. Von der Erscheinung im Hintergrund des Cockpits ausgehend, schien er die ramponierte Freelancer zu fliegen. Wahrscheinlich ihr Anführer ... oder derjenige, der die Gemeinschaftsbälle dieser Woche austrägt. Reynolds erkannte ihn nicht, aber wer auch immer das war, wußte alles Wichtige über die Echo, insbesondere was sie transportierte. "Hören Sie mir zu", Reynolds richtete seinen Blick direkt in die Kamera. “Sagen wir, Du nimmst uns auf die schnelle hoch und Du weißt wen Du hier bestiehlst. Wirklich? Du handelst dir eine Menge Ärger ein. Der Sprecher zögerte. Es war nur ein Moment, in dem die Fassade aus Mut und Stärke nachließ. Nur ein Funken, aber Reynolds überlebte nur deswegen, weil er genau diese Dinge bemerkte. "Gebe die Ladung frei und vierziehe Dich." Die Fassade war wieder in voll da. "Das wird nicht passieren." Reynolds blickte auf seine Bildschirme. Vielleicht eine Minute, bis die Triebwerke wieder online waren. Er schaltete auf das interne Kommunikationsnetz der Echo um. "Wie sieht's aus, Leute?" Im obersten Geschützturm starrte O'Neil entsetzt auf die kreisenden Schiffe. Es dauerte eine Sekunde, bis ihm klar wurde, dass Reynolds' Frage ihn mit einschloss. “Oberes Geschütztürm geladen und entsichert” schaffte er hinauszustottern. Der Schweiß rollte an seinem Gesicht herunter und in seine Augen. Instinktiv versuchte er, ihn wegzuwischen, aber seine Hand schlug immer wieder auf das Visier seines Anzugs. Er blinzelte heftig, als er hörte, wie Reynolds sich mit demjenigen stritt, der sich auf der anderen Seite der auf ihn ausgerichteten Geschütze befand. "Sei nicht bescheuert, Mann. Du musst hier heute nicht sterben", sagte der Captain der Freelancer. "Mit dem, was du hast?" erwiederte Reynolds. "Flieg weg. Fliege einfach weg . . ." O'Neil murmelte vor sich hin. Seine Hände begannen zu zittern. “Unterer Geschützturm bereit, Cap. Wann immer Sie diese Bitches hochgehen lassen wollen", antwortete Frears über das Funkgerät, während er seinen Blick ruhig durch die Schiffe in seinem Schussfeld schweifte. "Was ich habe, sind fünf Raumschiffe gegen Deines. Rechne es Dir aus", antwortete der Captain der Freelancer. Dieser Kerl gab nicht auf. "Was Sie haben, ist ein aufgeblasener Abschlepper und ein Haufen unfähiger Piloten". Frears kicherte. Wer auch immer diese Idioten waren, sie waren Schwächlinge gewohnt, die ihre Ladung beim ersten Anzeichen von Ärger abwerfen würden. Diesmal haben sie sich die falsche Crew ausgesucht. Da bemerkte er einen Fleck auf der Rückseite seines Helms, der an seinen Füßen verstaut war. Er nahm seine Augen von den Idioten draußen ab, um genauer hinzusehen. Ein Fleck aus Motoröl. Der Hurensohn, dachte er. Nickels muss ihn anprobiert haben. Seit er seine Credits für den neuen CDS-Anzug rausgeworfen hatte, kreiste die Besatzung wie Geier darüber. Zurück im Cockpit der Echo, Reynolds erhielt Berichte von den übrigen Stationen. Die Antriebe fuhren hoch und sollten in dreißig Sekunden einsatzbereit sein. Dieser Freelancer-Kapitän wollte offensichtlich keinen Kampf, sonst hätte er schon das Feuer eröffnet. Reynolds brauchte nur genug Zeit, um mobil zu werden. Sobald sie in Bewegung waren, konnten sie alles, was der Gegner gegen sie aufbrachte , lange genug wegstecken, um von dort wegzukommen. "Das ist das letzte Mal, dass ich frage. Du weißt, was wir wollen." Der Captain der Freelancer wirkte so bedrohlich wie er konnte. "Sie wiederholen sich", antwortete Reynolds. Seine Augen waren auf seine Anzeige gerichtet, er beobachtete den Anstieg des Leistungsmessers der Maschinen und wartete darauf, dass gerade genug Leistung vorhanden war, um sich in Bewegung zu setzen. "Sie machen ihre Raketen scharf!" rief Nickels plötzlich. O'Neils Geschützturm schwang bereits auf ihn zu. "Warte", forderte der Captain der Freelancer. Da platzte alles heraus. Der Raum erhellte sich durch den Austausch von Laserstrahlen und Kugeln. Der erste Schußwechel war verheerend. Die Echo wurde durch den Sturm des eintreffenden Feuers beschädigt, aber seine Schilde und seine dicke Panzerung hielten den tödlichen Schlägen des ersten Angriffs stand. Mit dem Gegenfeuer der Retaliator ging die 300 als erste hoch, zerfetzt von O'Neils Turmfeuer. Die Freelancer feuerte eine volle Ladung Raketen ab. Die Triebwerke der Echo erwachten plötzlich zum Leben, und der massive Bomber erwachte und setzte Gegenmaßnahmen ein. Die Geschütztürme konzentrierten das Feuer auf die Freelancer, zerstückelten die Schilde und feuerten eine Reihe von Schüssen durch dessen Cockpit, bevor es reagieren konnte. Die Echo taumelte und drehte sich, von Jägern umschwärmt, vom Verlust ihres furchtlosen Anführers nicht abgeschreckt. Laserfeuer sprühte aus seinen Türmen, drehte wunderschöne Pirouetten durch den Raum, bis eine durchschlagende Rakete die Schilde schwächte und das Cockpit der Echo vernichtete. Die wunderschönen Ausweichmanöver der Retaliator verwandelten sich in eine Todesspirale, und die Jägerpiloten stürzten sich auf ihr Ziel. Der letzte verbliebene Geschützturm zerstörte den letzten Jäger kurz bevor eine Explosion die Echo in zwei Hälften riss. Dann, Stille. Die massiven Raumschifffragmente drifteten leise an ihren Platz. Gelegentliche sekundäre Explosionen aus Bereichen der Schiffe, die noch unter Druck standen, platzten und schleuderten die letzten Sauerstoff- und Flammenmengen in den Weltraum. Und dann war es wieder ruhig im Weltraum. Ein Lichtpunkt, der zunächst nicht von einem Stern zu unterscheiden