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Landung auf Zielkomet in Sicht


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Landung auf Zielkomet in Sicht, "Rosetta" steuert ihrem Höhepunkt zu

Komet Tschuri erinnert an eine Spielzeugente. Auf dem Kopf soll im November "Rosettas" Landeeinheit "Philae" aufsetzen - es wäre die erste Landung überhaupt auf einem Kometen.

Die europäische Kometenjäger-Mission "Rosetta" steuert ihrem Höhepunkt zu: Am 12. November soll "Rosettas" Landeeinheit "Philae" auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko landen - auf einer Stelle am "Kopf" des zweigeteilten Himmelskörpers, wie die Europäische Weltraumagentur ESA in Paris mitteilte. Die ESA bestätigte damit nach weiteren Untersuchungen endgültig den bereits Mitte September favorisierten Landeplatz. Damals war vorsorglich auch eine Ausweichlandestelle auf dem von Wissenschaftlern Tschuri getauften Kometen bestimmt worden.

 

Mit "Philae" soll zum ersten Mal ein von Menschen geschaffenes Gerät weich auf einem Kometen landen. Die ESA-Sonde "Rosetta" mit "Philae" an Bord hatte ihren Zielkometen am 6. August nach zehnjähriger Reise durch das Sonnensystem erreicht und war in eine Umlaufbahn um Tschuri eingeschwenkt. Mit der endgültigen Festlegung des Landeplatzes seien die Forscher nun "einen wichtigen Schritt weiter bei der Ausführung dieser aufregenden, aber hochriskanten Operation", erklärte der "Rosetta"-Missionsmanager Fred Jansen.

 

Bei dem Landemanöver in vier Wochen wird der "Philae"-Forschungsroboter aus dem "Lander Control Center" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln gesteuert, betrieben und überwacht. Wenn "Philae" die Oberfläche des Kometen berührt, sollen sich zwei Harpunen in dessen Kern bohren - damit der Kometenlander nicht ins All zurückgeschleudert wird.

 

Nach den bisherigen ESA-Planungen soll sich "Philae" am Landetag um 09.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit in einer Höhe von 22,5 Kilometern über dem Zentrum des Kometenkerns von der Muttersonde "Rosetta" lösen. Die Landung auf dem Vier-Kilometer-Brocken aus Eis, gefrorenem Gas und Staub ist dann um 16.30 Uhr vorgesehen, also rund sieben Stunden später.

 

Begleitet von "Rosetta" und "Philae" wird sich der Komet in den darauffolgenden Monaten weiter der Sonne nähern. Dabei wird die Aktivität auf Tschuri durch die Sonnenwärme beträchtlich zunehmen. Was genau dabei auf dem Schweifstern passiert, sollen die Messgeräte von "Rosetta" und "Philae" aufzeichnen. Nach ESA-Angaben dürfte "Philae" bis zum März nächsten Jahres funktionsfähig bleiben. Die Muttersonde "Rosetta" soll über diesen Zeitpunkt hinaus den Kometen überwachen, der im August 2015 seinen sonnennächsten Punkt erreichen wird.

 

Von der 2004 gestarteten "Rosetta"-Mission erwarten die Forscher Aufschlüsse über die Zusammensetzung von Kometen, die als Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren gelten. Auch könnte "Rosetta" Antworten auf die Frage nach dem Ursprung des Wassers und vielleicht sogar des Lebens auf der Erde geben.

 

Quelle http://www.n-tv.de/wissen/Rosetta-steuert-ihrem-Hoehepunkt-zu-article13788496.html

Bearbeitet von Gothic
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  • 4 Wochen später...

Doch, er ist abgeprallt! ca. 2 Stunden später hat er erneut aufgesetzt, derzeit gibt es keinen Funk-Kontakt zum Lander, da unter dem Horizont.
Die Harpunen haben nicht funktioniert, ob die Kaltgasdüse richtig funktioniert hat wissen sie auch nicht. Neuerlichen Kontakt gibt es erst morgen wieder.

 

edit. Auch die Kaltgasdüse hat nicht gezündet. Es ist derzeit unklar ob der Lander auf den Füßen steht, oder ob er auf der Seite liegt.

 

Nach dem abprallen geriet der Lander in Rotation, vermutlich wegen des beim "aufsetzen" planmäßig gestoppten Drallrad´s, welches den vermeintlich gelandeten Lander dadurch in Rotation versetzte :-(

Möglich ist auch das Philae nach dem zweiten aufsetzen nochmals abgeprallt ist.

Bearbeitet von Maxxx
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Philae ist nach dem ersten 2 Stunden "Hüpfer" noch einmal abgeprallt. Der zweite "Hüpfer" dauerte aber nur ca. 2 Minuten.

Feststellen konnten sie die Hüpfer durch die Solarzellen-Leistung, welche während der "Flugphasen" stark schwankte.

 

Das Verankerungs-System hat offenbar wegen zu geringer Landegeschwindigkeit nicht funktioniert, da die Bohrer wie auch die Harpune durch den Aufschlag der Landebeine gezündet/angetrieben werden. Wahrscheinlich war die fehlende Düse schuld.

 

Falls der Lander nicht noch über die Harpunen am Boden festgemacht werden kann, können dennoch noch einige Forschungen durchgeführt werden, sollte der Lander auf seinen Beinen stehen. Nur den wichtigen Bohrer können sie so nicht einsetzen :-(

 

 

edit. Er steht richtig herum, denke ich zu mindestens  :-D  :woot:

 

"Rosetta’s lander Philae is safely on the surface of Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko, as these first two CIVA images confirm. One of the lander’s three feet can be seen in the foreground. The image is a two-image mosaic. The full panoramic from CIVA will be delivered in this afternoon’s press briefing at 13:00 GMT/14:00 CET."

 

 

Welcome_to_a_comet.jpg

 

edit 2.

oh nein, meine Freude war etwas verfrüht glaube ich. Sieht man sich das Bild nach rechts gedreht an, dann sieht das ganze nicht mehr so toll aus, aber leider auch "realistischer". :-(  Wohl umgefallen...

fylj2v2t.jpg

Bearbeitet von Maxxx
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Das erste und das letzte Bild sind leider keine Bilder nach der Landung Butcho.

Das erste ist eine Studio Aufnahme vom Lander auf der Erde. Nur hat Focus es Schwarz/Weiß gemacht...

up042585.jpg

 

Das Zweite Bild ist schon einige Tage alt, vom 9 November.

https://www.flickr.com/photos/europeanspaceagency/15739982196/in/set-72157638315605535

 

 

edit.

Der Lander ist nicht umgefallen! Aber er steht/steckt nur mit 2 Beinen im Boden, eines ist in der Luft.

bj9mlk1li92m.png

Bearbeitet von Maxxx
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