war, wuchs langsam und näherte sich schließlich so weit, daß er als Schiff erkennbar war. Kritiker hatten die Constellation 2918 bekanntlich als "den einen Fehltritt in der stolzen Abstammungslinie von RSI" bezeichnet, und es war für viele schwer dagegen zu argumentieren. Die Rumpfbeplankung der Gondeln war oft falsch dimensioniert, wodurch seltsame Lücken entstanden, aus denen das Glühen des Motors schien. Irgendwie flog diese 2918 Connie immernoch, obwohl sie so aussah, als hätte das Universum nicht zumindest verucht, sie zu beseitigen. Das Schiff trieb langsam auf das sich ausbreitende Schlachtfeld zu. Retro-Triebwerke pulsierten sanft, um es zum Stillstand zu bringen. Magdalena "Mags" McCann entfernte sich von der Navigationsstation auf dem Deck und trat an die Vorderseite des Beobachtungsfensters. Gekleidet in Pyjama, Bademantel und Raumschiffstiefel (sie hasste kalte Füße), schwenkte sie ihren Löffel um ihre Schüssel und jagte einige verbliebene RumblePops-Getreide, die sich in den trüben Tiefen zuckerhaltiger Milch versteckten. Kennelworths "Where We Go" dröhnte über die blechernen Lautsprecher der Brücke. Mags blickte über die gewaltige Zerstörung, zermalmte den letzten RumblePop in ihren Mund und grinste. "Ach, wie süß." Im Inneren der Harlequin war Kennelworths einzigartige Marke von Gutbucket Rock nicht auf die Brücke beschränkt; es wurde zum Nutzen aller das ganze Schiff beschallt. Während die Außenseite der angeschlagenen Connie rau aussah, sah die Innenseite noch noch viel schlimmer aus. Zufällig ausgefranste Drähte baumelten an freiliegenden Verkleidungen, die mit Kaugummi und Klebeband zusammengeklebt waren. Um ein besonders klaffendes Loch in der Wand war ein Kreis gezeichnet, um den in der Nähe hilfreich "Don't Touch" geschrieben stand. Im Inneren des Lochs funkte sporadisch etwas. Die Musik verschwand abrupt aus der Sprechanlage. Mags räusperte sich. "Hallo, alle zusammen. Tut mir leid, euch zu stören. . .” In einer der Schlafkojen durchwühlte Honan Yao einen Beutel mit weggeworfenen Ampullen und suchte nach einem, das noch ein bisschen flüssiges in sich hatte. Er steckte alle potenziellen Kandidaten in seinen Hypo, um den Füllstand zu überprüfen, aber nichts. "Ich weiß, dass die Dinge seit meiner Übernahme etwas schwierig waren." Mags' Stimme hallte aus dem winzigen Wandlautsprecher. Yao war aber zu sehr auf seine Suche konzentriert, um sich darum zu kümmern. Seine Gedanken begannen zu alternativen Injektionsmethoden abzudriften, für den Fall, dass dies am Ende ein Reinfall werden würde. Keine der Lösungen war ideal, aber verzweifelte Zeiten … Schließlich warf er die Tüte beiseite. Er überlegte in die Technik zu gehen, aber aufstehen mußte er- Dann traf es ihn … Yao ging in ein anderes Abteil und holte seine alte medizinische Feldtasche heraus. Ein Erfolg. Zumindest für einen Schuß. Sein Adrenalinspiegel begann zu steigen, als er die kleine Ampulle mit der tintenschwarzen Flüssigkeit schnell in das Hypo steckte. "In den letzten Wochen haben wir -" Yao schaltete den Lautsprecher aus und lehnte sich zurück. Als das WiDoW seinen Kreislauf eintrat, war es, als ob er in einen Abgrund aus warmen Kissen gefallen wäre. Und er begrüßte es, weil er jetzt vergessen konnte. Wie der Rest des Schiffes hatte auch der Frachtraum schon bessere Tage gesehen. Die weite offene Fläche war genau das, weit und offen. Nur ein einziger Container enthielt tatsächlich Bergungsgut, aber selbst für die Bergung war es nur Schrott. Kel hat ihn trotzdem durchsucht. Er bewegte sich methodisch durch jedes Stück und untersuchte jeden Millimeter auf strukturelle Integrität, Potenzial für Ersatzteile und elementare Zusammensetzungen. Der Banu war an einer der besten Bergbau Soulis (Gilde) im Protektorat ausgebildet worden. Der Essosouli (Zunftmeister) selbst hatte sich sogar zu Kels scharfsinnigen Beobachtungsfähigkeiten geäußert und behauptet, Kel habe das Potenzial, innerhalb der Gilde zum Meister aufzusteigen. Als der frühere Kapitän der Harlekin ihn von den Souli angworben hatte, war er ein wenig enttäuscht, seine fortgeschrittenen Studien zu unterbrechen, aber er wollte nicht darauf verzichten, mit echten Menschen zu reisen. Er holte eine zerbrochene Lampe aus dem Behälter und betrachtete die ausgefransten Drähte, die heraustraten. "...jedenfalls habe ich etwas, das alles verbessern könnte. Kommt auf die Brücke." Kels Augen haben geleuchtet. Er legte die Lampe sanft hin ‘müsste innen komplett neu aufgebaut werden, aber die Struktur war zumindest ästhetisch ansprechend’ und hüpfte zur Brücke hinauf. Eine Batterie klappte in eine kleine Handfeuerwaffe. Der Handgriff brummte kurz, als die Waffe Energie bekam und Munitionszähler anstieg. Trin "Dropshot" Liska steckte die Pistole in ihren Hosenbund und ging hinüber zu ihrem Spind. Als kleine, gedrungene Frau Anfang dreißig, war jeder Augenblick des Kampfes in ihrem Leben in jeden finsteren Gesichtsausdruck und in jede Tätowierung auf ihrem Körper eingebrannt. Selbst auf den ersten Blick war es also offensichtlich, dass sie einfach viel Scheiße durchgemacht hatte. Sie zog die schwere ballistische Kanone aus dem obersten Regal heraus. Das Wort "Diplomatie" war in den Lauf geritzt worden. Sie überprüfte den Lauf und durchwühlte dann die Magazine auf dem Regal, bis sie ein vollgeladenes fand, rammte es rein und lud einmal durch. Ihr Bruder Ozzy beobachtete sie von seinem Platz an der Reling im Maschinenraum aus. Sein Bein hüpfte schnell auf und ab, das einzige äußerliche Anzeichen für irgendwelche Emotionen. Ebenso leer und wütend teilte er die gleiche Litanei von Narben und Tätowierungen wie seine Schwester. Beide teilten sich Rudel-Tattoos der Souther Titans, einer zerlumpten Bande, die angeblich als Ableger der "Tooth & Nails on Spider" angefangen haben soll, aber für viele klang das wie Bockmist. Ozzy hatte nur drei blutende Narbentattoos, was auf drei Jahre "Rauben und Herumlungern" hinweist, während Trin ganze Acht hatte. Zu seinem Unglück hatte er Tätowirungen von QuarterDeck (Knastanlage), die seine Schwester nicht hat. Die Stimme von Mags überwältigte kaum das laute Wimmern des massiven Antriebs des Schiffes. "Ja, so aufregende Zeiten. Ich sehe euch Jungs hier oben." Trin sah ihren Bruder an. Er sprang von der Reling, als sie ihm eine weitere Pistole zuwarf, und sie machten sich auf den Weg nach oben. Mags untersuchte die Anzeige auf dem Terminal, wobei die Trümmerfragmente sorgfältig markiert und nach Priorität geordnet wurden. Kel stand am vorderen Fenster auf und rief aufgeregt, was er sah. Die Tür zur Brücke zischte auf. Mit einem kurzen Blick zurück sah Mags Trin an der Wand sitzen. "Hey Trin, ist der Doc auf dem Weg nach oben?" fragte sie, während sie ein paar Markierungen anbrachte. "Da! Dort!" rief Kel und wies auf einige Trümmer hin. "Energiezellen. Sehr geringer Verschleiß. Ganz frisch. Sehr frisch." Trin warf einen Blick auf das vordere Fenster. Die zerstörte 300er befand sich in dem Moment genau davor. "Was geht hier vor?", fragte sie. "Heute ist unser Zahltag." Mags konnte ihre Aufregung kaum zügeln, als sie einige weitere Fragmente auf ihrem Terminal markierte. Trin schielte auf ihren Hinterkopf. Ozzy ging auf die andere Seite der Brücke, die Pistole locker an seiner Seite gehalten. "Ja? So wie der letzte?" erwiderte Trin. "Hör zu, ich habe mich dafür entschuldigt, okay?" "Entschuldigungen füllen mein Konto nicht auf." "Mein Hehler hat geschworen, er ..." Mags drehte den Kapitänsstuhl, um sich ihr zuzuwenden während sie sprach. Ihre Sprache verging allerdings, als sie Trin und Ozzy sich in Stellung bringen sah. Sie schaute zwischen den beiden hin und her. Ozzy hielt die Pistole außer Sichtweite, aber seine Hand zu verstecken war ebenso offensichtlich. "Was geht hier vor, Trin?" "Wonach sieht es denn aus?" erwiderte Trin. "Sieht aus, als wärst du am selben Ort, an dem du gestanden hast, bevor wir Malcolm aus der Luftschleuse geworfen haben." "Tolles Gedächtnis", sagte Trin und kicherte. Sie kratzte sich mit der Hand, die die Diplomatie hielt, ein Jucken an der Lippe. "Jungs, im Ernst. Ich bin erst seit etwa zwei Monaten verantwortlich." Mags setzte sich in den Stuhl zurück und blickte beiläufig auf einen Bildschirm. Innerlich rang ihr Verstand nach einer Art Ausweg. Das Letzte, was sie tun wollte, war, die Situation unnötig eskalieren zu lassen; sie hatte gesehen, wie Dropshot viele Leute umbrachte. Kel war leider zu sehr damit beschäftigt, aus dem Fenster zu klaffen, um eine große Hilfe zu sein. "Du musst mir eine Chance geben." "Bevor Malcolm die Leere berührte, sagtest Du, es würde anders werden." Trin trat vor, während sie sprach. "Das ist es, was Du uns gesagt hast. Weniger Aufsehen, mehr Erfolg." "Sei still und smart, das hat sie gesagt, Schwesterchen." Ozzy beschloss schließlich, sich einzumischen. "Danke, Oz. Du weißt, wie mein Gedächtnis reagiert, wenn ich verärgert bin." Sie wandte sich wieder Mags zu. "Der Punkt ist, die Scheiße hat sich nicht geändert." Es herrschte eine hässliche, angespannte Stille ... außer: "XT-20-Rumpf. Nein. Schlechter Zustand. Sehen Sie sich die Versenkungen an. Unbrauchbar." brüllte Kel im Hintergrund, bevor er sich schließlich umdrehte. "Ich würde nicht . . ." Da wurde ihm endlich klar, was los war. Ozzy brachte die Pistole in Sichtweite, so daß der Banu nicht auf dumme Gedanken kam. Trin räusperte sich. "Wie auch immer, hier sind wir nun und vegetieren immer noch rum, ohne etwas vorzuweisen zu haben." ”Der Doc kriegt mich nicht mal mehr richtig high.” murmelte Ozzy. Trin schüttelte enttäuscht den Kopf. "Okay. In Ordnung." Mags erhob sich langsam mit erhobenen Händen. "Wir können Deine Probleme lösen und weitermachen." Trin lächelte. "Ja . . ." Sie trat vor und hob ihre Waffe. "Warten!" rief Kel, als er vorwärts taumelte, wobei er auch die Hände ausstreckte. Trin blieb stehen. Mags erhob langsam die Augen und sah sich um, angenehm überrascht, dass das Paar tatsächlich auf den Banu gehört hatte. Kel wartete ein paar Augenblicke und überlegte seine Worte sorgfältig, bevor er sprach. Schließlich: "Ich weiß, ich nur Schiffssklave." Mags sackt zusammen. “Du bist nicht unser Skalve, Kel” sagte sie mit einem Seufzer. “Ja, ja", winkte Kel sie ab und fuhr fort. "Captain Mag viel besser als der alte Captain. Sie will Geld wie wir. Der alte Captain mag auch Geld und wir mögen Geld." "Häh?" murmelte Ozzy, als er Trin ansah. "Aber Captain Mag hört zu. Der alte Captain nie spricht mit uns. Schreit nur." Kel ging vorwärts, als er sprach, und flehte Trin fast an. "Captain Mag hilft Trin Liska. Der alte Kapitän geht nicht durch Hölle, um Ozzy Liska zu holen. Captain Mag tut." Mags nickte ein wenig zustimmend. Sie hätte beinahe Kels kleine Rede verpasst, als sie versuchte, herauszufinden, ob sie immer noch eine Pistole auf der Brücke versteckt hatte. Damals, als Malcolm die Show leitete, fühlte sie sich nie sicher, wenn sie mehr als drei Schritte von einer Waffe entfernt war. "Wir müssen Captain vertrauen", sagte Kel schließlich. Er ging zu Mags hinüber. "Wir vertrauen, und gute Dinge kommen." Dann klopfte er ihr auf die Stirn. Mags weichte aus. Vor drei Wochen hatte Kel bei einer Transferstation gesehen, wie ein Vater seine Tochter sanft auf den Kopf klopfte, bevor er sie zum Spielen wegrennen ließ, seitdem macht er das immer. Es war süß . . . aber irgendwie nervig. Das Wichtigste war, dass es bei Trin zu funktionieren schien. Sie hatte Mags nicht erschossen, also war das schon ein Sieg. Ozzy warf einen Blick auf Trin und suchte nach dem Startschuss für das Schießen. Trin blickte aus dem vorderen Fenster auf die zerstörte 300er. "Das ist also die große Neuigkeit? Ein Kampfjet?" Mags machte eine große Show, während sie ihre Hände offen zeigend nach dem Steuerknüppel griff. Sie zog das Schiff sanft nach unten und enthüllte das Wrackmeer: die Retaliator, die Freelancer und den Rest der Raumschiffe. Dieser Anblick ließ Trin und Ozzy innehalten, als sie die gewaltige Zerstörung bestaunten. Sie starrten für einige Augenblicke schweigend, senkten aber ihre Waffen nicht. "Also . . ." sagte Mags schließlich. "Können wir an die Arbeit gehen?" Der Innenraum der Harlequin berstete vor Aktivität. Der Boden quietschte auf und gab den Blick auf das darunter liegende Cockpit des Merlin frei. Trin führte einige abschließende Systemprüfungen an dem Snub durch und füllte den Treibstoff nach. Ozzy begann, die letzten Teile seines Flight Suits anzuziehen, als er sich dem offenen Cockpit näherte. Er setzte seinen Helm auf und schlüpfte ins Cockpit. "Auf geht's, auf geht's. Wir müssen anfangen zu schneiden, bevor noch jemand hierüber stolpert", übertrug Mags' Stimme die blecherne Gegensprechanlage. Ozzy schlug zweimal auf das Armaturenbrett des Cockpits, um zu signalisieren, dass er bereit war. Die Raumvertäfelungen krächzten, bis die Merlin außer Sichtweite war. Trin schaltete die Comm ein. "Der Vogel fliegt." Sie machte sich mit den anderen EVA-Anzügen auf den Weg zum Lagerraum. Kel war bereits angezogen und überprüfte seine Werkzeuge sorgfältig und dreifach. Trin zog ihren Anzug aus dem Behälter und knallte ihn auf den Boden. Sie überprüfte ihn noch einmal kurz auf Risse oder Einstiche, bevor sie anfing, ihn anzuziehen. "Wie siehts aus, Kel?" "Gut vorbereitet, Trin Liska." Kel wechselte sorgfältig und fachmännisch jedes Werkzeug im Feldkasten. "Werkzeuge bereit sind." Trin versiegelte ihren Anzug und warf sich eine Schrotflinte über. "Meins auch." Auf der Brücke saß Mags immer noch auf dem Captains-Chair. Seit der unterbrochenen Meuterei war sie damit beschäftigt, die Harlekin für den einfachen Einsatz und die Bergungder Wrackteile zu positionieren. Sie sah zu, wie Ozzy's Schiff gemächlich an den Rand des Wrackfeldes flog und eine weiträumige Suche begann. Ohne Vorwarnung kippte ihr Magen um. Dieser Moment des Innehaltens beim Blick auf die weit entfernte Merlin reichte aus, um die Anspannung der Situation, der sie knapp entgangen war, schwinden zu lassen. Sie klappte auf dem Stuhl ein und versuchte zu verschnaufen. Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass sie eine Pistole im Gesicht hatte, aber da war etwas in diesem Moment ... es gab eine Endgültigkeit, als wäre ihr das Glück endlich ausgegangen, die sie erschaudern ließ. Vielleicht könnte sie flüchten. Warten Sie, bis Trin sich abgesetzt hat, dann einfach davon. Ozzy war ein großartiger Pilot, aber er konnte es wahrscheinlich nicht mit der Harlequin aufnehmen und überleben. Im schlimmsten Fall konnte sie ihn so weit schlagen, dass sie ihm entkommen konnte. Das würde bedeuten, dass sie Kel wahrscheinlich verlassen müsste, was unfair erschien. Doc... Sie war sich nicht sicher, wie er reagieren würde… "Hey", sagte eine schläfrige Stimme. Mags riss sich zusammen und drehte sich wieder zur Schalttafel um, als Yao auf die Brücke schlurfte und in einen der Sitze kippte. "Doc . . ." Sie öffnete ein weiteres Scan-Fenster an ihrem Terminal und versuchte, beschäftigt auszusehen. "Sie haben eine interessante Diskussion verpasst." "Wann war das?" fragte Yao mit einem Gähnen. "Vor ein paar Stunden", blickte Mags ihn an, unsicher, ob er sich mit ihr angelegt hatte. Er sah wirklich ignorant aus. "Ich habe dich angerufen, habe alle angerufen." "Richtig . . ." Er schnippte mit den Fingern und nickte. "Das war heute?" "Ja . . ." "Das ist cool", Yao tippte mit seinen Fingern auf sein Terminalfenster und weckte es aus dem Schlaf. Sie tanzten über den Bildschirm und wählten geschickt eine Reihe von Ordnern und Programmen aus. Er startet eine Episode von "Lost Squad". "Worüber habt Ihr gesprochen?" "Oh ja. Trin war ziemlich sauer." "Du wusstest es?" "Sicher." "Danke für die Vorwarnung, Doc." "Komm schon, Mags. Trin ist nicht so gut darin, ihre Gefühle zu verbergen." Er setzte sich wieder auf seinen Platz, völlig zufrieden, dass das Problem gelöst war. "Ich habe auch einen Job für uns gefunden", offenbarte sie schließlich. "Cool. Und wo?" sagte er faul. Er war zu sehr auf den Film fixiert. "Hier ..." sie schaute Yao an. Er hatte den Film nicht aus den Augen gelassen. "… Wir machen es." Yao nickte und drückte den Daumen hoch. Die Comm der Luftschleuse quietschte. "Wir verlassen jetzt die Luftschleuse", sagte Trin. Mags konnte Kel im Hintergrund aufgeregt reden hören. "Verstanden. Wir haben Euch verstanden." Mags hat die Verbindung unterbrochen. Trin klang wieder normal, als wäre der Vorfall von vorhin nie passiert. Mags wusste, dass sich dieser Job auszahlen würde und dass sie gleich danach schnell etwas organisieren musste. Sonst wäre sie wieder in der gleichen Situation. In der Zwischenzeit erkannte sie, daß sie wahrscheinlich wieder anfangen sollte, Waffen auf dem Schiff zu verstecken. Yao begann sanft zu schnarchen. Trin und Kel traten in die Leere. Manche Leute verwirrt der Moment, wenn die Schwerkraft wegfällt. Für sie ist die Schwerkraft Sicherheit. Eine Fessel, die sie an Ort und Stelle hielt. Der Mangel hat Trin nie gestört. Sie war immer amüsiert, wenn sie andere darüber jammern hörte. Es war ein Gespräch, das sie immer dann führte, wenn sie auf einem Planeten war. Gerade viel ihr ein, daß sie das Gespräch noch nie auf einer Station geführt hatte. Sobald die Leute festen Boden unter den Füßen, fangen sie an darüber nachzudenken. Sie hat es nie verstanden. Trin hatte nicht diese Art von Angst. Es war nicht aus einer angeborenen Härte heraus, sondern aus dem Bewusstsein heraus, dass der Weltraum ständig versuchte, dich zu töten. Das war nur etwas, das man entweder akzeptierte oder nicht. Trin hatte zu viel Zeit ihres Lebens damit verbracht, herauszufinden, wer noch versucht hatte, sie zu töten. Sogar in ihrer besten Zeit bei den Titanen musste sie sich zu viel mit Kopfgeldjägern, Advokaten, ganz zu schweigen mit ihrer eigenen Crew, auseinandersetzen, um sich überhaupt über den Weltraum Gedanken machen zu können. Darauf konnte sie sich immer verlassen. Die massive Hülle der Retaliator hatte sich selbst in eine ziemlich heftige Drehung versetzt. An Bord zu gehen, geschweige denn sie zu bergen, wäre so gut wie unmöglich, es sei denn, man würde die Drehung verlangsamen. Trin passte ihren Rucksack an und begann, sich der Drehgeschwindigkeit des Wracks anzupassen. Sie pulsierte die EVA-Triebwerke, um sich immer näher und näher an das Wrack heranzudrücken, bis sie in der Lage war, es zu bergen. Trin zog sich an den Rumpf und aktivierte ihre Magnetstiefel zum anzukoppeln. Sie grub eine ihrer speziell angefertigten tragbaren Ferntriebwerke aus ihrem Koffer und aktivierte die magnetische Versiegelung, um sie an dem gesprengten Metall zu befestigen. Kel arbeitete hart am anderen Ende der Trümmerstücks und tat das Gleiche. Als er fertig war, winkte er Trin herunter und drückte enthusiastisch den Daumen nach oben. "Du kannst auch einfach die Comm benutzen, Kel." "Entschuldige, Trin Liska." antwortete er schnell und drückte erneut begeistert den Daumen nach oben. Trin aktivierte ihr Mobi und schloss sie an die Schnittstelle an, die die Fernsteuerung der Triebwerke steuerte. Sie hatte diese in ihrem früheren Leben gebaut, und obwohl sie nur eine begrenzte Menge an Treibstoff hatten, hatten sie doch eine gewisse Antriebskraft. Sie neigten jedoch auch dazu, zu explodieren. Sie steuerte die Triebwerke gegen die Rolle und schließlich verlangsamte sich die Tali. Als sie schließlich zum Stillstand kam, holte Kel sein Bergungsgerät heraus und brach es auf. "Alles klar bei dir, Kel?" "Gut, ja, ok." "Ich überprüfe den Laderaum", sagte sie, als sie ihre Schrotflinte auspackte. "Gut, ok." Trin hielt ihre Diplomatie hoch und verschwand durch ein klaffendes Loch in der Seite. Kel sah zu, wie ein Stück eines Geschützturms langsam vorbeischwebte. Ein Paar Hände griffen noch immer nach den Abzugknüppeln. Kel starrte sie einen Moment lang neugierig an, zündete dann den Schneidbrenner an und machte sich an die Arbeit. Die Hallen der Retaliator waren ein zertrümmertes Labyrinth aus verdrehtem Metall. Trin schwebte vorsichtig durch die Gänge und fegte die Schrotflinte hin und her. Aufgrund der Zerstörung war es unmöglich, dass hier drinnen etwas hätte überleben können, aber sie ging kein Risiko ein. Sie bewegte sich vorwärts, Meter für Meter, kontrollierte die Ecken und war auf alles vorbereitet. Sie driftete zurück in ihre Tage bei den Titanen. Während sie allen möglichen Unfug trieben, konzentrierten sie sich in erster Linie darauf, Schiffe zu zerhacken. Als Hauptverantwortliche im Rudel war es ihre Aufgabe, kampfunfähige Schiffe zu entern, alle Überlebenden zu töten und dann genug Reparaturen durchzuführen, um sie zum Fliegen zu bringen. Dieses Schiff flog definitiv nie wieder irgendwo hin. Sie kam an einigen Mannschaftsschränken vorbei und öffnete jeden einzelnen. Nichts als Reserveanzüge. "Natürlich . . ." murmelte sie vor sich hin. Vorne beugte sich der Flur nach links. Dort sollte es ein Schott und dann eine Tür zur Frachtabteilung geben. Trin hoffte, dass das, was diesen Kampf auslöste, es wert war. Als sie sich der Kurve näherte, nahm ihre Taschenlampe in der nächsten Abteilung des Schiffes eine Form auf. Sie ließ ihre Waffe darauf gerichtet und richtete eine Schussposition hinter dem Türrahmen ein. Bei näherem Hinsehen war es höchstwahrscheinlich ein Mensch. Der EVA-Anzug, den er trug, war makellos, wie einer dieser neuen CDS-Anzüge. Sie aktivierte die Com ihres Anzugs. "Generalruf. Gibt es Überlebende der Retaliator? Identifizieren Euch." Die Form schwebte einfach da. Keine Bewegung. Trin griff nach einem schwebenden Metallstück und schleuderte es auf den Körper. Es prallte am Bein ab. Immer noch nichts. Sie schoss ihm eine Kugel in den Rücken. Die Druckwelle wirbelte den Körper herum und enthüllte das blasse, gefrorene Gesicht eines der Schützen. Er schien nicht in der Lage zu sein, seinen Helm aufzusetzen, bevor das Vakuum ihn erwischte. "Jemanden gefunden?" rief Mags über die Com. "Nein", antwortete Trin, als sie eine weitere Patrone in ihre Schrotflinte lud und vorrückte. Sie fegte die Leiche zur Seite, um ein kleines Eingangspaneel freizulegen, das in den Frachtraum führte. Interessanterweise war das Panel mit einer Art Notstromversorgung verkabelt. "Oh, hallo." Trin hängt sich die Flinte um und grub sich durch einen Beutel für ein Schnittstellenkabel. Sobald ihr mobiGlas und die Tür verbunden waren, startete sie das Programm Knock², um ein voreingestelltes Hacking-Protokoll auszuführen. Nach einigen Sekunden wurde das Panel grün. Die Tür stieß einen Teil der eingeschlossenen Atmo aus, als sie anfing, aufzugehen. Trin hatte ihre Schrotflinte hochgehalten und sicherte sich ab, bevor sich die Tür öffnete. Sie trat sich vom Boden ab und schwebte in den Frachtraum der Tali. Ein Schwenken der Taschenlampe genügte ihr, um eine sehr unangenehme Wahrheit zu entdecken. Sie war leer. "Denn natürlich ist sie . . ." Trin sicherte ihre Schrotflinte und legte sie sich um, bevor sie ihre Com aktivierte. "Tali ist sauber." Trin drehte sich zum Ausgang, als sie einen Blick auf etwas erhaschte, das in der Dunkelheit taumelte. Sie zog ihre Taschenlampe, um nachzusehen. Es handelte sich um ein Schließfach, wie eines dieser militärischen Schließfächer, die sie auf diesen Fachsendungen gesehen hatte. Sie schnappte ihn sich und überprüfte die Schließung, aber sie konnte es nicht öffnen. Ein kleines Zugangspaneel enthüllte eine weitere digitale Schnittstelle mit einem Tastenfeld. Trin schloss ihr Mobi wieder an und startete einen weiteren Hack. Während sie wartete, untersuchte sie das Schließfach ein wenig genauer. Das Ding sah solide aus, als könnte es einen explosiven Feststoff vertragen. Alles sehr gute Anzeichen dafür, was sich darin befinden könnte. Sie warf einen Blick auf ihr mobiGlas. Das Hacking-Programm versuchte immer noch, das Passwort zu knacken. Plötzlich war ihr Mobi tot. "Verdammte Scheiße." Zurück an Bord der Harlequin waren alle um die geheimnisvolle Kiste versammelt. Der Laderaum war bereits voll mit ausgesuchten Teilen der verschiedenen Schiffe, die von Kel fachmännisch zerlegt und arrangiert worden waren. Trin ordnete ihre Werkzeuge für eine gründliche Untersuchung der Kiste, während Mags im Hintergrund auf und ab ging. Der entschlossene Blick auf Trin's Gesicht ließ erkennen, dass sie die Herausforderung der Kiste eindeutig angenommen hat. "Sage es schon. Es muss etwas Wertvolles sein", sagte Mags nervös, während sie lief. "Ich bin doch nicht verrückt, oder?" "Sehr aufregend, Captain Mags. Ja." sagte Kel, als er Trin zusah, wie sie ein Terminal an die Schalttafel des Schließfachs anschloss. "Um das klarzustellen: Du hast keine Hinweise darauf gesehen, was sich darin befindet?" Mags' Nerven fingen an, sie zu überwältigen. "Ich meine, wir glauben nicht, dass es chemische Waffen sind, oder? Oder wie ein Virus?" "Titangeflecht Koffer ist sehr gut zu schützen, aber nicht geeignet für biologische Eindämmung. Wäre es ein tödlicher Virus, wären wir alle jetzt schon tot", antwortete Kel fröhlich. "Könntet ihr beide die Klappe halten?" rastete Trin aus, als sie den ungefilterten Code auf ihrem Bildschirm durchsah. "Sicher, Entschuldigung", sagte Mags und zwang sich, sich zu setzen. "Ja, entschuldige dich." Kel ging auf Trin zu und klopfte ihr auf die Stirn. Trin machte sich nicht die Mühe, seine Hand wegzuschlagen. Weitere zwanzig Minuten des Wartens vergingen. Trin versuchte jeden Trick in ihrem umfangreichen und bewährten Buch. Jedes Mal rührte sich die Schließung kein Stück. "Scheiß drauf. Kel, nimm deine Bohrer." Der Banu rannten aufgeregt davon. Stunden später, das stand Schließfach auf dem Tisch des Gemeinschaftsraums. Um sie herum waren verschiedene Werkzeuge benutzt und weggeworfen worden. Die Oberfläche des Kastens war wie bei einer Art mechanischer Autopsie zerstückelt worden, um das Schloss zu umgehen, ohne das, was sich darin befand, zu beschädigen. Yao war zu seiner Koje zurückgekehrt und sah sich gelegentlich die Show an. Mags betrat den Laderaum in einem EVA-Anzug. Darin angekommen, nahm sie den Helm ab und wischte sich den Schweiß vom Gesicht. Ozzy war immer noch im Laderaum und ordnete die Kisten, ebenfalls mit EVA-Ausrüstung ausgestattet. "Ich habe noch eine Ladung Schrott drinnen", sagte sie zwischen Wasserspritzern. Sie warf einen Blick auf Yao. "Haben Sie etwas?" "Nein", murmelte er und nippte an seinem Tee. Mags begab sich in den Laderaum und begann, den EVA-Anzug abzuziehen. "Alles klar, Kel", murmelte Trin, während sie die Programmierung des Sicherheitspanels durchsah. "Versuch, die Energiezelle wieder anzuschließen." Kel zog eine festverdrahtete Batterie mit einem Paar freiliegender Kabel heraus und platzierte sie chirurgisch neben das bestehende Versorgungssystem. Das Schloss klickte. Trin und Kel sahen einander an. Ein Grinsen breitete sich über Trin's Gesicht aus. "War es das, wofür ich es hielt?" schrie Mags aus dem anderen Raum. Schwere Stiefelschritte kamen näher, bevor sie plötzlich in der Türöffnung auftauchte. Kel begann, seine Werkzeuge zu reinigen und in ihre Koffer zurückzubringen. Trin schloss das Fach auf. Sie warf einen Blick auf die Gesichter im Raum und klappte dann den Deckel auf … Es war ein Stein. Ungefähr so groß wie ein menschlicher Kopf. Einige violett schillernde violette Flecken darin, aber nur ein Stein. Ozzy driftete leise in den Raum, um zu sehen, was es mit der Aufregung auf sich hatte. "Was ist das?" murmelte Yao, während er versuchte, es von seinem Bett aus zu spähen. "Sieht für mich wie ein Stein aus", antwortete Ozzy und ging zu seiner Koje. "Das dachte ich auch." Yao bauschte sein Kissen auf und lehnte sich zurück. Trin sagte nichts, stand einfach auf und ging aus dem Zimmer. "Nein, nein, nein!" Mags eilte nach vorne und ließ sich neben den Kasten fallen. "Für einen gewöhnlichen Stein macht man sich nicht so viel Mühe." Mags hob ihn vorsichtig auf und schaute ihn sich näher an. Im Licht tanzten die violetten Flecken etwas heller. "Kel, hast du deinen Scanner?" Der Banu reichte ihr einen Handscanner aus seiner Ausrüstung. Sie schaltete das Teil an und begann zu scannen. Nach einem Moment keuchte sie. Ozzy schaute rüber. "Was...?" Mags beginnt halb zu lächeln, halb zu lachen, als könne sie sich nicht entscheiden, auf was sie sich festlegen soll, und dreht das Scannerdisplay auf Kel. Sofort begann er zu klatschen. "Sprich!" schrie Ozzy. "Was zum Teufel ist das?" Mags legte den Stein zurück in die Kiste und ging zu ihrem mobiGlas. Ein Galactapedia-Eintrag erschien an jedermanns Handgelenk. "Man nennt es Eriesium. In seinem veredelten Zustand glauben sie, dass es als Energiequelle dienen kann, aber die Menschen waren bisher nicht wirklich in der Lage es zu nutzen." "Was ist es wert?" Die Stimme von Trin kam aus der Tür. "Sehr selten", warf Kel ein. "Beantworte die Frage." Trin starrte weiterhin auf Mags. "Das Letzte, was ich hörte, waren etwa 80.000." Mags konnte die Worte kaum bilden. "Nicht wirklich beeindruckt." "Pro Unze." Mags fuhr mit ihren Fingern über die Umrisse des Steins. "Achtzigtausend pro Unze." Das erregte jedermanns Aufmerksamkeit. Sie sahen sich schweigend an, bis Trin endlich aussprach, was allen durch den Kopf ging. "Wir sind reich." Wardlow Reclamation war ein Dead-End Schrottplatz am Arsch der Welt. Der schäbige Teppich im Wartezimmer war von dem Ungeziefer zerfressen worden, das den Ort befallen hatte, und es gab kein Bild an der Wand, das in diesem Jahrhundert aufgenommen worden war. Interessanterweise hatte es im Jahr 2921 einen Preis für Kundenservice von einer Publikation gewonnen, die wahrscheinlich schon lange nicht mehr im Geschäft war. Die Auszeichnung war gedruckt und in einem selbstgemachten Rahmen in der Nähe der Ladentheke ausgestellt worden. Mags hatte ihn zehn Minuten lang angestarrt, als ihr eine Idee kam. Trin saß ihr gegenüber, ebenso gelangweilt. Sie hatten die Harlequin ein paar Stunden vorher gelandet, um den Schrott von den Schiffen abzuladen. Der Eigner und seine Mannschaft gingen langsam alles durch und stellten ein Gutachten zusammen. Das Eriesium war in die Standard-Schlossbox gebracht worden, die Trin als Fußstütze benutzte. "Ich muss zugeben, Mags", sagte Trin. "Das ist genau der Ruck, den wir brauchen, um die Dinge zum Guten zu wenden. Verkaufe das für ein paar schnelle Credits und wir machen uns auf den Weg." Der Plan war gewesen, das Eriesium bis zur Fertigstellung des Gutachtens zu verstecken, damit es die Schätzung nicht durcheinander bringt. Doch Mags zog nun eine andere Option in Betracht. "Was wäre, wenn wir das nicht täten?" Trin schloss ihre Augen und stöhnte. "Ich meine. Wir warten auf den richtigen Zeitpunkt ab, um den richtigen Käufer zu finden. Schau wo wir hier sind", wies Mags auf die Auszeichnung für den Kundenservice hin. "Glaubst du, wir kriegen nur einen Bruchteil von dem, was er hier wert ist? Die können es sich nicht leisten, und wir betrügen uns selbst, indem wir es in das erste Drecksloch abladen, in das wir kommen." "Tu das nicht... nicht." Trin rieb sich die Schläfen, um die plötzlich auftretende Migräne zu lindern. "Einen Tag lang hatte ich vergessen, dich aus einer Luftschleuse zu werfen zu wollen." "Ja, aber stell dir vor, du könntest mich aus deiner eigenen Luftschleuse werfen", antwortete Mags mit einem Grinsen. "Das ist die Art von Geld, über die wir hier reden." Eine Tür hinter der Theke öffnete sich und der gedrungene, verschwitzte Besitzer stampfte hinein. Er schlug auf eine Ketfliege, die in der Nähe seines Kopfes schwirrte, als er sich am Schalter zum Terminal drehte. Das System begann, sich mit seinem Mobi zu synchronisieren. Der Besitzer sichtete die Liste, als er von einem Anfall nassen Hustens erfasst wurde. Er stöberte einen Inhalator aus seiner Tasche und nahm einen Zug. Der Husten ließ nicht nach. Er schüttelte den Inhalator und versuchte es erneut. Ohne Erfolg. "Bevin", schrie er zwischen den Hustenanfällen die offene Tür hinaus. "Bevin! Schicke jemanden zu Kel-To. Ich brauche mehr Medizin." Der Anfall endete schließlich. Der Besitzer spuckte etwas Dickflüssiges auf den Boden und sah Mags und Trin an. "Ja, okay. Habe Ihren Schrott bewertet. Haben Sie sonst noch was?" Mags sah Trin an, die zurückstarrte. Trin gab schließlich nach und sank auf ihren Sitz zurück. Mags sprang auf und ging zur Theke. "Schau auf die Liste, die Auszahlung steht unten", drehte der Besitzer das Terminal zu ihr um. "Drücken Sie Akzeptieren, um zu akzeptieren." "Ja, klar. Sieht gut aus." Der Besitzer sah sie an. "Dann drücken Sie auf Akzeptieren." "Richtig, sorry." Sie drückte den Knopf. Der Besitzer des Schrottplatzes schnüffelte und druckte einen Überweisungsbeleg aus. Trin schnappte sich das Schließfach und machte sich auf den Weg zur Tür. Der Besitzer bemerkte es zum ersten Mal. "Was ist da drin?" "Vier abgebrochene Zähne", antwortete Trin ohne den Rythmus zu verlieren. Mags und Trin traten nach draußen in die pralle Sonne. Der Geruch von Öl und verbranntem Metall erfüllte die Luft. Die Harlequin wartete auf einem der nahegelegenen Pads. Alle Kisten mit Schrott waren ausgeladen und zur Verarbeitung ordentlich gestapelt worden. Als er sah, wie seine Kameraden aus dem Büro kamen, winkte Kel der Besatzung des Landeplatzes die etwas benebelt aussahen zum Abschied. "Ich hasse es, wie glücklich Du bist, vor dem Geld davon zu laufen", murmelte Trin. "Falsch, Trin. Ich bin glücklich, weil wir auf echtes Geld zugehen." "Weißt du überhaupt, wie man das verkauft?" "Nein, aber wir kriegen das schon hin." Mags nahm Trin die Schlosskiste ab, um sie den Rest des Weges zum Schiff zu tragen. Gerade als sie die Rampe erreichten . . . … sagte er: "He!" Mags und Trin drehten sich um, um die Gruppe zu sehen, die Kel gerade verlassen hatte. "Was soll der Scheiß, dass du einen Sklaven besitzt?" Mags und Trin tauschten einen müden Blick aus. "Er ist kein Sklave", war alles, was Mags auftreiben konnte. Die Landungsmannschaft beginnt vorzurücken. "Verdammt . . ." Mags drückte den Knopf für die Rampe. Die Rampe bewegte sich nicht. Die Landungsmannschaft brach in einen Sprint aus, als sie merkten, was sie vorhatte. Sie schlug härter zu, und die Rampe begann plötzlich in das Schiff zu steigen. Die ersten Landungsmannschaften kamen eine Nanosekunde zu spät. Dumpfe Geräusche von Felsen, die auf den Rumpf geschleudert wurden, drangen durch den Laderaum. Kels Kopf tauchte in der Türöffnung auf. "Gut verkaufen?" Der Schrottplatzbesitzer beendete die Buchprüfung für die Transaktionen des Tages. Die Sonne war kurz vor dem Untergehen. So schrecklich der Tag für seine Krankheit war, so schlimm war die Kälte der Nacht. Er spürte ein leichtes Kratzen im hinteren Teil seiner Kehle, das einen weiteren Hustenanfall auslösen würde. "Bevin! Hat jemand meine verdammte Medizin geholt?", schrie er in die Sprechanlage. Es gab keine Reaktion. Der Besitzer stieß sich von seinem Sitz und schlurfte nach draußen. Er schirmte seine Augen vor der untergehenden Sonne ab. "Bevin, glaubst du, dass es tatsächlich möglich wäre, dass jemand etwas tut, wenn ich es dir sage?" Als der Besitzer die Hand senkte, erstarrte er. Seine gesamte Belegschaft, vierzehn Personen, war tot, mit beiläufiger Präzision um den Schrottplatz herum hingerichtet. Er sah Bevin unter ihnen. Der Besitzer stolperte zurück, rannte ins Büro und knallte die Tür zu. Er drehte sich um und lehnte sich schwer gegen die Tür. Sein Herz klopfte und verursachte einen weiteren Hustenanfall. Er bemerkte nicht einmal die beiden Personen, die sich jetzt in seinem Wartezimmer befanden. Ein Mann und eine Frau, die eine makellose, unmarkierte Kampfrüstung trugen und schweigende Waffen in der Hand hielten. "Hi." Der Mann sprach zuerst. Der Besitzer hätte fast die Decke getroffen. Er nahm schwach die Hände hoch und fing an zu weinen. "Sie haben kürzlich eine Retaliator geborgen." Der Besitzer sprach keine Worte, nur Geräusche. Der Mann schoss eine Kugel durch seinen Oberschenkel. Er fiel zu Boden. "Ja! Ja!" Der Besitzer erlangte schließlich die Sprachfähigkeit zurück. "Wer hat sie Ihnen verkauft?", fragte der Mann, als er den Raum durchquerte und den noch heißen Lauf der Pistole an die Schläfe des Eigentümers hielt. "Und seien Sie ganz genau." "Das kam heute früh rein. Irgendein alter Schlag von Raumschiff. Zwei Frauen, ein Mann. Ich habe sie noch nie gesehen." Der Besitzer tippte auf seinem Mobi rum. Die Frau studierte die eingehenden Daten, während der Mann sich weiter auf den Besitzer konzentrierte. "Die beiden hatten nicht zufällig ein Schließfach bei sich, oder?" "Ja, ich meine, ja. Doch, das hatten sie", sagte der Besitzer zwischen den Hustenanfällen. "Sie wollten es nicht verkaufen." "Haben diese Frauen einen Namen genannt?" "Nur die Registrierungsnummer des Schiffs." "Ja, die sind gefälscht", sagte die Frau, ohne von ihrem Mobi aufzublicken. Der Mann sah den Besitzer an und seufzte. "Warten Sie -" Peng. Der Mann stand auf und wischte die Blutspritzer vom Lauf ab. "Haben wir etwas Handfestes, um fortzufahren?" fragte er. "Nur das hier." Sie zeigte auf ein Video. Im Wartezimmer war noch eine Sicherheitskamera mit Mags und Trin zu sehen. Der Mann sah sie genau an. Er stieß auf eines von Trin's SoutherTitan-Tattoos. "Lass uns gehen." übersetzt von Picollo Verbesserungsvorschläge ? Nur zu !
  5. Übersetzt: Dave Haddock's Drifters (Part One)

     

  6. "We are programmed to receive, you can checkout any time you like, but you can never leave!"
  7. und inwiefern ist das eine Ankündigung ? /edit: ja ich sehs, der Mero hat doch auch ... MERO !!! ... @Chase Hunter : warum heißt das Unterforum eigentlich nur 'Ander SPACEgames' ?? Und haben wir nicht sowas wie eine Let's'Play Gruppe ??
  8. dann hat die zivile Variante keine drei Reaktoren und fünf Schutzschildemiter ? ... ist doch scheiße
  9. Vor sehr langer Zeit und wohl auch in einer Galaxy sehr weit entfernt hieß es mal, daß man das Schiff überhaupt garnicht kaufen könnte, weil es als neuste HiTec Entwicklung der U.E.E vorbehalten war. die aber dafür die ganze Hornet-Serie verscherbelte ...
  10. und jetzt kuckt doch mal wie die Inhalte des Forums "Infos zu SC" beschrieben sind
  11. ... und die vierte Staffel läuft schon seit Mitte Dezember ...
  12. so, dann bringen wir dieses Jahr mal zu Ende ... Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr ! Lass' flutschn
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